Donnerstag, 3. Dezember 2020

Köstliche Orangen-Hugo Marmelade und dazu hübsche DIY-Anhänger

In diesem Blogbeitrag wird es weihnachtlich, denn ich kann Euch mein erstes Geschenk für die Mitstreiterinnen beim diesjährigen #adventskalendervergnügen zeigen. 

Heute gab es ein Glas fruchtiges Orangengelee mit einer leichten Note Holunderblüte. Eigentlich ja eher eine sommerliche Geschmacksrichtung, aber ich finde, etwas fruchtig Frisches schmeckt auch zum Weihnachtsfrühstück köstlich.
Das Rezept ist denkbar einfach: Hochwertiger Direktsaft aus der Kühlabteilung und ein guter Schuss Holunderblütensirup werden mit 1:2 Gelierzucker verkocht, in hübsche Gläser gefüllt und nett dekoriert. Als Verpackung habe ich ein Stück Tapetenrest verwendet. Das feste Material ließ sich prima um die Gläschen falten und dank Paketschnur konnte ich auf Tesafilm verzichten. 

Kaltporzellan

Für die Zahlenanhänger habe ich das erste Mal mit weißem Salzteig gearbeitet und ich muss sagen, ich bin ganz begeistert. Es lässt sich kinderleicht herstellen und verarbeiten und das Ergebnis überzeugt. Auf diese Art lassen sich nicht nur Geschenkanhänger, sondern auch hübscher Baumschmuck zaubern.
Ich habe im Netz viele verschiedene Rezepte gefunden, die meisten für recht große Teigmengen. Da ich zum Ausprobieren erstmal klein anfangen wollte, habe ich mein dl-Maß aus Schweden verwendet und nur die Mengenverhältnisse übernommen. Das ging prima.
1,0 dl Natron und 0,5 dl Speisestärke vermischen. 0,75dl Wasser in einen Topf geben und das Pulver sorgsam einrühren. Weiter rühren und die Masse vorsichtig erhitzen, bis das ganze wie Muttis Kartoffenpüree aussieht. Etwas abkühlen lassen. Wenn man den Teig anfassen kann, mit den Händen zu einer Kugel formen und auf die gewünschte Stärke ausrollen. Ich habe den Teig nicht abkühlen lassen, denn lauwarm war er am geschmeidigsten. Dann mit beliebigen Ausstechern Formen stanzen und wenn gewünscht noch mit einem Stempel prägen. Die Formen flach liegend gut durchtrocknen lassen. Ich habe meine Sterne einfach drei Tage ins Gästezimmer gestellt. Dann waren sie perfekt und ich konnte damit die Verpackung meiner kleinen Geschenke vollenden.

Vielleicht habt Ihr nun ja Lust bekommen, noch ein paar Gläser leckere Marmelade zu kochen. Glaubt mir, sie ist wirklich super lecker und nicht nur zum Verschenken toll. Oder Euch kribbelt es in den Fingern, neuen DIY- Weihnachtsschmuck zu zaubern. Nur zu, weißer Salzteig ist ein tolles Material und das Ergebnis ist wirklich richtig schön.

Startet in eine schöne Adventszeit, bleibt gesund und hoffnungsvoll!





Montag, 16. November 2020

Besonderem Stoff reicht ein schlichter Schnitt

In meinem Kleiderschrank findet sich kein Bunt und nicht viel mit Musterung. Auch wenn ich mittlerweile meine Liebe zu Streifenstoffen entdeckt habe, ist es sonst gern uni bei mir. Aber Einfarbig muss ja nicht langweilig sein, denn manchmal findet sich ein toller Stoff, der über seine Struktur für einen Blickfang sorgt.

Jaquard-Jersey

So auch der Stoff für meinen neuen Jerseymantel: Ein Coupon vom Stoffmarkt-Wühltisch, ein kleiner Glücksgriff. Die Brennprobe ergab Baumwolle (evtl. Viskose) mit etwas Kunstfaser. In das freundliche Grau und die toll stukturierte Oberfläche habe ich mich gleich verliebt, doch bis zur Verarbeitung sollte noch einige Zeit vergehen.

Reifezeit

Leider war das Stück nicht all zu groß und die Warenbreite durch sehr seltsame Kanten arg eingeschränkt. So schieden einige erst angedachte Projekte aus. Doch irgendwann fiel mir der Schnitt ZsaZsa von Susalabim wieder in die Hände. Davon hatte ich im Lauf der Zeit schon vier Versionen genäht (siehe HIER) und mit etwas kreativem Schnittmustergeschiebe konnte ich aus dem knappen Stoff den Mantel in Gr. 38 zuschneiden. Genäht war er dann ganz fix und so kann ich ihn Euch jetzt glücklich präsentieren:

ZsaZsa Jaquard Jersey

Ich habe wie immer die Rückenabnäher weggelassen und diesmal auch auf die Seitenschlitze verzichtet, die ich bei meinen anderen Versionen zugefügt hatte. Der schlichte Schnitt und der so interessant stukturierte Jaquard passen perfekt zusammen. Ich finde nämlich, ein Stoff, der schon für sich ein Blickfang ist, braucht gar nicht viele Schnittmuster-Raffinessen. Je weniger Nähte das Muster unglücklich zerteilen, umso besser.

