Dienstag, 21. November 2017

Bügeln de luxe

WERBUNG

Bügeln 
- Glätten von (hauptsächlich) Stoffen mit einem Bügeleisen

de luxe
- mit allem Luxus ausgestattet

Ich finde ja, es gibt zwei Arten von „Bügeln“.
Die eine Art ist, die eher lästige Aufgabe, den alltäglichen Wäscheberg in ansehnliche und tragbare Form zu bringen… und die andere Art, ist das Bügeln beim Nähen.
Alltagsbügeln finde ich nicht schlimm- aber auch nicht wirklich toll und spannend.
Aber das Bügeln bei der Schneiderei, das liebe ich!
Es ist für mich absolut unverzichtbar auf dem Weg zu einem schön genähten Kleidungsstück.
Das Bügeln entscheidet nämlich, ob ein Teil gut gemacht ist- oder ob es nur gut gemeint ist…

In meinem Nähzimmer stand nun viele Jahre ein stabiles Bügelbrett vom Discounter, ein handliches Dampfbügeleisen mit guter Sohle glättete darauf brav meine Bügelwäsche und half mir bei den vielen Bügelarbeiten wärend des Nähens.
Ich ärgerte mich zwar gern mal über das nervige Ausfüllen des Miniwassertanks und erinnerte mich zwischendurch ein wenig sehnsüchtig an die Dampfpower, die ich noch aus meiner Lehrzeit von einer professionellen Dampfbügelanlage kannte.
Aber ich kam gut klar und auch wenn ich ab und an mal eine sogenannte Kompaktanlage beäugt habe, hat es keines dieser oft recht klotzigen und häßlichen Teile auf mein Bügelbrett geschafft.

Doch nun kam es, dass ich eine nette Mail im Postfach vorfand.
Denn es war wohl aufgefallen, dass ich hier auf dem Blog und auf Instagram öfter eine Lanze für das Bügeln beim Nähen breche und so wurde ich gefragt, ob ich nicht das neue Laurastar Smart testen wolle- ein Bügelsystem der neusten Generation.
Ein Blick auf das Gerät und ich dachte: Wow- wenn das Teil so gut bügelt, wie es aussieht, dann ist es perfekt! Meine Neugier war geweckt…

Und so kam es, dass hier ein riesiges schweres Paket ankam und ich ins Abenteuer #smartironing starten konnte.

Test Laurastar Smart I Dampfbügelanlage im Nähzimmer

Montag, 6. November 2017

Das perfekte Schnittmuster

Jeder Selberschneider wünscht sich wohl das perfekte Schnittmuster!
Ein Schnittmuster, das alle Designdetails enthält, die man sich wünscht und eine perfekte Passform für den eigenen Körper mitbringt.

Doch genau wie die Bekleidungsindustrie, arbeiten auch Schnittmusterhersteller mit Maßtabellen, denen Durchschnittswerte zugrunde liegen, die durch Reihenmessungen ermittelt wurden.
Aber wer ist schon Durchschnitt und wem passt ein Fertigschnittmuster gleich auf Anhieb?!
Was liegt also näher, als sich sein eigenes Schnittmuster zu erstellen?! Ein persönliches Maßschnittmuster…

Ich bin gelernte Damenschneiderin und ganz oft bekomme ich zu hören:
„Ohhh- wie toll- dann kannst Du ja auch Schnitte machen“…
Kann ich aber gar nicht. Ich kann „nur“ nähen.
Das „Schnittmuster machen“ gehörte nämlich nicht zu meiner Ausbildung.
Im letzten Lehrjahr habe ich zwar einen Schnittkonstruktionslehrgang von Müller& Sohn mitgemacht (übrigens im Urlaub und finanziert von meinen Eltern…♥︎), aber zur Schnitterstellung gehört halt mehr dazu, als ein einwöchiger Kurs.
Nicht ohne Grund gibt es den eigenständigen Beruf der Schnittdirectrice und nicht ohne Grund sammeln SchneiderMEISTER viele Jahre Erfahrung in Figurbeobachtung, Konstruktion und Anspassung, bevor sie ihren Kunden Kleidung „auf den Leib schneidern“.

Auch wenn ich Schnittkonstruktion total spannend finde, habe ich es immer vorgezogen, mit Fertigschnitten zu nähen und diese dann meinen Bedürfnissen anzupassen. Ich gestehe- mir fehlt die Lust, mich in die Erstellung von Schnitten einzufuchsen- meine Leidenschaft gilt der Arbeit mit Stoffen und nicht so dem Werkeln mit Schnittpapier und Lineal.
Trotzdem habe ich mir vor längerer Zeit das Buch

„Bekleidung- Schnittkonstruktion für Damenmode“ von G. Hofenbitzer* gekauft
  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: Europa-Lehrmittel; Auflage: 1 (24. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3808562366
  • ISBN-13: 978-3808562369
  • Preis: 51,50€
Ich schmöker auch sehr gern darin. Es enthält alles an Wissen, was man braucht, um Schnitte zu erstellen- vom einfachen Rock, über Hosen bis hin zu Reverskragen, aber es stellt auch im Vorwort schon klar: „Das Gefühl für gute Passform und perfekte Schnittführung kann allerdings nicht nur vermittelt werden, man muss es durch praktisches Erproben erlernen und Erfahren“
Ohne Fleiß also kein Preis ;)

Fachbücher Schnittkonstruktion

Doch an dieser Stelle nun die gute Nachricht: Wer für selbst näht, der muss ja gar nicht- wie ein Schneidermeister- für unzählige Figurtyen und Modellvarianten Erfahrung sammeln.
Man muss ja nur den eigenen Körper kennenlernen und sich auf seinen eigenen Modegeschmack einstellen.

Donnerstag, 2. November 2017

Grete N°5

Eigentlich wäre es an der Zeit, einen neuen Geldbeutel für mich zu nähen. Mein Erstlingswerk nach dem Schnittmuster Grete von Frau Machwerk, ist nämlich schon arg abgegrabbelt...
Doch meine N°5 wird- genau wie meine Version 2, 3 und 4 - wieder ein Geschenk für einen lieben Menschen.

Grete Geldbeutel nähen Frau Machwerk Reißverschluss

Ich kann Euch diesen Schnittklassiker wirklich sehr ans Herz legen. Die Anleitung ist super detailiert und das Ergebnis absolut alltagstauglich und praktisch.
Und durch individuelle Stoffwahl wird jede Grete einzigartig.

