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Sonntag, 20. September 2020

Saum-Bügelhilfe – ganz einfach selbst gemacht

Viele von Euch kennen ja mein altbewährtes Helferlein, das mir seit Jahren das Umbügeln von gleichmäßigen Saumzugaben und Kanten erleichtert. Ich hatte im Jahr 2017 schon eine überarbeitete Variante gezeigt, ihr findet den Beitrag mit meinen vielen Versuchen zur Optimierung hier: Versuch macht klug. Doch gestern hat sich dann tatsächlich herausgestellt, es geht viel schneller und besser.

Warum einfach, wenn es umständlich geht?

Ich habe endlich mal einen Bogen SnapPap bedruckt. Diese Variante hatte ich immer ausgelassen, weil der damalige Versuch mit einfacher Pappe nicht von Erfolg gekrönt war. Doch es zeigt sich, dass SnapPap die Farbe des Tintenstrahldruckers auch unter viel Dampf gut hält. Direkten Wasserkontakt meide ich jedoch- aber normal braucht es den beim Umbügeln von Kanten ja auch nicht.


Ich habe für meine frische Variante eine neue Druckvorlage erstellt. Wieder ergibt ein DinA4 Ausdruck zwei praktische Saumbügelhilfen. Die Linien sind etwas feiner und die Beschriftung etwas dezenter. Ihr könnt die pdf Datei "hier" klicken downloaden. Achtet beim Ausdrucken darauf, dass ihr nicht skaliert und verwendet den Fotopapierschacht. Ich habe übrigens die nicht so stark strukturierte Seite des SnapPaps bedruckt.

Ich hoffe, das Freebie gefällt Euch und Ihr habt Freude mit diesem wirklich praktischen Nähgadget. Mit der Schneiderherz-Bügelhilfe ist das gleichmäßige Umbügeln von Zugaben ganz ohne lästiges Messen kinderleicht.

 




Ich freue mich natürlich, wenn Ihr mein Freebie fleißig teil und pinnt. Nutzt dafür doch gerne dieses Bild :)




Freitag, 27. März 2020

Gute Laune garantiert - Dackel Detlef

Ich liebe Projekte, die gute Laune machen und gerade jetzt, wo die Nachrichten voll sind, mit Dingen die verunsichern und auch ein wenig Angst machen, ist es gut, wenn einem etwas einfach ein Lächelns in Gesicht zaubert. Deshalb habe ich nun auch endlich meinen Detlef genäht...

Dackel Detlef

Der kurzbeinige Kerl aus der Feder von Halfbird Mona wurde mittlerweile schon in sehr vielen Nähzimmern geboren und wirklich jedesmal, wenn bei Instagram so ein drolliger Dachshund auftauchte, musste ich breit grinsen. Er ist halt ein kleiner Charmeur.


Mein Detlef entstand aus Stoffresten und rein theoretisch könnte ich im Partnerlook mit ihm Gassi gehen. Vielleicht erkennt Ihr ja meinen Lieblings-Jerseyrock und die Jacke aus Nosh-Stoff?!
Ach ja- und das er seine Wurfkiste im Nähzimmer stehen hatte, kann man noch deutlich an der Unterseite seiner Ohren sehen... ;)


Das Stofftier ist wirklich einfach zu nähen- am Ende habe ich habe meinem Detlef noch ein besonders breites,  zufrieden charmantes Lächeln ins Gesicht gestickt und kann nur sagen: Es steckt an! Ein Blick auf den kleinen Kerl und man tankt etwas Leichtigkeit.

Und, habt Ihr auch schon einen Dackel Detlef? Wenn nicht- unbedingt einen Nähen. "Gute Laune Projekte" sind wirklich immer gut und in Zeiten wie dieser, vielleicht noch einen Ticken wichtiger.





Montag, 23. Dezember 2019

Frau Müller- eine wirklich handliche Handtasche

Die Handtasche ist für viele Frauen ein Must-Have, wenn sie das Haus verlassen. Sie ist modisches Accesoire- aber auch die Schatzkammer für unterwegs. Beherbergt sie doch neben Schlüssel und Geldbeutel so manches vermeintlich unentbehrliche Ding...
Einige Taschen haben fast die Größe von Reisekoffern und so kommt es, dass man gern auch mal zuviel mit sich herumschleppt und die Tasche wortwörtlich zur Last wird.

Mit kleinem Gepäck


Oftmals würde es nämlich auch reichen, wenn man wirklich nur das Nötigste mit sich herum trägt. Beim Kinobesuch, bei der kleinen Spazierrunde oder wenn man bei Freunden eingeladen ist- da reichen Geldbeutel, Schlüssel, Smartphone und vielleicht noch Taschentücher. Und die passen wunderbar in eine kleine handliche Tasche, die einem nicht schwer an der Schulter hängt.

Nicht zu groß und nicht zu klein.


Schnittmuster für kleine Taschen finden sich im Internet reichlich. Vor einiger Zeit fand man vor allem diverse Varianten der HipBag, jetzt gibts den nächsten Trend, die sogenannten Handytaschen. Manche reichen grad fürs Smartphone- andere warten mit mehr praktischem Stauraum auf, ohne riesig zu sein. Und genau so ein Tasche habe ich nun als Geschenk genäht: "Frau Müller" von Malamü.


Ich  bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden und werde mir auf jeden Fall auch noch eine eigene Variante nähen. Die Größe finde ich genau richig, wenn man "unbelastet" unterwegs sein möchte.
Frau Müller ist ca. 20cm hoch, 12cm breit und 5cm tief und damit kann man grad noch gnädig sein, wenn der Gatte fragt, ob man vielleicht noch Platz für seinen Schlüssel hätte...