Kombination Strickmantel ZsaZsa

Schade, dass es nicht viel häufiger einfarbige Stoffe mit solch interessanter Stuktur gibt (vielleicht übersehe ich sie ja aber auch einfach...) Meist stolpere ich über Jaquards, die eher mehrfarbig oder sehr lebhaft gemustert sind und das ist dann nicht so mein Beuteschema.
Wie haltet Ihr es mit Stuktur & Co? Habt Ihr vielleicht eine tolle Quelle für solche Stoffe oder eine schöne Schnittmuster-Idee? 

Ich bin gespannt und freue mich über Eure Tipps





Mittwoch, 4. November 2020

Ringelshirt – gleich drei Varianten neu im Kleiderschrank

Ringel gehen immer und deshalb habe ich mir in unbunt gestreift, verschiedene Shirtvarianten genäht. Ich freue mich sehr über das Ergebnis und zum MeMadeMittwoch nehme ich Euch mit auf einen kleinen Streifzug durch die Neuzugänge.

Den Anfang macht ein hellgrau/weißes Oberteil. Genäht nach diesem Lieblingsschnitt, hier aber in Größe 40 und mit langen Ärmeln. Dem Saum habe ich kleine Seitenschlitze verpasst.
Fazit: Super – zwar etwas groß, dafür aber herrlich bequem. Mit den langen Ärmel ist es bei herbstlichen Temperaturen auch ohne Strickjacke warm genug.

Genähte Ringelshirts

 
Weiter geht es mit einer weiteren Variante meines persönlichen Klassikers. In schwarz/grau gestreift, diesmal wieder in Gr.38 und mit den 3/4 Ärmeln. Ich liebe das Shirt, ein toller Kombipartner zu Strickjacke und Co.

Shirts selber nähen mit Ringeln

Und zu guter Letzt, ein Kuschelshirt aus Strickjersey mit fluffigem Volumen. Den Schnitt habe ich von einem einfachen Kaufshirt abgenommen. Der Pulli trägt sich ganz wunderbar, die schlaufige Innenseite des Stoffes macht ihn kuschelig warm. Ich mag die überschnittenen Schultern und die schmalen langen Ärmel. Es wird noch weitere Versionen dieses Oberteiles geben- dann werde ich aber den Halsauschnitt  noch etwas anpassen und ihn nicht ganz so in U-Boot Form laufen lassen.

Schnittmuster vom Kaufshirt abgenommen

Und, mögt Ihr Streifen und Ringel auch so gern? Ich bin ja sonst gar kein Mustermensch, aber #streifenliebe wird hier grad ganz groß geschrieben. Ich habe noch zwei weitere gestreifte Stoffe im Vorrat, die auf Verarbeitung warten, allerdings flubberige Viskosejerseys und die verarbeite ich einfach nicht so gern, wie ich sie trage...




Donnerstag, 8. Oktober 2020

Hosenanzug mal anders: Mein Fischgrat-Duo

Das tatsächlich einmal ein zweiteiliger Hosenanzug in meinen Kleiderschrank einziehen würde, hätte ich nie gedacht. Vor allem nicht, weil eigentlich der Einzug einer herbstlichen Langbluse geplant war. Aber unverhofft kommt oft, denn ich verwarf meine ursprünglichen Nähpläne, als ich den wunderschönen grauschwarzen Fischgrat von Zuleeg auf meinem Zuschneidetisch ausbreitete. Der Hemdblusenschnitt war zwar schon vorbereitet, aber irgendwie rief die Flanellqualität nach meinem klassischen und heißgeliebten Marleneschnitt. Und als ich dann auch noch mit fleißigem Schnittmustergeschiebe den Schnitt von meiner kleinen Kastenjacke dazu quetschen konnte, war ich mehr als glücklich.

 Altbewährte Schnittmuster

 

Das Nähen ging prima von der Hand, die hochwertige Stoffqualität ließ sich klasse nähen und bügeln. Ich habe dem Stoff übrigens vor dem Zuschnitt eine sanfte Runde in der Waschmaschine gegönnt, natürlich im Wollwaschprogramm und mit Feinwaschmittel. Nach dem Trocknen und Bügeln habe ich dann den Strich des Stoffes bestimmt. Wollstoffe haben oft eine fühlbare Richtung und auch wenn sie hier nicht wirklich ausgeprägt ist, habe ich mich für entschieden, alle Teile in gleicher Ausrichtung zuzuschneiden.



 

Was und woraus?

Stoff
Herringbone Ebony von Zuleeg

Schnittmuster: 
Marlenehose: Neue Mode J22629, Schnittmuster Jäckchen: Burda 8806:
Beide 'out of print', schon oft genäht und verbloggt, u.a. HIER
Diesmal habe ich die Ärmel beim Jäckchen mit einer geschlitzten Blende verlängert.