Meine 1. Grete (mit ungewohnten Farbakzenten) KLICK
Grete 2 (für einen JaneAusten Fan) KLACK
Grete 3 (dezent farbig) LINK
Grete 4 (mit richtig ungewöhnlichen Farbakzenten) HIER

Das Schnittmuster bekommt Ihr bei Frau Machwerk im Shop (wo ihr übrigens noch jede Menge andere toller Schnitte und auch super Material zum Taschen nähen findet)



Freitag, 27. Oktober 2017

Leinenliebe in Grau

Darf ich vorstellen- mein neuer Alltagsbegleiter!
Meine zweite Cheyenne-Bluse- diesmal in freundlich meliertem Grau- aus einem ganz wunderbaren Leinenmischgewebe mit dezentem Glanz und leichtem Crasheffekt. Ganz unkompliziert und bequem zu tragen und dank der kombifreundlichen Farbwahl, findet sich in meinem Schrank jede Menge Wärmendes, um auch im Herbst Freude an dem Teil zu haben.


Leider kommt die Schönheit dieses Stoffes auf den Bildern gar nicht so gut zur Geltung- hier deshalb noch mal ein paar Detailbilder. Auch ein wenig zu sehen- die Innenverarbeitung der Bluse: Der Schnitt sieht überall Französische Nähte vor und stellt damit auch das Nähnerd-Herz zufrieden...


Diesmal verlief das Nähen übrigens wunderbar reibungslos (nicht wie bei meiner ersten Bluse nach dem Schnitt). Ich habe die deutsche Übersetzung der Anleitung ignoriert und mich an den SewAlong von HeyJune gehalten- inkl. der Zugaben in Inch.  Bisher hat es mich ja nie gestört, dass meine Bernina Aurora 440 nur cm Markierungen hat- aber diesmal wären Inch-Werte sehr hilfreich gewesen. Ist jetzt aber kein Grund, dafür extra eine neue Stichplatte zu kaufen- die nächste Maschine solllte das aber von Haus aus mitbringen...


Und nun geht es ganz fix zu Selmin. Denn zu meinem Glück ist GRAU die Monatsfarbe der Tweed & Greet - Aktion #12coloursofhandmadefashion 

Ich wünsche Euch noch einen schönen Rest- Oktober.
Hier im Norden ist es übrigens merklich abgekühlt und mein nächstes NähProjekt wird auf jeden Fall etwas kuscheliger werden. Der GermanTweed liegt schon bereit.
Und- habt ihr auch Selfishsewing-Winterpläne- oder fallen die dem Weihnachtswahnsinn zum Opfer?!





Schnitt: Cheyenne Tunic gekauft bei Nähconnection
Stoff: Leinenmischgewebe von Zuleeg*


* Ich durfte mir bei der Firma Zuleeg Stoff aussuchen. Er wurde mir zu Verfügung gestellt und ich werde demnächst ein wenig mehr zu dieser wunderbaren "Nähmaschinenfutter-Quelle" erzählen... ;)

Dienstag, 24. Oktober 2017

Ein Schnitt, zehn Jacken - Buchtipp

Ich mag schön aufgemachte Bücher und gehöre zu denen, die bei einem tollen Cover schnell zum Verpackungsopfer werden könnten. Doch gerade bei Nähbüchern riskiere ich immer erst einen kritischen zweiten Blick, bevor ich mein Herz verliere. So auch beim neusten Buch von Laura Hertel
Ein wunderschön und edel wirkendes Buch- doch hält die "Verpackung", was sie verspricht?

Ein Schnitt , zehn Jacken Laura Hertel Buchtipp


Mittwoch, 11. Oktober 2017

Bluse Cheyenne (und ein wunderbares Nähwochenende)

Am letzten Wochenende habe ich mich mit zehn wunderbaren Frauen zum Nähen getroffen. Von Freitagabend bis Sonntagnachmittage haben wir zugeschnitten, genäht, getrennt, gebügelt, gefachsimpelt und gelacht. Wir haben es uns richtig gut gehen lassen!
Ich hatte mir einige Projekte mitgenommen. Zunächst ein Jäckchen aus einem Stoff, bei dessen Anblick alle Anwesenden etwas irritiert schauten. Einhellige Meinung- er sah nach Giraffe in SchwarzWeiß aus...Keine Ahnung, was mich geritten hatte, als ich ihn gekauft habe- vielleicht wollte ich unterbewusst doch endlich mal Animal-Print?!
Nun- die Jacke wurde ein TFT (Teil für die Tonne)- denn leider war der Stoff nur längelastisch- was ich gekonnt ignorierte und prompt Ärmel hatte, die wie eine Presswurst saßen. Auf Keile hatte ich keine Lust und musste mir einfach eingestehen, dass schon der Stoffkauf ein Fehler war.

Nächstes Projekt dann die Cheyenne-Bluse. Ein Schnitt, der im Netz schon ein alter Hut ist- aber ich bin ja gern mal ein Schnitt-Lemming mit Verspätung.
Dominique von Kreamino hatte mir netterweise ihre angepasste Version der Bluse mitgebracht und so konnte ich prüfen, ob auch ich diese Bluse in den Schultern verbreitern muss. Die Partie ist ziemlich schmal und wenn man einen angenehmen Tragekomfort haben will, darf es da nun wirklich nicht spannen.
Ich habe Ihre Anpassungen einfach auf meinen Schnitt übertragen können. Falls auch ihr Eure Schnittmustern an kleine Problemzonen anpassen müsst- HIER hatte ich mal eine Sammlung von Anleitungen dazu gepostet.

Meinen Schnitt in Größe M habe ich noch um 4 cm verlängert und danach mein schwarzes Leinen zugeschnitten. Mit der Anleitung auf dem IPad neben der Nähmaschine legte ich dann los...

...und ZACK hüpfte diese fertige Traumbluse von meiner Nähmaschine 

Cheyenne Bluse Leinen nähen

Nein, ich will ehrlich sein. Da hüpfte nämlich gar nix - ich habe mich bei dieser Bluse ein wenig schwer getan.

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Kleine, aber feine Lektüre für Nähnerds

Ab und an sollte man sich selber etwas schenken...
Ich mache das besonders gern, wenn ich etwas total langweiliges (Druckerpatronen z.B.) bestellen muss und damit die Portofreigrenze nicht erreiche… Dann husche fix ich auf meine Wunschliste und gönne mir ein schönes Buch.

Bei der letzten Bestellung wanderten dann sogar zwei Bücher in den Warenkorb, denn diese beiden machen sich als Paar besonders gut.
"Am Rockzipfel - Redensarten rund um Kleidung und Stoff" und "Verflixt und Zugenäht - Textile Redewendungen gesammelt und erklärt" von Susanne Schnatmeyer.