Ich habe das Täschchen aus schwarzblauem, leichten Denim genäht und eine Vortasche zugefügt, die ich mit einem geplotteten Anker verziert habe. Das Innenfutter ist nachhaltig aus einem Herrenhemd genäht und so gab es auch gleich eine praktische Mini-Innentasche aus der Brusttasche des Hemdes. Bei der Verstärkung habe ich das erste mal mit kaschiertem Schaumstoff gearbeitet und ich muss sagen: Geiles Zeug! Dafür musste ich zwar die geplante Paspel streichen (das wäre einfach zu dick an den Nähten geworden)- aber das leichte Volumen und die Griffigkeit sind toll.



Hast Du schon Nähpläne geschmiedet für 2020- oder willst auch Du die Ruhe nach den Festtagen dafür nutzen?! 


Mittwoch, 19. Juni 2019

Die richtige Nähmaschine für Anfänger

Immer wieder taucht im Netz die eine Frage auf: Welche Nähmaschine soll ich mir nur kaufen?
Ich sage dann gern: Das musst Du für Dich selber rausfinden! Erstmal ist das natürlich keine wirklich befriedigende Antwort, aber welche Maschine wirklich die richtige für Dich ist, hängt nun mal von vielen persönlichen Faktoren und ganz am Ende auch von Deinem Bauchgefühl ab.

Bist Du ein absoluter Anfänger, der erst einmal in das Nähen schnuppern möchte?
Dann solltest Du einfach im Bekanntenkreis fragen, ob irgendwo eine ungenutzte Nähmaschine herumsteht. Dabei ist es egal, ob es ein altes mechanisches Schätzchen ist oder eine etwas modernere Variante. Wichtig nur: Sie sollte möglichst makelfrei laufen und es sollte eine Bedienungsanleitung vorhanden sein.

Die Maschine sollte Gradstich und Zickzack nähen können.


Mehr ist erst mal gar nicht nötig.
Lies zunächst gründlich die Anleitung, damit Du die Maschine auch richtig einfädelst.
Mit einer frischen Nähmaschinennadel bestückt kannst Du dann auf der Leihmaschine deine ersten kleinen Probenähte starten. Näh dich erstmal an einfachen Baumwollstoffresten ein und suche Dir dann ein simples Nähprojekt wie ein Kissen oder einen Einkaufsbeutel.
Sehr sinnvoll finde ich, einen Nähkurs für Anfänger zu besuchen- denn auch wenn YouTube und Co wirklich großartige Tutorials bieten- es ist als Anfänger einfach Gold wert, wenn man zwischendurch eine helfende Hand zur Seite hat. Außerdem ist der Austausch mit Gleichgesinnten in einer kleinen Nähgruppe inspirierend und man lernt immer ein wenig „bei den anderen mit“.
Mit jedem Projekt, das Du nun nähst, lernst Du „Deine“ Maschine kennen. Du solltest probieren und nähen, was das Zeug hält. Dabei kannst Du gleichzeitig herausfinden, ob Nähen wirklich etwas ist, in das Du auch längerfristig Zeit und Geld investieren möchtest.

Anfängernähmaschine- ein altes mechanische Modell
Die alte Nähmaschine meiner Mama- damit habe ich mich vor vielen Jahren mit dem Nähvirus infiziert. Mechanisch, solide, robust und nur mit den wichtigsten Funktionen ausgestattet.

Nähvirus


Hat Dich der Nähvirus so richtig gepackt, dann machst Du Dir am besten mal eine kleine Liste - einmal mit den Dingen, die Du an der (Leih)Maschine magst und dann notierst Du noch die Dinge, die dich nerven oder Dir gefühlt fehlen. Ich schreibe hier extra „gefühlt“, denn manchmal ist es so, dass man denkt: Das brauche ich unbedingt. Und wenn man dann endlich die 1000 Zierstiche hat, nutzt man sie gar nicht.
Auch vom Gedanken, dass man mit einer neuen „tolleren“ Maschine gleich viel tollere Sachen näht, sollte man sich an dieser Stelle einfach verabschieden. Denn wenn die Maschine ein gutes Nahtbild hat, der Transport und die Durchstichskraft solide sind, aber das Nähen trotzdem nicht gut von der Hand geht, dann ist es meist fehlende Übung oder auch falsche Handhabung. Gern sitzt der Fehler nämlich VOR der Maschine. Das ist bei der Nähmaschine nicht so viel anders, als beim Computer.

Vielleicht kommst Du nach der Zeit mit der Leihmaschine zu dem Schluss, dass sie genau das richtige für dich ist. Super! Vielleicht kannst Du sie ja dauerhaft adoptieren. Wenn das nicht möglich ist, schau einfach mal im Kleinanzeigenmarkt nach einem ähnlichen Modell.
Ansonsten rate ich jetzt zu einem Besuch in einem Nähmaschinenladen. Ich weiß, das ist in Zeiten von Onlineshops leicht gesagt- aber nichts ersetzt das direkte Probieren und vergleichen. Ideal sind natürlich Läden, die nicht nur eine Marke Maschinen anbieten oder der Besuch einer Messe, auf der diverse Hersteller präsentiert werden.

Vorbereitet und mit viel Zeit


Ein wichtiger Tipp: Nie unvorbereitet Maschinen gucken gehen. Schon im Vorfeld sollte die Liste mit den Wünschen noch mal durchgegangen werden und man sollte sich auch Gedanken über das vorhandene Budget machen. Außerdem sollte man sich mit ein paar Stoffstücken wappnen. Natürlich gibt es auch Probestückchen Stoff im Laden für die Vorführung und zum Testen, aber das sind meist unproblematische Baumwollwebwaren. Wenn Du später diverse Materialien nähen möchtest, dann solltest Du auch testen, wie sich diese unter der Wunschmaschine verhalten.
Und probiere unbedingt selber aus. Die Anwendung sieht von geübten Fingern der Verkäufer(in) immer toll aus- aber Du musst ja mit der Maschine klar kommen. Lasse Dir Zeit und lasse Dich nicht von Funktionen verführen, die nicht wirklich Mehrwert bringen und nur unnötig Dein Budget strapazieren.
Behalte im Hinterkopf, dass eine gute Nähmaschine nicht viel Schnickschnack braucht.
Wer sich eine solide Nähmaschine mit den wichtigsten Basisfunktionen kauft, kann seinen Maschinenfuhrpark zeitnah vielleicht mit einer Overlock ergänzen.