Schnittmuster Shirt:  Frau Tina von Studio Schnittreif - HIER verbloggt

 


Was mich besondes froh an meinem neuen Zweiteiler macht, ist die Tatsache, dass beide Teile auch ganz wunderbare Solisten sind. Die Jacke ist perfekt zu Jeans & Co und der Stoff zeigt sich als angenehm wärmend. Die Marlenehose findet mit der dezenten grauen Musterung problemlos Anschluss an meine bestehende Garderobe. Die Hose hat übrigens ein Halbfutter in die Vorderbeine bekommen. Ich finde, das erhöht bei Wollhosen den Tragekomfort sehr und außerdem bleibt das gute Stück, trotz des weichen Stoffes, schön in Form.

Wenn Ihr auch einmal eine Hose mit solch einem Futter veredeln möchtet, auf dem Bernina Blog zeige ich Euch in einer bebilderten Anleitung, wie einfach das geht. Schaut unbedingt mal vorbei:

Halbfutter in Wollhose nähen

Und, ist es Euch auch schon mal so ergangen, dass Ihr eigentlich einen konkreten Plan hattet, aber dass Ihr dann beim Stoff streicheln nochmal komplett umgeschwenkt habt? Ich bin gerade sehr froh darüber. Der ursprünglich geplante Schnitt liegt nun erst mal im Schnittordner, aber wenn mir der perfekte Stoff dafür in die Hände fällt, dann gibt es auch noch die Langbluse.





 

Sonntag, 20. September 2020

Saum-Bügelhilfe – ganz einfach selbst gemacht

Viele von Euch kennen ja mein altbewährtes Helferlein, das mir seit Jahren das Umbügeln von gleichmäßigen Saumzugaben und Kanten erleichtert. Ich hatte im Jahr 2017 schon eine überarbeitete Variante gezeigt, ihr findet den Beitrag mit meinen vielen Versuchen zur Optimierung hier: Versuch macht klug. Doch gestern hat sich dann tatsächlich herausgestellt, es geht viel schneller und besser.

Warum einfach, wenn es umständlich geht?

Ich habe endlich mal einen Bogen SnapPap bedruckt. Diese Variante hatte ich immer ausgelassen, weil der damalige Versuch mit einfacher Pappe nicht von Erfolg gekrönt war. Doch es zeigt sich, dass SnapPap die Farbe des Tintenstrahldruckers auch unter viel Dampf gut hält. Direkten Wasserkontakt meide ich jedoch- aber normal braucht es den beim Umbügeln von Kanten ja auch nicht.


Ich habe für meine frische Variante eine neue Druckvorlage erstellt. Wieder ergibt ein DinA4 Ausdruck zwei praktische Saumbügelhilfen. Die Linien sind etwas feiner und die Beschriftung etwas dezenter. Ihr könnt die pdf Datei "hier" klicken downloaden. Achtet beim Ausdrucken darauf, dass ihr nicht skaliert und verwendet den Fotopapierschacht. Ich habe übrigens die nicht so stark strukturierte Seite des SnapPaps bedruckt.

Ich hoffe, das Freebie gefällt Euch und Ihr habt Freude mit diesem wirklich praktischen Nähgadget. Mit der Schneiderherz-Bügelhilfe ist das gleichmäßige Umbügeln von Zugaben ganz ohne lästiges Messen kinderleicht.

 




Ich freue mich natürlich, wenn Ihr mein Freebie fleißig teil und pinnt. Nutzt dafür doch gerne dieses Bild :)




Sonntag, 30. August 2020

Schwedische Kaffepause und eine Bastelidee für Euch

Ich trinke gerne Kaffee und zelebriere das Tässchen zwischendurch gerne mit einem leckeren Stück Gebäck und genügend Zeit für einen Moment der Muße. Besonders schön ist solch eine Kaffepause natürlich in netter Gesellschaft mit einem kleinen Plausch- aber auch alleine kann man sich diese Auszeit schön gestalten. Lange wusste ich übrigens nicht, dass Kaffeezeit in Schweden offenbar einen ganz besonderen Stellenwert hat. 

Doch dann las ich das erste Mal von Fika

Fika ist eine soziale Institution in Schweden und Finnland. Es bedeutet die Unterbrechung einer Tätigkeit, um mit der Familie, mit Freunden oder mit Kollegen Kaffee ... zu sich zu nehmen. Eine Fika kann zwischen 15 und 45 Minuten dauern. Zum Kaffee wird oft eine Süßigkeit, Fikabröd genannt, meistens ein Süßgebäck oder Kuchen, zu sich genommen. Diese Tradition einer ausgedehnten Kaffeepause mit einer kleinen Zwischenmahlzeit ist ein zentraler Bestandteil der schwedischen Kultur... Die Fika kann auch belegte Brote oder andere, nicht süße Speisen beinhalten. Eine Fika kann in einem Café oder einer Konditorei, am Arbeitsplatz als Arbeitspause, zu Hause oder im Freien stattfinden. Als bestimmte Form des Wortes Fika kommt auch fikat anstelle von fikan vor. Allerdings ist dies lediglich von Bedeutung, wenn von der eigentlichen Pause anstelle der Mahlzeit gesprochen wird. Zusätzlich gibt es die Anwendung des Wortes fika, das den Kaffee als solchen meint, wie im Ausdruck en kopp fika als „eine Tasse Kaffee“.              *Quelle Wikipedia

Für unsere (seit Mai pandemiebedingt verschobene) Schwedenreise brauchte ich noch ein kleines Mitbringsel und da lag es nahe, etwas Kleines zu basteln und das Thema Fika aufzunehmen.