Verflixt und zugenaeht und Am Rockzipfel Buchtipp

Wunderbare Büchlein, die einerseits das Schneiderherz erfreuen- andererseits das eine oder andere Aha-Erlebnis bereithalten. So wusste ich z.B. nicht, dass das Wort "Kram" tatsächlich texilen Ursprungs ist... (habe ich vielleicht deshalb soviel Kram im Nähzimmer?!)
Die beiden kleinen Bücher laden jeden zum Schmöckern ein, der sich für Textiles interessiert und gleichzeitig einen Faible für die deutsche Sprache hat. Ich bin ganz angetan und die Bücher sind auf jeden Fall eine tolle Geschenkidee für jeden Nähnerd.
Und falls Ihr tatsächlich schon am Geschenke kaufen seit- weil Weihnachten ja immer so plötzlich kommt- habe ich hier mal direkt für Euch verlinkt:

 

 *Klick auf die Bildchen bringt Euch zu Amazon. Es handelts sich um Affiliatelinks- wenn Ihr etwas kauft, erhalte ich eine kleine Provision- natürlich ohne, dass Euch Mehrkosten entstehen. Dankeschön!

Hier findet Ihr übrigens den Blog der Autorin: Textile Geschichten - viel Spaß beim Stöbern.



Donnerstag, 21. September 2017

Label für Selbstgemachtes- Tutorial und Freebie

Ja, ich weiß- Label mit Hilfe von Transferfolie selber machen ist ein alter Hut....
Wer nach "Label selber machen" googelt, findet jede Menge Anleitung und Ideen dazu.

Trotzdem möchte ich Euch heute meine Version zeigen und vor allen Dingen möchte ich sie auch mit Euch teilen. Denn das Motiv ist ein kleines Statement- ein Ausdruck der Wertschätzung dessen, was man mit eigenen Händen geschaffen hat...


Sich selber und anderen bewusst machen, dass in einem selbstgenähten Werk ganz viel Liebe und Zeit steckt und natürlich auch Geld  und dass man es eben wertschätzen und sorgsam behandeln sollte.

Mittwoch, 20. September 2017

Kasten-Tunika. Ein Versuch

Ich bin gerade auf der Suche nach schönen neuen Oberteilen für meinen Kleiderschrank. Kombifreundliche Stücke, die nicht nur hübsch sein sollen, sondern auch bequem und mit Wohlfühlfaktor.

Recht spontan habe ich einfach einen gut abgelagerten Batist in dezent getreiftem Grauschwarzblau gegriffen (die Farbe ist wirklich ein drolliger Farbzwitter- mal wirkt es bläulich- dann wieder grau und beim nächsten Spiegelblick fast schwarz) und mich für ein schlichtes Model aus einer alten Burda entschieden. (Heft Februar 2003 Modell 110- Gr. 40, Ärmel schmal und gekürzt- Gesamtlänge original - Schlitze 4cm weiter zugenäht als vorgesehen)
Brustabnäher, V-Auschnitt und Seitenschlitze, leichte Armkugel. Wahrlich kein hoher Anspruch an die Nähkünste- aber ich habe alle Belege und die breiten Saumzugaben mit Vlieseline H 180 unterlegt und schöne Briefecken an den Schlitzen gearbeitet. Die Steppereien habe ich sorgsam vorgezeichnet und war am Ende sehr zufrieden, dass alles wunderbar gleichmäßig wurde.


Kasten-Tunika Batist Selfishsewing

In der hier gezeigten Kombi mit der Stretchröhre, hätte das Blusenshirt gern ein Stück länger sein dürfen und der Batist krabbelt leider ziemlich. So ein feiner Stoff ist doch eher für ein fluffiges Modell geeignet. Und die Ärmellänge wirkt bei hängenden Armen schon etwas "rausgewachsen" - da hilft nur hochschieben oder ich hätte vielleicht nette Ärmelumschläge anschneiden sollen... 

Montag, 18. September 2017

Nähgesetzbuch

Ja- beim Nähen gibt es Gesetze!
Natürlich keine, die bei Nichteinhaltung wirklich schwerwiegende negative Folgen haben.
Aber welche, die beim Befolgen jede Menge Frust ersparen und die Chancen auf ein tolles Ergebnis erheblich erhöhen...

Aber in der Hobbyschneiderei darf doch jeder selber entscheiden, wie er was macht und vor allem auch, wieviel Zeit und Lernwillen er in sein Hobby stecken möchte, oder?!
Wozu also ein Buch mit dem Titel "Nähgesetzbuch" ?!

 

Weil sich in der Hobbyschneiderwelt was tut:
Immer mehr Frauen entdecken das Nähen für sich selbst. Sie haben sich sattgenäht an Jerseyteilen und Ratzfatz- Shirtprojekten. Webware erlebt endlich einen ganz wunderbaren Boom und das Thema Nachhaltigkeit gewinnt beim Nähen glücklicherweise auch an Bedeutung.
Und je hochwertiger dann eben ein Stoff ist und je anspruchsvoller ein Modell- umso wichtiger wird der Hobbyschneiderin das alte Handwerk des Nähens.

Als "Mutter des ordentlichen Nähens" ist Inge Szoltysik-Sparrer in der Nähwelt mittlerweile eine feste Größe und ich fände es übrigens schön, wenn der Beiname "Pingel-Inge", der ihr in der Show "Geschickt eingefädelt" angehängt wurde, mal durch was anderes ersetzt würde.
Denn Fachwissen, handwerkliches Können und sorgsame Arbeit dürften gern positiv belegt sein.
Vor allem, weil sie dieses Wissen ja nicht nur an Berufsschneider weitergibt- sondern auch dem Hobbyschneider die Chance bietet, von der Pike auf zu nähen.

Mit ihrem Buch "NähGB Das Nähgesetzbuch"* bricht sie nun eine Lanze dafür, dass es sich lohnt, auf bewährte Erfahrungen zurückzugreifen. Man muss nämlich nicht immer "aus Fehlern lernen"- wenn man im Vorfeld gesagt bekommt, wie es geht. 

Mein Fazit zu dem Buch:
Es ist kurzweilig und sympatisch. Es ist kein Nähbuch mit detailierten Anleitungen- sondern ich verstehe es eher als "Grundgesetz", als die Basis, auf der man aufbauen kann. Ein solides Fundament aus bewährten Regeln.
Mir hat das Lesen echt Spaß gemacht (konnte ich doch so oft zustimmend nicken). Zwar sind einige Seiten wirklich eher Füllmaterial z.B. Tabellen mit Maßen, die so nur für die Schnittkonstruktion von Nöten wären und die Farbgebung des Buches finde ich etwas unglücklich (die Fotos leiden unter arger Rotstichigkeit).  
Aber das Buch macht Lust, es "richtig" zu machen und wer die erwähnten Techniken genauer gezeigt bekommen möchte, der besorgt sich ergänzend ein solides Grundnähbuch* , besucht einen Nähkurs oder bucht einfach die Video-Kurse von Inge Szoltysik-Sparrer bei Makerist ;)

Details zum Buch:
NähGB, Das Nähgesetzbuch
Inge Szoltysik-Sparrer
  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Frech; Auflage: 1 (9. August 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3772464785
  • ISBN-13: 978-3772464782
  • Preis: 16,99 €






Das Rezensionsexemplar dieses Buches wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon unberührt.