Thema Overlock


Weil im Netz gerne mal suggeriert wird, die Overlock sei der heilige Gral der Nähglückseligkeit, möchte ich an dieser Stelle gern noch anmerken: Eine Overlock ist immer nur eine Ergänzung zu einer normalen Nähmaschine. Wer ernsthaft und gut nähen möchte, braucht auf jeden Fall eine normale Nähmaschine - die Overlockmaschine ist eine schöne Ergänzung um Maschenware leichter zu verarbeiten und um Nahtzugaben bei Webware im Profilook zu versäubern.
 

Mein Tipp für Nähanfänger


Starte mit einer soliden einfachen Nähmaschine - ruhig geliehen oder gebraucht günstig gekauft. Ältere Maschinen sind meist zuverlässiger als Klappermodelle vom Discounter. Frag im Freundeskreis nach- ganz viele haben noch die Maschine von Oma herumstehen und freuen sich, wenn die noch mal zu Ehren kommt. Und dann nimm Dir Zeit - denn Nähen ist nicht „schnellschnell“. Nähen ist Übungssache. Mache Dir immer bewusst, dass meist nicht die Maschine schuld ist, wenn etwas nicht klappt. Hole Dir Hilfe (Nähkurs, Nähfreundin) wenn etwas nicht richtig rund läuft. Mit jeder neuen Naht, wirst Du sicherer und Du wirst mit der Zeit herausfinden, ob Du fürs nächste Nählevel wirklich eine andere Maschine brauchst. Und wenn Du Dich fragst, ob eine bestimmte Komfortfunktionen in Zukunft das Näherlebnis versüßen sollen: Wenn es das Budget zulässt, nur zu! Aber Fakt ist:

Eine Maschine ist am Ende nur so gut, wie der, der davor sitzt.

 

Solide Nähmaschine für Anfänger. Alt aber gut.
Die Maschine meiner ersten Nähtaten. Viel verbautes Metall und solide Mechanik. Die Plastikteile leider fies vergilbt- aber mit dem Retroköfferchen ja fast schon wieder Trend. Übrigens- die Anleitung von damals finde ich einfach toll. Klar, deutlich und wirklich hilfreich.


In diesem Sinne: Fröhliches Nähen! 





Dienstag, 26. Februar 2019

Bügelei und ein DIY- Ärmelbrett aus Holz


Ein Leben ohne Bügelei ist möglich, aber nicht sinnvoll.

Für alle, die jetzt überlegen, von was ich da rede: Ein Bügelei ist ein uraltes Werkzeug aus der Schneiderei. Als Bügelkissen hilft es dabei, dass man Rundungen und ausgeformte Stellen gut bügeln kann. Ein schöner Brustabnäher z.B. ist damit kein Hexenwerk mehr, aber auch Hüftbogen und Armkugel sind mit so einer Bügelhilfe leicht zu bändigen.

Gut gebügelt ist halb genäht!


Ich habe mir vor einiger Zeit meine persönliche Lieblingsform gestaltet und an einer Füllung getüftelt, die es ermöglicht, dass man mein "Ei" etwas formen kann und es somit flexibel an verschiedene Stellen anpassbar ist.
Hier hatte ich die Verwendung schon mal näher beschrieben und auch mein kleines Video zum "Abnäher bügeln" verlinkt:  Bügelei Anwendung

Bügelei Bügelkissen Ansichten


Und passend zu der frischen Fuhre Bügelhilfen, habe ich noch einen schönen "Do it Yourself" - Tipp für Euch.

Ärmelbrett aus Holz selber bauen


Vor ein paar Jahren hatte mein Göttergatte mir ein stabiles Ärmelbrett aus Holz gebaut. Es ist seither eine großartige Ergänzung zum Bügelei.

Bügelei und Ärmelbrett aus Holz

Perfekt, wenn man das Ei auflegt und man somit bequem an engere Stellen kommt- aber auch, wenn man das Brett seitlich legt und das Bügelei mit der Spitze voran in den "Kasten" steckt. Dann ist nämlich die breite Seite oben und man kann hervorragend Armkugeln etc. bearbeiten (siehe Foto oben)

Die Anleitung für das Brett fanden wir damals in der LandLust (Ausgabe 1/2012) und auch wenn die Print Ausgabe des Heftes lange vergriffen ist, habe ich eine gute Nachricht für Euch:
Im Online-Archiv von LandLust findet Ihr die Anleitung noch zum freien Download.
Neben dem Ärmelbrett ist auch noch der Bauplan für einen tollen Bügeltisch und ein handliches Tischbügelbrett in der .pdf

Bügelei Schneiderherz Detail


Donnerstag, den 28.02.2019 ab 20:00 Uhr werden wieder frische Bügeleier im Shop zu finden sein. 

 

Die Stückzahl ist wie immer begrenzt und ich bitte um Verständnis, dass ich keine Reservierungen oder Vorbestellungen annehme. Es gilt also: Wenn weg, dann weg!

Nach genau 22 Minuten war der Spuck vorbei und alle Bügeleier waren verkauft.
Herzlichen Dank für die rege Nachfrage. Ich bin ganz überwältigt!

Alle, die diesmal kein Ei abbekommen haben oder für die nicht das Richtige dabei war:
Bitte habt ein wenig Geduld. Ich habe nur zwei Hände und jetzt brauch ich erstmal eine kleine "Legepause" ;)



Viel Spaß beim Bügeln!





Donnerstag, 13. Dezember 2018

Ein Parkplatz für Nähmaschinennadeln

Plotter Freebie Nadelparkplatz

Edit am 13. November 2019:
Leider habe ich beim Überarbeiten dieses Beitrages zweimal falsch geklickt und er war komplett gelöscht...
Aber es gibt ja eine "New Edition" meines Nadelparkplatzes- KLICK HIER
Dort könnt Ihr Euch die Plotterdatei downloaden und Euch auch so ein praktisches Nadelkissen für Nähmaschinennadeln nähen.