Ich gestaltete eine Textgrafik auf Schwedisch (und hoffe sehr, ich habe nicht falsch recherchiert) und ließ die Vorlage mit dem Laserdrucker ausdrucken. Der damit beauftragte Sohn war übrigens ob des Textes zunächst etwas irritiert und ich bin froh, dass ihm kurze Internet Recherche ausspuckte, dass das Ganze was mit Kaffee trinken zu tun hat...

Auf geht's

Im Keller lagen noch Holzleisten, Farbe und Fototransfer Potch und so ging es eifrig ans Schilder basteln. Ich hatte die Technik des Fototransfers übrigens schon mal ausführlich im Blog gezeigt. Ihr findet den Beitrag inkl. Nähzimmer Freebie hier: DIY Holzschild gestalten


Leider klappte der erste Durchlauf nicht so klasse. Der Untergrund war sehr glatt und ich hatte den Fehler gemacht, nicht auch das Motiv satt mit dem Transferkleber einzupinseln. Beim Abrubbeln das Papiers war dann auch der Schriftzug teilweise futsch...

Außerdem zeigte es sich, dass ich die Motive zu klein ausgeschnitten hatte. Wenn das Papier das Holz nämlich nicht ganz abdeckt, gibt es am Ende leider einen sichbaren Absatz an den Schnittkanten. Um die Pannen zu beheben, habe ich die Holzbrettchen gesäubert, die Seite nochmal abgeschliffen, lackiert und einen zweiten Versuch gestartet. Diesmal klappte es prima, ich hatte brav sowohl Holz, als auch Motiv, eingepinselt und das Papier so zugeschnitten, dass alles abgedeckt war.

 

Wenn Ihr auch Lust habt, so ein kleines Dekoschild für Eure tägliche Fika zu basteln oder wenn ihr noch eine nette Geschenkidee sucht, habe ich ein Freebie für Euch vorbereitet:
Zwei A4 Bögen mit je 5 gespiegelten Motiven direkt zum Ausdrucken. Einmal "But first, Fika" und dann die schwedische Version "Men först, Fika".

Downloadlink bei Dropbox

Die Zutaten, die Ihr für den Fototransfer braucht, findet ihr HIER beschrieben und verlinkt.

Viel Freude beim Nachbasteln!




Mittwoch, 5. August 2020

Kombinieren leicht gemacht – mit dem richtigen Basic-Shirt

Ich trage wirklich gerne Oberteile aus Jersey. Aber wenn es um das Nähen geht, gehört die elastische Maschenware nicht zu meinen Lieblingen. Bei schlichten Basicteilen habe ich deshalb gerne zu fertigen Kaufshirts gegriffen. Doch das soll sich nun endlich ändern, denn ich habe ein schönes Basic-Schnittmuster für mich entdeckt. Schlicht, fix genäht und wunderbar kombifreundlich. Das perfekte Teil für eine entspannte Capsule Wardrobe. Darf ich vorstellen:

Frau Tina von Studio Schnittreif


Schnittmuster Frau Tina Basic Shirt

Genäht in Größe M, ohne Änderung. Ich mag alles: Lockerer Sitz, leicht überschnittene Ärmel und ein schöner Rundhals-Ausschnitt. Da in meinem Stoffvorrat noch drei verschiedenen Jerseyqualitäten in Uni bereit lagen, habe ich meinen Nähflow gleich ausgenutzt und bin in Serie gegangen. Der blaue Viskosejersey war etwas nervig. Extrem schlubberiger Stoff macht eben nicht wirklich Freude beim Zuschneiden und Nähen- dafür trägt er sich danach aber herrlich lässig.
Ich frage mich übrigens, warum mir das Model nicht schon früher mal aufgefallen war, denn eine Neuheit ist der Schnitt nicht gerade. Aber besser spät als nie und so freue ich mich über einen neuen Schnittklassiker für mich.

Kombipartner


Ich bin froh, dass ich mit Frau Tina ein zurückhaltenes Oberteil gefunden habe, das sowohl zu Jeans, als auch zu meinen weiteren Marlenehosen eine eine gute Figur macht. Da ich sehr gerne Strickjacken und Jerseymäntel trage, habe ich nun ein vielseitiges Basisstück für darunter. Ich liebe Teile im Kleiderschrank, über die ich bei der Wahl der täglichen Garderobe nicht lange nachdenken muss.