 *Dieser Link ist ein Affiliate-Link: Wenn Ihr etwas kauft, darf ich mich über eine kleine Provision freuen- natürlich ohne, dass Euch Mehrkosten entstehen!

Mittwoch, 13. September 2017

Frische Bügel-Eier im Schneiderherz-Shop

Endlich ist es wieder soweit.
Eine neue Fuhre wunderschöner Bügeleier wartet im Shop auf Euch.

Sichert Euch Euer Lieblings-Ei - ob für Euch oder als tolle Geschenkidee für die Nähfreundin.

www.schneiderherz.com

Viel Spaß beim Shoppen!



Ach ja- dieser Beitrag ist voll von Werbung in eigener Sache! *ggg*

Mittwoch, 6. September 2017

Formland- eine kleine Messe-Nachlese

Kaum zu glauben, dass es nun schon gut 2 Wochen her ist, dass ich auf der Formland-Messe in Herning/Dänemark war... Es wird wirklich Zeit für eine kleine Nachlese und etwas Augenfutter für Euch... ;)

Ich muss allerdings gestehen, dass ich neben den Bildern, mit denen ich Euch auf Instagram live von den schönen Messeständen versorgt habe, ein wenig fotofaul war...
Bei den letzten Besuchen habe ich immer eifriger fotografiert- doch diesmal habe ich es mir gegönnt, auch mal nur zu gucken (und zu probieren- denn Foodstände gibt es auf der Formland natürlich auch)

Formland Danmark Messebesuch Formlandblogger

Besonders gefallen mir immer die zurückhaltenden Farben und schlichte bzw. klassische Formen. Trotz aller Trends - bei den dänischen Firmen schwingt stets ein Hauch Zeitlosigkeit mit.

Natürlich darf auch mal eine Prise Retro sein- denn was gut war, hat eine Wiederbelebung verdient. Aber mir persönlich ist dann gerade bei (Gebrauchs)Keramik manche Glasurfarbe und Form doch ein wenig zuviel der alten Zeiten...
Aber wie Ihr auf den Bildern sehen könnt- es gibt genug Alternativen

Formlandblogger Impressionen

Amalie Loves Denmark - die die Bloggertour auf der Formland so wunderbar organisiert- hat uns unter den Ausstellern wieder mal ein paar Rosinen herausgepickt. So kamen wir unter anderem bei den Ständen von Stelton, Royal Copenhagen, Kreafunk, ByBrorson, Lakrids J.Bülow und Kay Bojesen Steel in den Genuss, kleinen Vorträgen mit interessantem Hintergrundwissen und Details zu Neuheiten lauschen zu können. Gerade da war dann die Leidenschaft und Liebe der Dänen zu ihren Produkten besonders zu spüren.
Ach ja- und Mariam von der Bolcheriet MUSS man einfach mal live erleben... ;)

Formlandblogger Formland Messe Dänemark

Es war wieder ein schöner Tag, voller schöner Dinge und Inspiration und wie immer war der Besuch viel zu kurz, um wirklich alles Schöne sehen und erkunden zu können.
Das nächste Mal sollte ich endlich mal verlängern und nach der Bloggertour noch mehr Zeit in Herning verbringen. Soweit weg von daheim ist es für mich als Flenburgerin ja nun wirklich nicht...






Donnerstag, 17. August 2017

Der norddeutsche Sommer

Ich lebe ja im Norden Deutschlands.
So richtig weit oben.
Und ich lebe gerne hier.
Doch gerade hadere ich ein wenig mit unserem Sommer.
Irgendwie kommt der nämlich nicht so recht in Gange. Es ist ein ständiges Hin und Her von Sonne, Wolken, Regen. Zwischendurch fühlt es sich schon richtig herbstlich an und wenn Ende August wieder die Lebkuchen in die Läden kommt, brauchen wir bestimmt keine Angst zu haben, dass die Schokolade schmilzt...

Ich brauche ja keine Gluthitze- aber ich mag es trocken und angenehm warm- gekrönt von lauen Sommerabenden. Ich hätte einfach gerne mal Wetter für meine neuste Sommergarderobe...
Die helle Hose aus grobem Leinen und das weiße Blusentop sind schon so lange fertig- und genauso lange hängen die Teile hier ungetragen im Arbeitszimmer. Und das, obwohl es ja keine Hochsommer-Sachen sind.
(genauso verhält es sich leider auch mit dem netten Sommerkleidchen nach Frau Schneidermeisterns #hotsummerfreebie)

Damit Ihr die Teile aber hier im Blog zu sehen bekommt, bevor der Sinn nach warmer Kleidung steht, habe ich gestern endlich ein paar Bilder gemacht:

Leinenhose und Sommertop Burda Schneiderherz Selfishsewing

Hier kombiniert mit einem meiner alten "Lieblingsjäckchen" aus Jersey.
Zu den Details der Neuzugänge:

Freitag, 21. Juli 2017

Saum Bügelhilfe "New Edition"

Ich bin ein Bügelfreak!
Zumindest, wenn es um das Bügeln beim Nähen geht...
Und gerade deshalb freue ich mich sehr, dass die alte Bastelanleitung von 2014 für meine praktische Saumbügelhilfe, eine der meistbesuchten Seiten auf diesem Blog ist.

Ich selber nutze meine Bügelhilfe sehr oft- entsprechend abgeranzt sah das gute Stück auch aus, als ich vor kurzem die Vorhänge für Sohnemanns erste eigene Bude damit umbügelte.
Es war also dringend Zeit für eine Neue.

Hier ist sie:

Bügelhilfe für Säume selber machen DIY Freebie


Ich habe die Druckvorlage ein wenig überarbeitet und da immer mal wieder Fragen und auch Ideen aufkamen, wie man die bügelfeste Schablone noch herstellen und evtl. optimieren könne, hatte ich beschlossen, eine kleine Versuchsreihe zu machen, bevor ich Euch die Bügelhilfe "New Edition" jetzt als Download schenke.




Mittwoch, 19. Juli 2017

Frische Bügeleier


Endlich wieder Nachschub im Shop!

Die praktische Bügelhilfe für jeden, der gerne näht.
Denn, gut gebügelt ist halb genäht- das gilt auch in der Hobbyschneiderei.
Doch gerade an Rundungen wie z.B. bei Abnähern, an Prinzessnähten und der Armkugel scheitert
die perfekte Ausführung oftmals an mangelndem Handwerkszeug.
Mein Bügelei schafft hier Abhilfe:
Mit seiner handlichen Größe findet es Platz in jeder kleinen Nähecke und ist helfend zur Stelle,
wenn es kniffelig wird. Das Ausbügeln von Rundungen jeder Art wird zum Vergnügen.
Das Schneiderherz-Bügelei zeichnet sich aus durch die hochwertige feste Füllung aus, die sich trotzdem noch leicht formen lässt. Somit kann dieses Bügelei auch seitlich aufrecht verwendet werden- ganz so, wie es die jeweilige Nahtstelle erfordert. Dazu kommt, dass dieses Bügelei nicht nur praktisch ist, sondern auch ein Schmuckstück im Nähzimmer. So macht Bügeln Spaß!