Sonntag, 4. November 2018

Tasche Dany von Machwerk

Ich habe eine neue Tasche fertig.
Endlich, kann ich nur sagen, denn die Tasche lag ein Jahr zugeschnitten herum und wartete auf Vollendung. Letzte Woche war es dann endlich soweit und ich habe sie mir auf dem Nähdeerns-Nähwochenende vorgeknöpft. Mit der ausführlichen Bilderanleitung von Frau Machwerk auf dem iPad ging das Nähen wirklich gut von der Hand. Wie bei Machwerk gewohnt, führen einen die Fotos Schritt für Schritt sicher Richtung Ziel. Als ich den Boden einsetzte, hakte es allerdings etwas, denn mein Vorderteil war irgendwie ein gutes Stück zu groß. Irgendwo musste sich bei mir ein Fehler eingeschlichen haben, als ich die seitlichen Reißertaschen genäht habe.
Wenn ich noch eine Dany nähe, werde ich der Sache auf den Grund gehen. Bei dieser Tasche habe ich die Mehrweite jetzt beherzt auf der Gesamtstrecke verteilt und die leichte Wölbnung unten fällt  im Tragealltag nicht weiter auf.

Tasche Dany mit Ankermotiv Ansichten

Meine Dany ist sehr schlicht- ich habe auf die extra Riegel über den offenen Außentaschen verzichtet und einzige Zierde ist das Ankermotiv auf der Vorderseite.
Eigentlich hatte ich dort ein Siebdruckmotiv vorgesehen. Doch nach dem Drucken zeigte sich, dass das relativ filigrane Bild völlig im groben Stoff verschwand. Da hätte ich schon in Weiß drucken müssen, damit es sichbar würde, doch so auffällig wollte ich es dann auch wieder nicht...

Maritimes Plottermotiv


Ich hatte im Vorrat noch einige Plottermotive und so bekam das neu zugeschnittene Vorderteil einen Anker aufgebügelt. In Samtoptik aus Flockfolie wäre vielleicht noch netter gewesen, aber auch mit der matten Flexfolie bin ich zufrieden.

Detail Tasche Dany Anker Plottmotiv und Metallteile

Dany ist wirklich ein tolles Taschenmodell. Ich mag die vielen Taschen und die beiden seitlichen Reißertaschen bieten sogar die Möglichkeit, sich eine Mufftasche zu nähen.
Mal sehen, ob ich bei der nächsten einfach weichen Plüsch als Taschenfutter nehme- dann kann man beim Einkaufsbummel die Tasche auch mal vorm Bauch tragen und die Hände weich und warm vergraben.

Tasche Dany von Machwerk Details der Reißertaschen

Das einzige was zu meinem Taschenglück jetzt noch fehlt, ist ein Schieber, um den Träger verstellen zu können. Der war in "Gunmetal" grad nicht lieferbar, aber er ist ja auch nachträglich einfach anzubringen.

Wenn ihr noch mehr schöne Versionen der vielseitigen Tasche sehen wollt, dann bemüht einfach mal die Google Bildersuche. Da ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

Und, was für Taschen mögt Ihr so? Gerne auch eine mit vielen Extrataschen und Innenfächern, um alles einigermaßen geordnet zu verstauen? Oder seid Ihr eher der Typ: Hauptsache groß und einfach alles rein?!






Meine Materialquellen zu Eurer Information:

Schnittmuster: Tasche Dany gekauft bei Machwerk
Stoff: Gut abgelagerter Polsterstoff, den ich noch vom Wohnwagenpolster nähen übrig hatte - gekauft bei Stoff & Stil
Reißer in der Farbe "Gunmetal": gekauft bei Wittsich
Metallteile Gunmetall: Gekauft bei Snaply

Sonntag, 12. August 2018

Schutzumschlag für Schulbücher aus Wachstuch - ein Tutorial zum Schulanfang


Die großen Sommerferien neigen sich langsam dem Ende und mit dem neuen Schuljahr heißt es für viele nun wieder: Die neuen Schulbücher müssen eingebunden werden!
Stapel von geliehenen Büchern brauchen einen haltbaren Schutzumschlag und damit sich Aufwand und Kosten in Grenzen halten, habe ich für alle Selber-Näher ein kleines Tutorial gemacht.
Ihr findet es auf dem BERNINA Blog.


Diese Einbände aus Wachstuch sind wirklich superschnell und einfach genäht. So erhält jedes Schulbuch eine maßgefertigte strapazierfähige Schutzhülle und kann die Abenteuer des Schulalltags sicher überstehen.

Ich wünsche allen Schülern und Eltern einen guten Start in ein schönes Schuljahr!






Dienstag, 31. Juli 2018

Kleiderliebe – mein kleines Schwarzes

Der Sommer ist in diesem Jahr endlich mal ein Sommer, der den Namen wirklich verdient. Sonne satt und jeden Tag perfektes Wetter, um luftige Kleider oder Röcke zu tragen.
Und nun ist ein neues Kleid in meinem Schrank eingezogen, mit dem ich überglücklich bin.

Kleidersommer 2018


Sonntag konnte es auf einer sommerlichen Party zeigen, dass chic und luftig sehr gut zusammen geht. Der Schnitt ist ein altes Schätzchen, der hier schon Ewigkeiten liegt, doch nie genäht wurde.
Burda N7517 - ein ärmelloses, ungefüttertes Sommerkleid mit Falten in der Taille, die nach oben und unten aufspringen. Auch am U-Bootausschnitt springen vorn Falten auf und geben dem Kleid eine raffinierte Silhouette (Leider ist das Schnittmuster „out of print“ - der Schnitt ist von 2010)


Ich habe mein Kleines Schwarzes aus feinerem Leinen genäht in Gr. 40 ohne Anpassungen. Erst war ich etwas ängstlich, dass die Falten komisch fallen, aber wenn man darauf achtet, die Faltenbrüche NICHT einzubügeln, sondern nur die Nähte wie angegeben zur Seite bügelt, dann legt sich das Kleid wunderbar um den Körper. Anfangs kratze mein Leinenstoff leider ganz furchtbar und ließ die typische Leinenkühle sehr vermissen. Aber nach 10 Minuten Tragen hatte sich das Problem von selbst gelöst - nichts kratzte mehr und ich konnte die Feier sehr genießen.