Lockeres T-Shirt nähen


Das Oberteil ist übrigens so einfach zu nähen, dass ich jede Version mit einem schönen Streberstreifen* im Nacken versehen habe und trotzdem rasant schnell fertig war. Schulternähte nähen, Ärmel einsetzten, Ärmel- und Seitennähte schließen, Shirt säumen, das Bündchen an den Halsauschnitt nähen und zwischendurch immer mal kurz bügeln – das ist der ganze Zauber. Da ist es dann auch ein leichtes, den kleinen Streifen Jersey in den Nacken zu nähen, der die Overlocknaht dort sauber verdeckt.

Und ich freue mich jedes Mal beim Anziehen über das kleine liebevolle, kleine Detail- und dafür nähen wir doch, oder?






Verlinkt beim MeMadeMittwoch, dem monatlichen Treffpunkt der kreativen Selberschneiderinnen.


*




Freitag, 31. Juli 2020

Sommerkleid Sombra und das Muster passt

Ich bin Selberschneider. Wenn ich Kleidung nähe, dann nähe ich sie für mich. Ziemlich egoistisch – zumindest, was meine Familie angeht. Denn so kommt meine Mama viel zu selten in den Genuss von einem "Schneiderherz-Werk". Doch zu ihrem diesjährigen Geburtstag wollte ich sie mit einem hübschen Kleid überraschen. Etwas luftig leichtes, gerne in sommerlichem Millefleures. Mir schwebte eine zartgeblümte Viskose vor. Doch es sollte sich zeigen, dass es gar nicht so einfach war, einen schönen Stoff zu finden.

Stoffsuche


Im Internet fand ich zwar Blümchenstoffe, doch die Farbgebung war meist nicht so mein (Mamas) Geschmack. Dazu kam, dass ein Onlinekauf ziemlich riskant war, denn die Haptik, die bei so leichten Stoffen einfach wichtig ist, kann man via Bildschirm nicht beurteilen. So machte ich mich also auf den Weg in ein hiesiges Stoffgeschäft. Das Angebot an der gewünschten Art Webware war durchaus überschaubar und vieles auf dem Verkaufstisch war einfach nur wild, grell und bunt. Das Wenige, was ich hübsch fand, fühlte sich leider schauerlich an oder war so dünn, das ein Kleid daraus ausschied. Doch plötzlich sah ich einen blaufloralen Stoff im Libertystil. Als ich den Ballen hervorzog, ein wenig vom Stoff abrollte und fühlte, war ich schockverliebt. Eine traumhafte Baumwollqualität, laut Etikett mit einem Hauch Elastan. Bingo. Man muss auch mal Glück haben. Ich schätze, der Stoff ist ein Überhang aus der hochwertigen Damenkonfektion- er hat keinen Labeldruck auf der Webkante, aber die gute Qualität konnte man gleich fühlen und später auch bei der Verarbeitung merken. Das Nähen war eine Wonne.

Schnittmuster


Nun hatte ich also drei Meter herrlichen Stoff- fehlte nur noch der richtige Schnitt. Ziemlich schnell stieß ich natürlich auf die aktuellen Boho-Kleider. Doch für meine Mama schienen mir die meisten dann doch zu "Wallawalla". Zum Glück tauchte dann irgendwo bei Instagram das Kleid "Sombra" von Lillesol & Pelle auf und das brachte dann alles mit, was ich suchte. 

Kleid Sombra Schnittmuster für ein Sommerkleid

Taille auf guter Höhe (ich habe die gerade Variante gewählt) und genau die richtige Weite im Rockteil, ein Stehkragen und geschlitzte Manschetten als hübsches Detail. Das Nähen ging sehr gut von der Hand. Der Stoff ist ein Traum und der Schnitt stimmig- da kann gar nichts schief gehen.

Musterrapport


Naja, natürlich kann doch etwas schief gehen. Meine schöne Webware hat ja ein ziemlich markantes Muster. Ich achtete beim Zuschnitt natürlich auf die Richtung und auch auf die Höhenverteilung im Rapport. Doch es zeigte sich, dass es ein großer Fehler war, das Vorderteil einfach doppelt gelegt zuzuschneiden. Wer mir auf Instagram folgt, der hat das kleine Drama vielleicht mitbekommen- wer nochmal schauen möchte, der kann es hier in meinen Insta Highligts sehen.
Jedenfalls sah es total blöd aus, dass das Muster vorne beim Schließen nicht passte. Als bekennender Nähnerd war ich also überglücklich, noch eine Ecke Stoff gehabt zu haben und das rechte Vorderteil nochmal musterpassend zuzuschneiden.

Muster MUSS passen


An dieser Stelle möchte ich gerne nochmal eine Lanze dafür brechen, dass es gut, richtig und wichtig ist, dass ein gemusterter Stoff sorgsam verarbeitet wird. Wenn Muster nicht passt, sieht es einfach schlimm aus. Mir stellen sich die Nackenhaare auf, wenn bei (auch teurer) Kaufkleidung Streifen verrutscht sind, Karos nicht passen oder eben auch Rapporte unschön überlappen. Und wer selber schneidert, sollte sich unbedingt im Vorfeld, also schon vor dem Zuschnitt, mit dem Thema beschäftigen. Denn wenn man weiß, wie es geht, ist es wirklich nicht schwer.