Donnerstag, 6. Juli 2017

Farbpalette

Ich habe ein wenig in meinem Blog zurückgeblättert.
Ab und an tut es einfach gut, einen Blick auf sein Werk zu werfen...
Zurückblicken und sich auf die Schulter klopfen- statt sich ständig darüber Gedanken zu machen, wie man regelmäßig frischen und "guten Content" schafft.  ;)

Hier also einfach mal ein kleiner Blick auf meine "Selfmadefashion" :

Collage Farbschema Schneiderherz diy Fashion
Viele Lieblingsstücke, natürlich aber auch einige Fehlversuche und Experimente- wäre sonst ja auch langweilig, oder?!
Beim Blick auf die Collage, wurde mir auch wieder bewusst, wie zufrieden es mich macht, ein Farbschema für mich gefunden zu haben. Ich bin also mal mit der Farbpipette ins Bild gegangen und habe mir eine kleine, persönliche Color-Palette gemacht- ist das nicht hübsch?! ColorPalette Farbpalette Schneiderherz
Ich liebe Farbpaletten und ertappe mich im Baumarkt gern dabei, faziniert vor den Wänden mit Farbprobekärtchen zu stehen. Und ich beneide Menschen, die (meist beruftsbedingt) so einen tollen  Pantone Farbfächer* ihr Eigen nennen dürfen. Ich besuche gern die Pantone Homepage und erfreue ich mich an den Farbwelten, die jährlich als neue Trends vorgestellt werden.
Ich mag Farbe - aber ich muss sie halt nicht immer um mich haben. 

Und- wie ist es bei Euch?
Schöpft ihr aus dem Vollen? Je bunter- umso besser und immer wieder anders?
Oder habt Ihr auch Eure kleine persönliche Palette gefunden, auf die Ihr immer wieder gern und voller Zufriedenheit zurückgreift?

Ich bin gespannt!



*Dieser Link ist ein Affiliate-Link: Wenn Ihr etwas kauft, darf ich mich über eine kleine Provision freuen- 
natürlich ohne, dass Euch Mehrkosten entstehen! 


Beitrag verlinkt bei RUMS

Donnerstag, 29. Juni 2017

Vår- Sommertop von Muckelie

Werbung*
Sommer bitte! Denn aus der Schweiz kommt jetzt ein ideales Schnittmuster für warme Sonnentage: Suzann von Muckelie hat das Top Vår aus Webware entworfen.
Es zeigt sich mit moderatem Ringerrücken und Schulterpasse; eine Kellerfalte im Rücken sorgt für leicht luftigen Sitz. Die Knopfleiste ist ein Blickfang und diverse Kragen/Ausschnittvarianten lassen die Wahl, sein ganz persönliches Sommertop zu nähen.
Die bebilderte Anleitung ist ausführlich und zeigt detailliert alle wichtigen Arbeitsschritte.
Tipps zum Anpassen an die persönliche Figur machen die Sache komplett.

Ich durfte Vår schon vor Veröffentlichung nähen- allerdings ist meine Variante nicht so ganz im Sinne der Erfinderin. Der Schnitt ist ja speziell für Webware ausgelegt und ich wollte gern ein schwarzes Vår, hatte aber leider kein schwarzes Leinen parat... Also habe ich es gegen jede Vernunft aus PoloPique genäht. Keine ideale Wahl... Der Polostoff ist zwar nicht wirklich doll dehnbar- aber eben ganz anders als eine Webware.
Ich habe nach Maßtabelle Gr.40 gewählt und die vordere Mitte abgeändert (keine Knopfleiste- stattdessen im Bruch mit Kellerfalte) und die Weite an den Seitennähten angepasst.
Die Auschnittkanten habe ich nur umgelegt- das war bei meiner Wirkware möglich. Wenn man- wie ja auch gedacht- Webware verarbeitet, sieht der Schnitt schöne Belege oder Schrägbandeinfassung vor.

Muckeli Top Vår für Webware

Ich war übrigens erst etwas skeptisch, ob ich mich mit den tiefen Schulterauschnitten anfreunden kann. Denn ich mag es gar nicht, wenn mein BH-Träger rausguckt. Aber tatsächlich habe ich ein "Drunter" im Wäscheschrank gefunden, bei dem nix blitzt.

So ist das Top nun ein netter Begleiter, wenn der Sommer in den Norden zurückkehren sollte (auch wenn die Vokuhila-Silhouette es nicht schaffen wird, zu meiner Lieblingsform zu werden...)

Mein Fazit:
Vår ist ein schöner Webwaren-Schnitt. Er bietet jede Menge Gestaltungspotenzial- das kann man HIER bei den Modellen sehen, die die Probenäher gezaubert haben.
Man sollte sich aber auf jeden Fall an die Stoffempfehlung halten und die schönen Gestaltungselemente wie Paspel, Kragen und Knopfleiste sorgsam und mit Genuss nähen- denn auf Seite 3 in der Anleitung steht nicht ohne Grund: "Gut Ding will Weile haben"

Das eBook Vår erhaltet Ihr ab heute im Muckelie- Shop.



*Das eBook wurde mir zum Testen zur Verfügung gestellt. Meine Meinung und mein Blogbeitrag bleiben davon aber unberührt.

Beitrag verlinkt bei Rums- der Linkparty am Donnerstag für Selbermacher

Mittwoch, 28. Juni 2017

12 Colours of Handmade Fashion - Wir machen Blau

Halbzeit bei der Farbparade auf Tweed & Greet.
Monat für Monat trommelt Selmin dort die Schar der Selberschneiderinnen unter einem Farbmotto zusammen- doch Grün, Beige, Rosa und Gelb konnten mich bisher nicht zum mitmachen locken.
Farbe ist halt nicht so meins...
Der Mai mit Weiß wäre schon eher was für mich gewesen, aber irgendwie klappte es trotzdem nicht mit meiner Teilnahme.