Schlicht, aber nicht langweilig


Das Kleid ist so in uni wunderbar puristisch- aber es ist bestimmt auch großartig aus einem schönen Baumwollsatin mit Druckmotiv. Ein perfektes Webwarenmodell, das zwar figurbetont ist, aber trotzdem super bequem.
Übrigens habe ich ein klein wenig „unsichtbare Detailliebe“ beim Nähen aufgebracht. Der Beleg ist mit Kontrastgarn und Zierstichen betont- wer einen Blick auf das Innenleben werfen mag- auf dem Bernina Blog stelle ich das Detail näher vor: BERNINA-BLOG


Und, ist 2018 für Euch auch DER Kleidersommer? Sind neue Modelle sommerlichter Garderobe in Euren Schrank eingezogen oder konntet ihr endlich mal wieder Schätzchen hervorholen, für die die letzten Jahre einfach zu verregnet waren?!)






Mittwoch, 4. Juli 2018

Crash Stoff kann sehr tückisch sein

Mein neustes Teil im Kleiderschrank, hat mir mal wieder klar gemacht, wie stark die Wahl des Materials sich auf das Endergebnis auswirkt.
Ich hatte mir einen hübschen Baumwollstoff in gekauft: Feine Streifen in grau-weiß, mit gecrashter und leicht körniger Stuktur. Ein richtiger Sommerstoff, sehr leicht und luftig, den ich einfach zu schön fand, um nicht ein Stück davon zu kaufen.

Manchen Stoff muss man eben einfach haben.


Daheim war ich erst etwas ratlos, was ich überhaupt davon nähen sollte, denn auch nach der Wäsche behielt der Stoff seinen eher steifen Fall- von daher ein guter Stoff für eine etwas sportliche Hemdbluse. Aber für solch eine Bluse war er mir dann doch zu dünn und transparent...Und irgendwie Stand mir der Sinn auch eher nach etwas unkompliziert sommerfluffigem...

Da ich von der Bluse "Frau Yoko" schon Varianten in diversen Stoffqualitäten gesehen hatte, die mir eigentlich alle gut gefallen hatten, entschied ich mich dann am Ende für das Modell mit der markanten Rückenfalte.
Aus Viskose hatte ich mir ja schon eine Yoko genäht: Frau Yoko ohne Schulterpasse

Der Zuschnitt vom Crash dauerte etwas länger, weil man besonders sorgsam legen und stecken muss- aber genäht war die Bluse dann sehr schnell.Doch die Anprobe war dann sehr ernüchternd. Die schlichte Vorderfront wirkte in dem feinen Streifenstoff einfach trist. Die Streifen verschwammen zu einer großen grauen Fläche, ohne jeden Pfiff. Da nutzte es auch nichts, dass die Rückenansicht mit der quergestreiften Passe und der Falte wirklich hübsch war. Dazu kam, dass der Crashstoff  "immer mehr" wurde. Sobald man die Bluse anzog, gaben die feinen Falten nach und das ganze wurde leierig weit.
So ein steifer Crash aus Baumwolle ist also nicht nur beim Zuschnitt tricky, sondern er sorgt auch danach noch für so einige Überraschungen.

Da half nur der Griff zur Schere


Frau Yoko Bluse als Jacke

Ich habe die vordere Mitte aufgeschnitten und dort insgesamt vier Zentimeter Weite weggenommen. Danach habe ich den Halsauschnitt zu einem dezenten V-Auschnitt nachgeschnitten und zum Schluss die Kanten mit einem Schrägstreifen eingefasst.

Crash Stoff - Pimp my Frau Yoko - selbstgenäht

Et Voila!


Jetzt habe ich ein Blusenjäckchen- perfekt für laue Sommerabende.
Ich mag solche Teile wirklich sehr und merke immer wieder, dass ich bevorzugt zu der Kombi "Shirt + passendes Jäckchen" greife. Vielleicht liegt das daran, dass so eine Kombi den Körper mehr umspielt und nicht das betont, was ich nicht betont haben möchte, seit ich das Fitnessstudio schwänze... ;)

Wie ist das denn bei Euch?
Seid ihr totale Blusenfans und tragt sie ganz klassisch? Oder auch lieber mit Top und offen? Mögt ihr Oberteil-Kombinationen oder tragt Ihr lieber Solisten?
Ich bin gespannt.






Heute ist der erste Mittwoch im Monat und es ist MeMadeMittwoch. Schaut doch mal vorbei

Donnerstag, 24. Mai 2018

Tutorial Paspel nähen

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Wollt Ihr wissen, wie ihr mit der Overlock ganz einfach und schnell Paspelband selber machen könnt?!

Dann schaut doch mal auf dem Bernina Blog vorbei.
Dort habe ich ein kleines Tutorial dazu gemacht und zeige, wie ich meinen Vorrat an hübschen Zierbändern auffülle...


Hier geht es zum Tutorial "Paspelband mit der Overlock nähen" 

 

Viel Spaß beim "Paspeln"




Dienstag, 22. Mai 2018

Beleg untersteppen - ein kleines Tutorial

Gestern habe ich Euch mein neues Top vorgestellt. Die Auschnittkanten sind mit Belegen verarbeitet und heute gibt es passend dazu eine kleine Anleitung, wie ihr ganz easy auch so saubere Kanten verstürzen könnt.