Gewusst wie


Ina von Pattydoo hat eine ganz großartige Anleitung zum Thema geschrieben und ich möchte sie wirklich jedem ans Herz legen: Karo und Muster zuschneiden Auch zum Thema Streifen findet Ihr bei Ihr Tipps, die Gold wert sind: Streifen zuschneiden

Details Kleid Sombra

Es hat mir auf jeden Fall eine riesen Freude gemacht, dieses Kleid zu nähen. Und das Tolle ist, die Überraschung ist gelungen. Zwar ahnte die Beschenkte natürlich etwas, weil ich irgendwann nochmal nach der aktuellen Oberweite fragte- aber das Kleid hat ohne Anprobe und sonstige verräterische Spoiler, auf Anhieb gepasst. Nur die Länge haben wir noch um 6 cm angepasst, denn das Kleid soll zwar sommerlich flattern dürfen, aber nicht zur Stolperfalle werden. Meine Mama sieht super damit aus und es ist wirklich schade, dass das Wetter im Norden nicht wirklich mitspielt. Die Sonne ist aktuell leider ein seltenes Gut hier oben.

Stoff: Baumwolle/Elastan Hersteller unbekannt
Schnitt "Sombra" von Lillesol & Pelle, gerader Taillenverlauf, 3/4 Ärmel mit Manschette, Gr. 46
Knöpfe: Historische Glasknöpfe aus meinem Fundus, die wirklich perfekt passen

Vielleicht kommt der Sommer nochmal wieder und ich glaube für den Fall sollte ich mir überlegen, auch eine Sombra zu haben. Wie wäre es in einem schwarzen leichten Chambray?! Wie steht Ihr denn zu solchen Bohokleidern. Habt Ihr den Schrank schon voll damit- oder hinkt Ihr, wie ich, dem Trend mal wieder etwas hinterher? 







Freitag, 17. Juli 2020

Meine Frau Dana - Eine Bluse mit Luft nach oben

Schon etwas länger fertig und fotografiert- nun schafft sie es auch auf den Blog- meine Testbluse nach dem Schnittmuster Frau Dana von Studio Schnittreif. Genäht aus einem leichten Baumwollstoff in schönem Blauton mit aufgedruckten weißen Pusteblumen. Ich hatte ihn als wirklich günstiges Reststück im Stoffgeschäft mitgenommen und direkt nach dem Kauf vorgewaschen. Leider zeigte sich, dass der Druck nicht haltbar war und die Pusteblumen teilweise weggewaschen wurden. Das sah wirklich sehr unschön aus und ich legte das Stück leicht gefrustet erstmal in die Tiefen des Stoffregales
Als ich nun einen Teststoff für den Schnitt Dana suchte, fiel er mir wieder in die Hände. Der Blick auf die linke Stoffseite zeigte, dass dort die Pusteblumen sehr dezent, aber noch ganz gleichmäßig, zu sehen waren. Warum also nicht einfach die Abseite als Außenseite nehmen...

Einfach mal Links außen


Bluse Dana Schnittreif

Zum Schnitt: Frau Dana ist eine Bluse aus Webware, die mit Bündchen am Hals und an den (langen) Ärmeln verarbeitet wird. Besonderes Schnittdetail ist die schöne Schulterpasse, die die Schulternaht schluckt und der raffinierte Brustabnäher, der aus der vorderen Passennaht kommt. Im Rücken sorgt eine kleine Kellerfalte für luftige Weite. Ich habe Größe M genäht.
Mein Stoff reichte nur für 3/4 Ärmel, was ich aber sommerlich praktisch finde. Ich habe auf Bündchen an  den Ärmelsäumen verzichtet. Der leichte Stoff und elastische Ware bildeten irgendwie kein gutes Paar. Auch am Hals überzeugte mich der Jersey nicht- ich habe dort am Ende nochmal eingeklappt, so das nur eine schmale Paspel sichtbar blieb. Apropos- ich habe den Halsauschnitt vorne einen Tick tiefer nachgeschnitten. Die Originalform war mir irgendwie zu "flächig" auf der Brust. Für meine nächste Dana werde ich den gesamten Ausschnitt anpassen- im Schulterbereich darf es für meinen Geschmack etwas mehr Stoff Richtung Hals sein und V-Form nach vorn kann ich mir auch gut vorstellen. Die Schulterpasse habe ich übrigens doppelt verarbeitet- die Anleitung sieht hier einfachen Stoff vor- aber ich persönlich mag es lieber, wenn der Schulterbereich mehr Substanz hat und dazu auch noch von innen hübsch ist.

Frau Dana Schnittreif Detail

Mein Fazit: Ein wirklich schöner Schnitt für Webware. Den Halsausschnitt muss ich aber für meinen Geschmack noch weiter optimieren. Das nächste Mal werde ich einen etwas "dickeren" Stoff nehmen- denn leider haute bei meinem dünnen Stoff das Zusammenspiel mit Bündchen nicht hin.