Umso mehr freute ich mich dann Anfang Juni- denn Selmin verkündete Blau als Farbe des Monats!
Perfekt- Blau ist mein Bunt. Es ist die Farbe, die neben Grau, Schwarz und Weiß einen festen Platz in meiner Garderobe hat

Zwar ist dieses "Farb-Rosinen picken" nicht ganz im Sinne der Erfinderin, denn die Aktion "12 Colours of  Handmade Fashion" soll ja die Möglichkeit bieten, auch mal Neues zu wagen
....aber für’s nächste Jahr hab‘ ich mir fest vorgenommen, mich jeden Monat an eine neue Farbe zu wagen und mit Farbkombinationen zu experimentieren. Und ich will damit nicht alleine sein. Deswegen lade ich Euch ein,  einfach mitzumachen! So können wir uns im nächsten Jahr Monat für Monat gemeinsam mit einer Farbe beschäftigen und uns überlegen, welchen Platz sie in unserer Garderobe haben könnte. Es geht darum, farblich vielleicht auch einmal über seinen Schatten zu springen.
Zitat Selmin im Einleitungspost zur Aktion
Aber was soll's- das hab ich hinter mir.
Ich fühle mich mit meinen Farben wohl und finde, es gibt so viele Schattierungen und Nuancen, dass auch eine Beschränkung auf wenige Farbe nie wirklich langweilig wird.
Hier also mein Beitrag in Blau:

12 Colours of Handmade Fashion Blau Schneiderherz Top Wasserfallausschnitt

Das Top ist aus sommerlicher, hellblauer Baumwolle mit weißen Ministernchen. Es hat einen Wasserfallkragen, Raglanschultern und am Saum eine Blende mit kleinen Bindebändern, um das ganze locker zu knoten. Das Schnittmuster ist aus einer alten Burda- nämlich 12/2005 Modell 111.

Mittwoch, 14. Juni 2017

Schnipp Schnapp- Frau Fannie ab!

Nachdem ich bei meinem Rock Pretin die Vorzüge von Taschen an Röcken wieder mal schätzen gelernt habe, gab es heute spontan noch einen Neuzugang in meinem Kleiderschrank, der mit praktischem Stauraum punkten kann: Einen superbquemen Rock aus schwarzem Sweat mit Hüftpassentaschen!

Genaugenommen ist dieser Rock übrigens kein Neuzugang, denn bis ich heute beherzt zur Schere griff, war er nämlich ein verschmähtes Kleid:
Meine Frau Fannie von Schnittreif mit langen Ärmeln, die ich HIER vorgestellt hatte und seitdem nicht wirklich warm mit ihr wurde. Schon damals hatte ich das Vorhaben im Hinterkopf, das Kleid in einen Rock zu ändern.

Kleid in Rock ändern Frau Funnie selber nähen

Lange nur dran gedacht und nun endlich auch getan- und die Wandlung war wirklich kein Hexenwerk

Mittwoch, 31. Mai 2017

Warum ein Rock Taschen haben sollte...

Ich habe gestern beim Durchsortieren meines Kleiderschrankes bemerkt, dass ich reichlich Röcke habe... Vom einfachen Jerseyrock in vielen Varianten, bis zu diversen Modellen in Webware, reicht meine Auswahl. Ich trage sie eigentlich sehr gerne - doch immer wieder merke ich, dass mir eigentlich an allen die Tasche fehlt... Schnell mal den Hundebeutel für die Gassirunde einstecken oder ein Taschentuch diskret verschwinden lassen- Fehlanzeige.
Bei vielen meiner Röcke würde mich jedoch eine Tasche wiederum auch stören- denn wenn z.B. der JerseyRock oben schmal sitz, dann zeichnet sich jede Art von Tasche nun einmal blöd durch.

Nun gibt es aber eine Taschenart, die sich auch wunderbar für Kleidung eignet, die an Taille und Hüfte eher schmal sitz- die Hüftpassentasche.
Sie bewährt sich seit Jahren an meinen geliebten Marlenehosen (z.B. hier) und jetzt habe ich auch einen schönen Rockschnitt für mich gefunden, der praktische Taschen mitbringt.
Die Hüftpassen-Taschen setzen unter der angenehm breiten Blende des Rockes an.
Hier KLICK habe ich das Model schon einmal genäht und man kann auf den Fotos die Schnittführung gut erkennen.
Nachdem das erste Modell bei einer lieben Nähfreundin im Kleiderschrank gelandet ist, habe ich mir jetzt noch einen Rock aus dunkelblauer Baumwolle genäht.
Der Stoff war ein gut abgelagertes Schätzchen- die Menge reichte gerade für meine Wohlfühllänge. Das Material hat eine ganz feine Struktur und etwas Stand- ist aber leider etwas knitteranfällig und zieht ziemlich die Flusen an.
Aber trotzdem ist der Rock wunderbar alltagstauglich. Ursprünglich wollte ich die Blende noch etwas tiefer schneiden- aber ich bin froh, sie doch fast taillenhoch gelassen zu haben. So ist die Blende breit genug, um den Bauch abzudecken und auch mal ein kleines Fressbäuchlein im Zaum zu halten, ohne unangenehm zu drücken.

Rock mit Taschen selber nähen Schnittquelle Pretin Schneiderherz

Und die Taschen sind wirklich toll. Natürlich taugen sie nicht, um Handy, Schlüsselbund und einen dicken Geldbeutel zu verstauen- aber für Dinge, die man einfach mal zwischendurch loswerden muss- perfekt.
Und außerdem kann man ganz wunderbar seine Hände darin vergraben, wenn man beim fotografieren mal wieder nicht weiß, wohin mit seinen Händen...

Hüftpassentaschen an Rock , selbst genäht, Pretin von Schnittquelle

Rockschnitt: Model Pretin von Schnittquelle 
Gr. 38, Hüftbogen etwas abgeflacht und in der Länge 7,5 cm zugegeben- ich bin 1,78cm groß
Schnittmuster Jäckchen: Burda 8808 (Hier schon einmal genauer vorgestellt KLICK)

Und- wie steht Ihr zu Taschen an Eurer selbstgenähter Kleidung? Ein Must-Have oder nur eine praktische Zugabe?!





Heute- am letzten Tag des Wonnemonats Mai- reihe ich mich mit meinem Rock beim MeMadeMittwoch ein, der Inspirations-Plattform für selbstgenähte Kleidung.
Schaut unbedingt vorbei!



Mittwoch, 17. Mai 2017

Braucht Frau ein Wickelkleid?

Es gibt Modeklassiker.
Kleidungsstücke, die augenscheinlich keine Halbwertszeit haben.
Das Wickelkleid ist eines davon.
Es soll bequem, elegant, vielseitig, schmeichelhaft und überhaupt DAS Kleid der Kleider sein- ein unentbehrliches und unkompliziertes Basicteil...

Ich bin da allerdings schon immer skeptisch gewesen: Was man wickeln muss, kann nämlich so unkompliziert gar nicht sein... Ein paar Versuche hat es in meiner Nähkariere gegeben- aber Lieblingsteile wurden weder Wickelblusen noch Wickelröcke.

Doch manchmal bin ich ein wenig Lemming und der aktuell durch die Nähwelt geisternde Hashtag mit der Frage, ob es #nocheinwickelkleid braucht, erinnerte mich an ein Schnittmuster, das ich mir schon vor längerer Zeit mal gekauft hatte: Onion 2014
Urspünglicher Plan war, das Raglan-Modell als Basis für einen Jerseymantel zu verwenden- doch Taten folgten nie.