Übersicht Technik Beleg untersteppen

Bevor es ans "Untersteppen" geht, noch ein paar grundsätzliche Dinge zur Belegverarbeitung:
Es ist ganz wichtig, den Beleg exakt zuzuschneiden und ihn mit einer dünnen Bügeleinlage zu verstärken (ich verwende gern die H180) in perfekter Form zu halten. Fakt ist nämlich, dass Ausschnittkanten wärend der Verarbeitung gerne mal etwas ausdehnen und wenn dann auch noch der Beleg aus der Form gerät, dann habt ihr am Ende einen verzogenen und ausgedehnten Ausschnitt. Und das will doch keiner, oder?!
Bei besonders flatterigen Stoffen kann es einfacher sein, ein größeres Stück Stoff vollflächig mit Einlage zu bebügeln (auch hier unbedingt darauf achten, den Stoff nicht zu verziehen)- und erst anschließend den Beleg auszuschneiden.

Gehen wir jetzt also davon aus, Ihr habt alles vorbereitet und seid nun soweit den Beleg rechts auf rechts an Eure Auschnittkante zu stecken...

Montag, 21. Mai 2018

Mein neues Top oder 'Wie bändigt man einen Beleg?'

Flensburg wird derzeit von einer herrlich sommerlichen Wetterphase verwöhnt und passend zum Sonnenschein möchte ich Euch heute mein neues Oberteil vorstellen.

Das Top Merselo von Schnittquelle


Top Merselo Schnittquelle Webware

Ein Schnitt mit dem Potenzial, mein Lieblingsschnitt zu werden.
Puristisch- aber mit raffniertem Detail- denn Vorder-und Rückenteil des Tops zieren breite abgesteppte Querfalten. Besonders bei einfarbigen Stoffen kommen diese Falten gut zur Geltung und verleihen dem schlichten Oberteil das "gewisse Etwas".

Genäht habe ich Merselo in Gr. 40 - keine Änderung, einzig den Hüftbogen habe ich etwas abgeflacht. Die Auschnittkanten werden sauber mit Belegen verarbeitet- das freut das Nähnerd-Herz.
Details zur Verarbeitung - auch die der Falten- finden sich in einer Fotoanleitung auf dem Schnittquelle-Blog Dort gibt es übrigens jede Menge weitere Verarbeitungstipps und Anleitungen für  die schönen Schnittmuster aus Freiburg.

*Das Schnittmuster durfte ich mir aussuchen – es wurde mir von Schnittquelle zur Verfügung gestellt. 

Top mit Querfalten Schnittquelle

Besonders schön finde ich es, dass die Auschnittkanten ohne zusätzliche Absteppungen auskommen. Der Beleg bleibt auch ohne sichtbare Naht brav auf der Innenseite und blitzt nicht an den Kanten hervor.

Wer von Euch noch nicht so oft eine Belegverarbeitung gemacht hat, wird sich vielleicht fragen, wie man es hinbekommt, dass die Auschnittversäuberung so sauber wird.
Zwar gibt es mittlerweile schon viele Schnittmuster, die mit Belegen arbeiten- aber in den Anleitungen wird oft nicht genau darauf eingegangen, was man beachten muss und wie es richtig geht. Leider gibt es dann stattdessen sogar wahnwitzige Vorschläge, wie z.B. den Beleg festzukleben, sollte er hervorblitzen...

Wichtig beim Beleg ist erst einmal der genaue Zuschnitt; dann eine feine Bügeleinlage, die verhindert, dass sich der Beleg verzieht. Nach dem sorgsamen Annähen ist das Einklipsen und zurückschneiden der Nahtzugaben unablässig und wenn das geschafft ist, dann gibt es eine Sache, die die Belegverarbeitung perfekt macht:

Das Untersteppen


In meinem Lehrbetrieb wurde der Vorgang "Zurücksteppen" genannt und im englischen heißt der Arbeitsschritt "Understitch". 
Gemeint ist damit, dass man die Nahtzugabe des Auschnittes am Beleg feststeppt und somit dafür sorgt, dass die Belegkante auf der Innenseite bleibt. 
Das klingt jetzt wahrscheinlich erstmal nicht besonders einleuchtend - aber ich habe ein kleines bebildertes Tutorial vorbereitet...

EDIT: Das Tutorial findet Ihr jetzt HIER - viel Spaß damit!


Ich wünsche Euch einen guten Start in die verkürzte Nach-Pfingstwoche!





Donnerstag, 17. Mai 2018

Jerseymantel Zsazsa – Basicteil im Doppelpack

Ich mag Kleidung ja puristisch und ich liebe monochrome Farbwelten.
Da lag es nahe, meinen Kleiderschrank mit zwei universellen Basics zu ergänzen.

Mein neues Duo in Hellgrau und Schwarz 


Jerseymantel in Hellgrau und Schwarz Basic


Zsazsa von Susalabim ist ein schlichter Schnitt für einen Jerseymantel. Ich habe ihn ja schon einmal in einer Pusteblumen-Variante genäht und habe auch noch eine Version aus schwarzem Baumwolljersey. Die gemusterte Version trage ich (trotz Muster) liebend gern und ich habe auch nicht mehr das Gefühl, es sieht nach Bademantel aus... Die schwarze Variante ist nicht ganz so geliebt, weil sich zeigte, dass das Material furchtbar leiert. Direkt nach der Wäsche ist noch alles prima- aber nach kurzer Tragezeit beulen die Ellenbogen und am Ärmelsaum ist alles schlabberig weit. Da fehlt einfach kleiner Anteil Elastan im Stoff. Den Mantel trage ich deshalb jetzt nur noch als schluffiges Sofateil.

Meine beiden Neuen hier habe ich nun aus Romanit genäht. Ich hatte den Stoff bei einer Nähfreundin befummelt und fand die Haptik und Optik toll. Dazu noch ein unschlagbarer Preis- somit habe ich gleich was davon online geordert. Doch bei der Lieferung gab es dann einen kleinen Dämpfer…


Ich hatte überhaupt nicht auf die Materialzusammensetzung geachtet.