Weil heute endlich mal wieder die Sonne in Flensburg scheint, bin ich übrigens prompt in die luftige Dana geschlüpft. Ich bin froh, dass der verwaschene Stoff doch noch Verwendung gefunden hat und auch wenn das Testmodel noch nicht das Optimum ist, freue ich mich über mein leichtes Sommerblüschen.

Und, wie ist die Wetterlage bei Euch so? Auch Sommermodus oder macht der Sommer gerade Pause und Eure Gedanken schweifen schon Richtung Herbst-Nähpläne ab... ?!





Freitag, 10. Juli 2020

Mein Leuchtturmringeltuch

Ich zähle mich ja immer noch zu den Strickanfängern und bin eine echte Strickschnecke. Deshalb feier ich auch jedes meiner vollendeten Nadelwerke mit besonderem Stolz, auf Instagram und Ravelry hatte ich mein neues Tuch direkt nach Fertigstellung präsentiert. Da ich das Tuch jetzt nochmal durchs Wasser gezogen und gespannt habe, nutze ich die Gelegenheit, es hier auf meinem Blog zu zeigen und zu erzählen, warum das Tuch wohl immer etwas besonderes für mich bleiben wird.

Mein Corona-Tuch


Die ersten Maschen hatte ich nämlich am 15. März, um den Beginn des Lockdowns herum, angeschlagen. In dieser seltsamen Zeit, als sich plötzlich die Tage anfühlten, als würden sie nur aus endlosem Warten bestehen. Warten auf Nachrichten, Zahlen, Anordnungen. Plötzlich waren Pläne durchkreuzt, Routinen unterbrochen – die ganze Welt aus dem Tritt.
Und von jetzt auf gleich hatte ich Zeit im Überfluss. Eigentlich ein Geschenk, das ich für so viele Dinge hätte nutzen können. So viele Ideen, die schon ewig im Hinterkopf rumorten, hätten nun Gestalt annehmen können. Doch ich setzte mich einfach hin und strickte. Masche für Masche. Ganz simpel und unkompliziert. Schön einlullend und beruhigend. Ohne viel Denken und Grübeln. Dicke Nadeln, doppelt Wolle. Reihe für Reihe.

Abketten


Am 20. April habe ich die die letzten Maschen abgekettet. Kurz darauf bin ich mit dem Göttergatten an die Flensburger Förde gefahren - Sonne und Kraft tanken und wertschätzen, dass wir an so einem wunderbaren Flecken Erden leben. Ich habe mich durchpusten lassen und es gab ein paar kleine Schnappschüsse mit meinem kuscheligen neuen Tuch. Mein Leuchturmringeltuch, dessen Entstehung mir in der ersten Zeit des Lockdowns einfach gut getan hat.

Stricktuch an der Flensburger Förde

Strickmuster: Vlieland von Reetselig (ohne Lacemuster- dafür mit Leuchtturmringeln)
Wirklich eine tolle Anleitung- ich liebe den wunderschönen I-Cord Rand

Wolle: Fine Wool von Stoff & Stil (Faden doppelt verstrickt)
Die Wolle und ich werden keine echten Freunde- einfädig kam ich nicht klar mit ihr- so doppelt hat es aber dann doch noch geklappt.
Stricknadeln: Stärke 4.5


Spannmatte für Strickstücke

Luxus Spannmatte


Da ich schon ab meinem ersten Strickteil auf den Rat meiner strickenden Freundinnen gehört habe, habe ich nach Vollendung die Teile sanft gespült und sie anschließend flach liegend gespannt und trocknen lassen. Dieses sogenannte Blocken sorgt für ein ebenmäßiges Maschenbild und gute Form. Bisher habe ich dafür einen mit Handtüchern belegten Teppich im Keller genommen und ich muss sagen, das ging leider mäßig gut.
Ich hatte aber schon öfter von einer extra Spannmatte gelesen- ähnlich wie diese steckbaren Spielmatten für Kinder- aber doppelt so dick und mit einem praktischen Rasteraufdruck. Und genau dieses Teil habe ich mir nun gegönnt. Ich liebe nämlich gutes und hilfreiches Zubehör. Ich habe mir das 9er Set und auch gleich drei Ergänzungsplatten gekauft. Und ich bin froh 12 Platten nach belieben stecken zu können- denn so kann ich ganz entspannt auch große Dreiecktstücher spannen. Bei dem Set sind übrigens auch Spannnadeln dabei- die sind allerdings recht grob und hinterlassen ziemliche Löcher in der Matte. So nutze ich lieber die feinen extralangen Nadeln, die meine Mama noch vom Spannen beim Filethäkeln hatte.



Mittlerweile habe ich übrigens das nächste Strickprojekt auf den Nadeln. Es wächst nicht ganz so schnell wie meine Ringelvariante von Vlieland. Die Nadeln und die Wolle sind feiner und das Muster erfordert mehr Konzentration- an manchen Tagen mehr, als ich davon aufbringen kann. Außerdem füllen sich die Tage mittlerweile wieder mit Dingen, die in unseren Alltag zurückkehren. Das tut wirklich gut. Die Hoffnung wächst, dass diese gefühlt endlose Phase, doch irgendwann vorbei geht.