Also warum nicht?! In Frühlingslaune kaufte ich einen blauen Jersey mit kleinen Federmuster und nähte mir das Wickelkleid.

Mode selbstgenäht Wickelkleid Sommerkleid Schnittmuster Onion 2014

Tja und was soll ich sagen?!
Braucht Frau ein Wickelkleid?
Frau vielleicht- ich nicht unbedingt...
Warum?


Montag, 8. Mai 2017

Von ungeliebten Stoffen und halbherzigen Projekten

Ich habe vor kurzem mal wieder mein Nähzimmer aufgeräumt- ein kleiner Anfall von leichter Ausmistlaune, wahrscheinlich bedingt durch die Lektüre von Marie Kondos „Magic Cleaning“*.

Einige Stoffe wurden aussortiert- unter anderem ein großzügiges Stück mausgrauen Hemdenstoffes. Baumwolle, mit einem Anteil an Polytierchen, gewebt als mikoskopisch kleines Hahnentrittmuster. Ich mag Herrenhemdstoffe eigentlich sehr gerne- denn wenn man Glück hat, findet man schöne Qualitäten, die sonst in der Konfektion zu hochwertigen Hemden verarbeitet werden.
Doch dieser Stoff war ein Fehlkauf. Irgendwie zu grau, zu dünn und leider keine reine Baumwolle, wie gedacht…

Tipp: Wenn Du, wie ich in diesem Fall, keine Materialangaben bei einem Stoff hast- oder Du skeptisch bist, ob die Angaben korrekt sind, kannst Du per Brennprobe recht gut herausfinden, um was für ein Material es sich handelt. Ich habe das damals in der Berufsschule gelernt- wenn Du mehr dazu erfahren willst, schau mal bei  Constanze von Nahtzugabe vorbei- sie hat einen schönen Blogbeitrag dazu verfasst- und noch viel besser, sie hat sogar ein Buch zu dem Thema geschrieben:
"Stoff und Faden: Materiallexikon" *


Nach den Stoffen, habe ich noch ein wenig in meinen Schnittmustern gestöbert und auch dort einiges ausgemistet. Dabei fiel mir ein Schnitt in die Hände, den ich vor vielen Jahren mehrmals vernäht hatte. Die Tuniken haben mir damals sehr gefallen- so sehr, dass ich eine davon wortwörtlich aufgeschlissen habe.  Burda 8501, ein Easy Model-, mit Abnähern auf Figur gebracht, die Ärmel mit vernünftiger Armkugel und sogar mit kleinem Abnäher an den rückwärtigen Schulternähten, um auch diese Partie schön zu formen.

Tunika selber nähen Burda

Damals hatte ich die Tunika in Gr. 38 genäht- das Ganze aber als sehr schmal in Erinnerung.
"Ob der Schnitt auch heute noch was für mich ist?! So eine Sommertunika aus Webware- das wäre doch was… Aber ob die nicht doch zu schmal sitzt?! Da könnte ich doch ein Testmodell nähen in Gr. 40- habe doch gerade diesen grauen Stoff aussortiert..."

Tunika selber nähen Abnäher und Schnittdetails Burda

Doch was soll ich sagen.
Irgendwie habe ich da wohl ein paar negative Wellen zuviel an den Stoff gesendet…
Das Projekt zeigte sich als fuchtbar zäh… Beim Zuschnitt dachte ich noch, es wird vielleicht eine tragbare Tunika- aber bis ich Lust (und Zeit) fand, die ersten Nähte zu nähen, war der Widerwille so gewachsen, dass ich jetzt aufgehört habe und die Tunika nicht weiternähen werde.
Immerhin reichte es, um festzustellen, dass ich die Größe 40 in den Schultern auf jeden Fall brauche, aber auch, dass mir bei der Tunika so in uni doch das „gewisse Etwas“ fehlt.

Wahrscheinlich sollte ich einfach nicht der Erinnerung an zwei alte Kleidungsstücke nachhängen- denn was damals so toll war, wird es heute vielleicht nie mehr werden…

Vielleicht wäre ja der neue Schnitt von Elke eine bessere Wahl, wenn ich eine neue Sommertunika möchte?!  Die Tunika „Elle“ - ein Schnitt für Nähgenießer…
Den mausgrauen Stoff hätte aber wohl auch dieser Schnitt nicht schöner gemacht. Ich hätte das Stück in der Ausmistkiste lassen sollen.
Ich glaub, ich muss „Magic Cleaning“* nochmal lesen- denn Marie Kondo hätte den Stoff einfach weggeworfen, als feststand- er macht nicht glücklich...!

Und, geht es Euch auch manchmal so, dass Ihr Euch ein Projekt aufhalst, obwohl ihr eigentlich wisst, dass es kein HappyEnd geben wird?






*Dieser Link ist ein Affiliate-Link: Wenn Ihr etwas kauft, darf ich mich über eine kleine Provision freuen- natürlich ohne, dass Euch Mehrkosten entstehen! 


Sonntag, 30. April 2017

Mein Bügel-Ei, ab jetzt im eigenen Shop!

Am 1. Mai 2017 ist es endlich soweit und mein kleiner Schneiderherz-Shop ist mit Bügeleiern bestückt. Wenn ihr die praktische Bügelhilfe für euer Nähzimmer haben möchtet, dann schaut unbedingt mal vorbei und sichert euch euren Favoriten!

www.schneiderherz.com
www.schneiderherz.com


Du weißt gar nicht, was ein Bügelei ist und wie es dir deinen Nähalltag erleichtert?! Hier mal ein paar Anwendungsmöglichkeiten:

Das Bügelei, die praktische Bügelhilfe von Schneiderherz

Gut gebügelt ist nämlich halb genäht und das gilt auch in der Hobbyschneiderei.
Doch gerade an Rundungen wie z.B. bei Abnähern, an Prinzessnähten und der Armkugel scheitert die perfekte Ausführung oftmals an mangelndem Handwerkszeug. Das Bügelei von Schneiderherz schafft hier Abhilfe: Mit seiner handlichen Größe findet es Platz in jeder kleinen Nähecke und ist helfend zur Stelle, wenn es kniffelig wird. Das Ausbügeln von Rundungen jeder Art wird zum Vergnügen.
Das Schneiderherz-Bügelei zeichnet sich aus durch die hochwertige feste Füllung aus, die sich trotzdem noch leicht formen lässt. Somit kann dieses Bügelei auch seitlich aufrecht verwendet werden- ganz so, wie es die jeweilige Nahtstelle erfordert. Dazu kommt, dass dieses Bügelei nicht nur praktisch ist, sondern auch ein Schmuckstück im Nähzimmer- so macht Bügeln Spaß!






Ich hoffe, in naher Zukunft wird sich das Sortiment bei Schneiderherz nicht nur auf das Bügelei beschränken. Denn es gibt ja so viel Schönes und Praktisches, das jedes Schneiderherz erfreut.