 

Selbstgenähte Mode- Jerseymantel puristisch

Der Stoff ist zwar schön- aber besteht zum größten Teil aus Polyester. Ich bin da jetzt nicht so empfindlich, was das Tragen angeht- doch ich fürchte, dass der Stoff sehr schnell seine Optik einbüßt. Die Kunstfaser neigt leider gern zu fieser Pillingbildung und ich möchte ja keine Wegwerfmode nähen.
Aber ich bin wirklich selber schuld- ich hätte bei dem Preis ja stutzen müssen. So kopflos werde ich auf jeden Fall nicht mehr kaufen- möchte ich doch, dass mich meine Kleidungsstücke eine ganze Weile begleiten. Mal sehen also, wie lange mir meine zwei Polytierchen treue Dienste leisten, bevor sie unansehnlich werden. Vielleicht hab ich ja Glück.

 
Trotz allem mag ich nämlich das Ergebnis- der Stoff ließ sich gut verarbeiten und fällt auch richtig schön. Der Schnitt war keine große Herausforderung und die zwei Mäntel wirklich schnell vollendet. Ich habe Größe 38 genäht und die Rückenabnäher weggelassen. An den Seitennähten habe ich Schlitze eingearbeitet.
Zum hellgrauen Mantel trage ich übrigens das Shirt von HIER und diese Hose.

Der schwierigste Part an diesem Projekt waren jetzt am Ende die Bilder für den Blogbeitrag. Ich mache die Fotos ja fast immer als Solonummer und diesmal klappte die Verbindung zum Smartphone nicht. Also musste das iPad und der 12-Sekunden Timer herhalten, was die Sache manchmal etwas langatmig machte und am Ende zu leicht albernen Anwandlungen führte…

Aber Bloggen soll ja auch Spaß machen, oder?!


Spaß am Bloggen- Fotosession Nähblog



Also- verliert vor lauter DSGVO nicht den Spaß am Internet und lasst Euch die die Freude am Bloggen nicht nehmen...
Schönen Start ins Pfingswochenende!

 




Freitag, 4. Mai 2018

Frau Yoko ohne Schulterpasse

Das Schnittmuster Frau Yoko aus dem Hause Fritzi Schnittreif gehört in der Nähbloggerwelt ja zu den absoluten Klassikern…
Schon oft habe ich verschiedene Versionen der hübschen Webwaren-Bluse mit der markanten Rückenfalte bewundert, doch erst jetzt ist eine in meinen Kleiderschrank eingezogen. Meine Version ist aus weißer Viskose mit winzigen schwarzen Möven. Ein dezent maritimes Motiv, dem ich einfach nicht widerstehen konnte – obwohl ich ja sonst Uni bevorzuge. Der Stoff ist viskosetypisch schön fließend und fühlt sich ganz wunderbar an.

Doch die Farbe hat so ihre Tücken.


Weiße Stoffe haben immer eine gewisse Transparenz. Und somit schimmert auch hier bei jeder doppelten Lage das schwarze Druckmotiv durch. An den Nähten und Saumkanten stört mich das nicht - aber Frau Yoko sieht eine doppelte Rückenpasse und einen Beleg vor. Und da hätte es mich einfach gestört. So habe ich bei meiner Version einfach auf die Schulterpasse verzichtet und die Kellerfalte im Rücken schon am Halsausschnitt aufspringen lassen. Und statt Beleg habe ich den Ausschnitt ganz dezent mit einem schmalen Schrägstreifen verstürzt.

Bluse Frau Yoko Viskose ohne Schulterpasse
Nun ist meine Bluse im Schulterbereich/Rücken natürlich durch diese Änderung üppig weit. Zunächst wollte ich diese Weite am Saum „auffangen“ und dem Ganzen mit einem schmalen Gummi am Saum etwas Blouson-Form verpassen. Aber das eingezogene Gummiband war nach einem kurzen Blick in den Spiegel ganz fix wieder aus dem Tunnel gezupft.

Manchmal muss man eben erst mal machen, um zu erkennen, dass eine Idee wirklich doof war…

 

Viskosebluse Fritzi Schnittreif Frau Yoko Rückenfalte ohne Passe

Schnitt: Frau Yoko in Größe M von Fritzi Schnittreif (gekauft online und tatsächlich mal wieder einen DinA4 Schnitt geklebt- waren zum Glück nicht so viele Seiten...)
Stoff: 100% Viskose (gekauft bei Jippel Husum) 

Ich freue mich darauf, wenn ich das neue Oberteil mit leichter Sommergarderobe kombinieren kann. Für die Fotos musste jetzt noch die (gekaufte) Jeans herhalten - mal sehen, wohin die Temperaturen in den nächsten Tagen klettern.
Ach ja- ob ich die Ärmellänge ein wenig kürzen werde, entscheide ich noch. Auch dort hatte ich Gummizug geplant- aber auch dort war das eine richtig blöde Idee. Die perfekte Länge soll mir jetzt lieber mal der Alltag zeigen.


Und, geht es Euch auch oft so, dass ihr eine Idee hattet, die Euch genäht dann doch nicht so gefällt?! Mir passiert das ziemlich oft und auch wenn es erstmal nervig ist, wachsen beim Probieren dann die Details, die ein Nähwerk zu einem Lieblingsstück werden lassen. 



Donnerstag, 8. März 2018

Overlocknaht trennen - gewusst wie!

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Jeder, der mit der Overlock näht, kennt bestimmt den Moment, wenn man feststellt: Verflixt! Das war nicht richtig. Diese Naht muss wieder auf...
Da die Overlocknaht aus bis zu vier Fäden besteht, kann das Trennen schnell zum Frustthema werden. So manch einer greift dann zur Schere und schneidet einfach die komplette Naht ab. Aber oft ist es nicht möglich (bzw. absolut nicht sinnvoll) die Nahtbreite und somit auch die Zugabe zu opfern.

Deshalb trenne ich eine Overlocknaht lieber auf.

 

Und wenn man ein paar Dinge beherzigt, dann ist das auch gar nicht schlimm und geht wirklich schnell von der Hand.