Bleibt gesund und hoffnungsvoll!




Sonntag, 5. Juli 2020

Der Griff zur Schere- endlich eine echte 7/8 Hose

Das Gute am Selbernähen ist, dass man sich so ziemlich alles individuell anpassen kann. Bei meiner Körpergröße von 178 cm muss ich mich also nicht über zu kurze Saumlängen bei gekauften Hosen ärgern, ich nähe mir eine Hose in Lieblingslänge selbst. Richtig lange Hosen liebe ich einfach- meine Marlenehosen schleifen also fast schon auf dem Boden. Vielleicht ein Jugendtrauma, als "Hosen shoppen" eher ernüchternd war, weil fast alle nur zum Knöchel gingen.
Meine Liebe zur Überlänge war jedoch bei meinem letzten Hosenprojekt eher hinderlich. Hier hatte ich Euch meine Hose vorgestellt:  Hose Arola .
Sie sollte 7/8 Länge haben- doch ich produzierte eine Hose in einer Wischiwaschi-Länge...
Die leichte "Hochwasserhose" wurde trotzdem getragen, aber überzeugte eben nicht 100%ig - also habe ich jetzt nochmal zur Schere gegriffen und die Hose um gute 5 cm gekürzt. Und weil die Zugabe es hergab, habe ich gleich noch kleine Seitenschlitze am Saum gemacht.

Et voilà




Nun bin ich glücklich und fühle mich wirklich wohl mit der Hosenlänge. Manchmal braucht es etwas Reifezeit und ich bin froh, mich langsam an die Lieblingslänge herangetastet zu haben. Mit dem Motto "Lieber erst mal zu lang" ist man ja auf der sicheren Seite, denn Abschneiden geht ja immer...






Mittwoch, 1. Juli 2020

Ausnahmsweise Blumen- mein neuer Hot Summer Dress

Der Sommer ist da und mit den steigenden Temperaturen fällt die Wahl der Garderobe meist auf "fluffige" Klamotten. Nichts soll einengen oder unnötig aufwärmen und daher stehen bei mir aktuell lockeres Leinen, leichte Jerseyröcke oder auch mal wieder die Rockbüx hoch im Kurs. Mit luftigen Sommerkleidern hingegen bin ich nicht so reich gesegnet. Da wäre das "Kleine Schwarze", aber das ist schnell mal zu schick für Alltag inkl. Hunderunde.

Sommerkleider


Schon im Jahr 2017 hatte ich mir jedoch einen "Hot Summer Dress" nach dem Schnittmuster von Schneidernmeistern genäht.  In Dunkelblau aus einem schwer fallenden, weichen Viskosestoff. Ein simples Schlupfkleid, in der Taille schön locker und mit dem abgerundeten Saum die Beine luftig umspielend. Kappnähte vorne und hinten lockern die schlichte Schnittführung auf. Seltsamerweise hat es das Kleid nie in den Blog geschafft- obwohl ich es im Sommer wirklich sehr gern und häufig trage.
Doch meine Version 2020 möchte ich Euch heute zeigen:



Blumenwiese


Wie Ihr sehen könnt, habe ich für das Kleid einen für mich doch eher ungewöhnlichen Stoff ausgesucht.  Blütenranken in Offwhite auf einem schönen Dunkelblau- eine glatte hochwertige Baumwolle, die dafür sorgt, dass das Kleid nicht knüllt und lumpig fällt und auch nichts durchscheint.
Ich habe die Saumlänge angepasst, der Schnitt sieht eigentlich Vokuhila* vor, aber das ist nicht so meins. Außerdem habe ich im Rücken zwei Abnäher eingefügt und den Auschnitt mit einem Beleg verarbeitet. *vorne kurz hinten lang


Im Kleiderschrank fand sich übrigens noch ein passendes Jäckchen - perfekt, wenn der nordische Sommerwind mal wieder auffrischt.

Ich bin wirklich sehr zufrieden mit meinem Sommerkleid. Es ist wunderbar für warme Tage und umspielt die Taille so locker, dass ein zusätzliches Sahneeis nicht direkt ins Auge fällt. Übrigens: Auch wenn ich das Motiv des Stoffes wirklich gerne mag, Muster wird trotzdem die Ausnahme bleiben. Über viele Jahre habe ich einfach eine zu große Uni-Liebe entwickelt...

Mit diesem Beitrag reihe ich mich beim MeMadeMittwoch ein- mal sehen, womit die anderen Selberschneider ihre Sommergarderobe aufgestockt haben.

Bleibt gesund und kreativ!

Nachtrag: 
Ihr findet jetzt auf dem Bernina Blog auch einen Beitrag von mir, in dem ich zeige, wie ich die dekorative Kappnaht in der hinteren und vorderen Mitte genäht habe: Kappnaht bei leichten Stoffen