Dienstag, 24. Oktober 2017

Ein Schnitt, zehn Jacken - Buchtipp

Ich mag schön aufgemachte Bücher und gehöre zu denen, die bei einem tollen Cover schnell zum Verpackungsopfer werden könnten. Doch gerade bei Nähbüchern riskiere ich immer erst einen kritischen zweiten Blick, bevor ich mein Herz verliere. So auch beim neusten Buch von Laura Hertel
Ein wunderschön und edel wirkendes Buch- doch hält die "Verpackung", was sie verspricht?

Ein Schnitt , zehn Jacken Laura Hertel Buchtipp


Eine klare Antwort von mir: JA!

Denn das Buch bietet alles, was man sich als Kreativling so wünscht. Ein paar Basics und dann geht es auch schon gleich mit hilfreichen Grundtechniken weiter- gut verständliche Texte und unterstüzende Fotos haben einen direkten Bezug zu den späteren Projekten..
Auch dem Thema Schnittanpassung und Zuschnitt sind ein paar Seiten gewidmet- alles auf leicht verständliche Art und immer mit einem Blick auf die zum Buch gehörenden Schnitte.
Leider wurde im Buch die so wichtige Maßtabelle vergessen - doch auf Lauras Blog Tagträumerin findet ihr die fehlende Seite zum Ausdrucken MASSTABELLE

Ein Schnitt , zehn Jacken Laura Hertel Buchtipp Nähbuch

In der zweiten Hälfte des Buches geht es dann an die zehn Projekte- von Jeansjacke bis Dufflecoat.
Bei jedem Modell findet sich eine kleine Beschreibung und die Material- und Zuschnittliste.
Die Anleitungen sind mit Fotos bebildert und weisen- wo es hilfreich ist- auch auf entsprechende Seiten im Grundlagenteil hin. So ist bleiben die Anleitung angenehm knapp und klar.

Das Buch bietet ein Baukastensystem- das heißt, die Modelvarianten beschränken sich nicht nur auf die zehn Jacken, wie sie im Buch gezeigt werden- sondern wir Selberschneider können nach Herzenslust wählen, ob wir Teilungsnähte oder Abnäher, Einnaht- oder Zweinahtärmel, Kragen oder Kapuze haben wollen und welche Länge uns gefällt.
Wirklich sehr sehr schade ist aber, dass die Planung solcher Kombinationen einem nicht gerade leicht gemacht wird. Modelskizzen und auch eine grafische Übersicht der einzelnen Schnittteile fehlen gänzlich. Bedauerlich, dass diese neutrale Darstellung der Modelle, wie sie in vielen Schnittmusterheften üblich ist, in Nähbüchern meist fehlt.
Die Schnittbögen im Buch finden sich übrigens in einer stabilen Stecktasche am inneren Buchrücken. Sie sind realtiv fein gedruckt- aber es liegen nicht zuviele Teile übereinander, so dass das Abkopieren ohne große Probleme möglich ist.

Mein Fazit zum Buch?
Es gefällt mir sehr- es ist wunderschön aufgemacht und endlich mal kein reines Jersey- oder Easynähbuch. Das Baukastensystem bietet jede Menge kreative Möglichkeiten - mir fehlen allerdings Modellskizzen für die Übersichtlichkeit und als Hilfe, eigene Lieblingskombinationen zu finden.
Aber trotzdem eine klare Empfehlung für Eure Weihnachtswunschliste ;)

Details zum Buch:

          Ein Schnitt, zehn Jacken
          von Laura Hertel*
  • Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
  • Verlag: Edition Michael Fischer; Auflage: 1 (17. August 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3863557441
  • ISBN-13: 978-3863557447
  • Preis: 22,99€

Ich überlege übrigens noch, mit welchem Modell ich starten möchte!
Coatigan? Jeansjacke oder doch Dufflecoat? Vielleicht sollte ich noch ein klein wenig warten, denn Laura hat sechs Nähblogger zusammengetrommelt und eine Blogtour zum Buch gestartet. Eine wunderbare Gelegenheit, sich noch ein wenig inspirieren zu lassen.





Das Rezensionsexemplar dieses Buches wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon unberührt.

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Kommentare:

  1. Vielen Dank, finde es immer hilfreicher eine Rezesion einer Bloggerin zu lesen, habe es schon auf meinen virtuellen Wunschzettel geschrieben.
    Hört sich sehr gut an.
    Liebe Grüße,
    Petra

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  2. Danke für den informativen Post. Ich frage mich, wie es passieren kann, dass eine Maßtabelle fehlt. Ich finde, das geht gar nicht. Insofern würde ich tendenziell auf eine zweite Auflage warten. Aber hübsch sieht es aus! Und Jacken sind wirklich mal ein anderes Thema als immer nur Shirts, Shirts, Shirts! Liebe Grüße,
    Jenny

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