Overlocknaht trennen Tutorial easy

Für den Bernina-Blog habe ich dazu jetzt ein kleines Tutorial geschieben und zeige Euch dort Schritt für Schritt, wie ihr der Overlocknaht zu Leibe rücken könnt (und das ganz schnell und ohne lästiges Fadengefussel).
Schaut doch mal vorbei- ihr findet den Beitrag HIER

Und- wie handhabt Ihr das? Habt Ihr auch eine Lieblingstechnik, die sich für Euch bewährt hat oder geht es bei Euch "Quick&Dirty"per Schere, weil Euch das Trennen bisher zu lästig war?!
Ich bin gespannt...




Donnerstag, 15. Februar 2018

Mustermix- ein Versuch und das Fazit


Ja, doch- ich mag Mustermix!
Es gibt so tolle Stoffserien, die aufeinander abgestimmt sind und es gibt im Netz so schöne Beispiele, wo Selberschneiderinnen großartige Kleidungsstücke in Mustermix gezaubert haben...

Nun habe ich aber schon vor längerer Zeit festgestellt, dass ich eher ein UNI-Typ bin...
Nicht, dass ich nicht auch ein paar gemusterte Sachen im Schrank habe- aber das ist doch eher die Ausnahme. Unbunt, uni, einfarbig- das ist bei mir die sichere Nummer- da fühle ich mich wohl.

Aber ab und an, da lässt man sich verführen und so konnte ich nicht widerstehen, als der Schnitt Jacke Beuron* von Schnittquelle rauskam.
Im Designbeispiel auf dem Cover aus tollen schwarz-grauen Strickjaquards genäht, gefiel sie mir sehr - diese tolle Unterteilung, leicht tailliert- klasse! Muss ich haben!

Doch als ich zum Stoffkauf loszog, kamen Zweifel auf. Solche Jaquardstoffe sind ja nicht gerade Schnapper und aus meinem Unterbewusstsein sickerten Zweifel, ob ich so eine "Patchworkjacke" wirklich glücklich und voller Überzeugung in meine Garderobe aufnehmen würde.
Und ob mir die Passform des Schnittes überhaupt gefällt...

So griff ich also lieber erst einmal zu preiswerterem Sommersweat. Damit könnte prüfen, was evtl. am Schnitt zu ändern wäre und wie ich so mit Mustermix klar komme. Nun, Mustermix ist bei meiner Stoffwahl jetzt etwas übertrieben- man kann hier eher von Colour-Blocking sprechen ;)

Hier also meine Sommersweat-Kapuzenjacke


Ich habe Gr. 40 genäht und trotz meiner 178cm Körpergröße am Schnitt nichts geändert.
Die Schnittführung ist wirklich raffiniert- die Teilungsnähte übernehmen die formenden Aufgaben, die sonst Abnäher hätten. Die leichte Taillierung gefällt mir sehr und die vielen Ecken und Stellen, an denen die Teile passgenau zusammengesetzt werden müssen, sind genau das richtige für mein #slowsewing-Herz.

Freitag, 9. Februar 2018

#nähliebe

Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten
 
Optisch sehr ansprechend gestaltet, mit dem Titel "Kommt Zeit, kommt Naht" und dem Hashtag #nähliebe auf dem Cover- so macht der Topp-Kreativ den Nähnerd schon mal neugierig...

Nähbuch #nähliebe Kommt Zeit, kommt Naht

Kommt Zeit, kommt Naht. 
#nähliebe: Näh die schönsten Designs von Nähbloggern und Stoff-Profis.
  • Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
  • Verlag: Frech; Auflage: 1 (17. Januar 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3772481302
  • ISBN-13: 978-3772481307
  • Preis: 19,99€
Acht Autoren steuern 24 Nähprojekte und Anleitungen bei und lassen jeweils auf einer kleinen Steckbrief-Seite einen (klitzekleinen) Einblick in ihre Nähwelt werfen.

Sonntag, 7. Januar 2018

Nähkalender 2018 - Gratis Druckvorlage

VERSION 2021 FÜR EUCH. 

KLICK AUFS BILD.


 

 
Für das Jahr 2017 hatte ich Euch die Druckvorlage für einen Nähkalender gestaltet...
Ein A4 Kalender, der Platz für Eure Nähplane bot und mit dem ihr am Ende des Jahres Euren Nähfleiß Revue passieren lassen konntet. Wenn ihr denn brav durchgehalten habt. Ich muss gestehen, ich bin nach drei Monaten kläglich gescheitert... Durch mein aufregendes Makerist-Filmdreh-Abenteuer hatte ich den Kalender schlicht in einer Schublade vergessen...

Nun erreichte mich gestern die nette Mail einer Leserin, die freundlich anfragte, ob es vielleicht auch für 2018 wieder solch einen Kalender geben würde. Sie hatte den Kalender nämlich gern genutzt und weil sie vielleicht nicht die einzige war, gibt es heute die aktualisierte Druckvorlage für 2018 für Euch alle.

Näh-Kalender Druckvorlage Gratis A4


Die Seiten ausdrucken und anschließend die Blätter mit einem Spiralbinder zusammenfügen. Die Seiten sind- ganz Schneiderherz- wieder in SW- und lassen Euch Platz für Eure eigene (farbige) Gestaltung.
Ich verwende übrigens solch einen einfachen Spiralbinder von Peach* Ich finde diese silbernen Metallspiralen sehr viel schöner und edler als die Plastikbinder, die man ab und an beim Discounter bekommt und habe schon viele Dinge hübsch damit gebunden.

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Kalender Nähprojekte Gratis Druckvorlage 2018

Ich wünsche Euch viel Freude mit dem Kalender im neuen Nähjahr.
Der Kalender ist ein Geschenk für meine Leser und nur für den privaten Gebrauch bestimmt. wenn Ihr die Idee mögt und weitergeben wollt, dann teilt bitte diesen Blogbeitrag und pinnt ihn eifrig ;)