Donnerstag, 13. April 2017

Über Probestücke, Wohlfühllängen und fehlende Kombipartner

*Werbung
Kennt Ihr das auch?
Da hat man einen Schnitt, den man unbedingt mal ausprobieren möchte und im Stoffvorrat findet sich nichts wirklich Optimales. Die Überlegung, ob man sich auf den Weg macht und was Passendes kauft wird natürlich gleich von der Vernunft durchkreuzt, denn man kann ja erst mal ein Probestück aus vorhandenem Stoff nähen.
Genau so enstand mein Rock Pretin von Schnittquelle.
Das Vernunftsstück Stoff war ein mauschelblauer Chambray von Stoff & Stil. Gekauft "nur mal so" in Dänemark, leider von nicht so traumhafter Qualität wie gedacht- zum Glück nur 1 Meter mitgenommen.
Der Meter reichte genau für die Originallänge vom Rockschnitt (Seitennahtlänge 54cm) und mir war schon beim Zuschnitt klar, dass das bei einen Sommerrock, den ich ohne Strumpfhose tragen will, nicht für meine persönliche Wohlfühllänge reichen wird. Ich bin da Eigen und finde "Knie natur" bei mir einfach nicht hübsch.
Doch erst mal eifrig genäht- um die Länge wollte ich mich später kümmern.
Gr.38 passte gut- einzig am Hüftbogen musste ich etwas weibliche Rundung wegnehmen. Da der Rock hinten mittig schließt und ich die Blenden vor dem Schließen der Seitennähte angenäht hatte, war die kleine Anpassung kein Problem. Die obere Rockkante sitzt bei mir in der Taille- ich denke, das nächste mal werde ich dort ein Zentimeterchen wegnehmen.
Das Längenproblem löste ich mir einer Blende- einen geraden Streifen im Bruch, den ich etwas in Form gebügelt habe, um in an die leicht gerundetet Saumkante nähen zu können. Bei der Wahl des passenden Streifens musste ich lange suchen, bis ich ein harmonisches Stück gefunden hatte, denn der Blauton des Chambray ist etwas speziell...

Rock selber nähen Model Pretin Schnittquelle

Donnerstag, 6. April 2017

Blau ist mein Bunt... Eine neue Leinenhose

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Der Sommer kann kommen, denn ich bin gerüstet! Ich habe nämlich eine neue Lieblings-Leinenhose in blau, luftigleicht, marlene-weit und unkompliziert.

Schnittquelle Assuan Hose leinen Schneiderherz nähen

Das schöne Leinen mit leichtem Glanz lagerte schon seit dem vorletzten Stoffmarkt bei meinen Schätzen. Zunächst dachte ich, ich nähe daraus nach meinem heißgeliebten, uraltbewährtem "Neue Mode-Schnitt" ein neues Beinkleid- aber zu meinem Glück entdeckte ich bei Schnittquelle Schnitt Assuan. Ganz mutig und nach kurzer Rücksprache mit Stefanie von Schnittquelle wählte ich den Schnitt in 38- obwohl ich laut Maßtabelle genau bei Größe 40 liege. Aber die Erfahrung hat mir schon so oft gezeigt, dass ich bei Größe 40 oft noch Weite wegnehmen muss, um mich wirklich wohl zu fühlen und außerdem neigt Leinen beim Tragen gern dazu, sich zu dehnen. Die leidige Erfahrung musste ich ja im letzten Jahr gleich bei zwei Hosen machen...

Sonntag, 2. April 2017

Mein Online-Kurs bei Makerist

Lust auf einen zeitlosen Klassiker, den Ihr aus Eurem Lieblingsstoff zaubern könntt?!
Dann ist dieser Onlinekurs vielleicht das richtige für Euch.
Als Eure Makerist-Trainerin zeige ich Schritt für Schritt und ganz ausführlich, wie Ihr einen Lieblingsmantel schneidern könnt.
Noch gibt es den Kurs zum Einführungspreis, also nix wie hin und buchen...
Kurs bei Makerist

Hier gibt es den Trailer zu sehen und You Tube macht irgendwie immer die drolligsten Startbilder- also schnell auf PLAY drücken ;)




Ich freu mich auf Euch!






Donnerstag, 30. März 2017

Makerist-Mantel

Trotz des trüben Wetters habe ich versucht, endlich mal mein Probemodell des Kursmantels abzulichten... und ich muss feststellen: Mir fehlt sowohl die gute Ausleuchtung, als auch die liebe Visagistin und die Kameraprofis, die beim Dreh bei Makerist in Berlin so schöne Bilder gezaubert haben.  

Mantel nähen Makerist onlinekurs Nähkurs online

Während der Vorbereitungsphase zum Video-Dreh musste ich ja einige Testläufe machen und ein Ergebnis war dieser Mantel aus leichter blauer Wolle. Ich habe den Makerist-Schnitt für mich in Gr. 40 genäht und sowohl die Ärmel, als auch den Rumpf um 4 cm verlängert. Im Rumpf habe ich die Länge in der Taille zugegeben und somit wanderte die Taschenposition mit nach unten und die Eingriffe waren für mich mit 178cm Körpergröße gleich an der perfekter Stelle.
Dieser Probemantel hat leider einen Patzer, der mich echt Nerven gekostet hat- ich schnitt nämlich in den Oberstoff, als ich das Belegschnitteil abtrennen wollte, um die Einlage zuzuschneiden. So etwas Dummes!
Der etwa 5cm lange Schnitt war exakt an der Umbruchkante, aber ich konnte ihn zum Glück "wegschummeln" und nun fällt die reparierte Stelle nur auf, wenn man die vordere Kante ganz genau beäugt.

Mantel nähen Onlinekurs Nähkurs online Video Makerist

Bei meinem Mantel habe ich übrigens das oberste Knopfloch weggelassen- einfach weil ich festgestellt habe, dass mir hier der Kragen hochgeklappt getragen besser gefällt. Selber nähen ist schon klasse- da kann man sowas eben selbst entscheiden ;)
So ist der Testmantel jetzt mein lässiger Begleiter für die Übergangszeit.
Auf meiner "To-Sew-Liste" steht jetzt noch eine weitere Version- und zwar in grauem Leinen.
Leinen ist einfach ein tolles Material für diesen Mantel- das könnt Ihr ja auch im Onlinekurs sehen.

Wenn Ihr Lust bekommen habt, Euch auch so einen Mantel zu nähen, dann nichts wie hin zu Makerist und meinen Kurs buchen.
Hier gehts zum Onlinekurs: Mantel nähen mit Schneiderherz
Ich zeige Schritt für Schritt- vom Zuschnitt bis zum Abfüttern- wie der Mantel gemacht wird und ich bin schon so gespannt, bald die ersten Makerist-Mäntel von Euch zu sehen...





Heute bin ich mit meinem Mantel mal bei RUMS ;)