Sonntag, 5. Juli 2020

Der Griff zur Schere- endlich eine echte 7/8 Hose

Das Gute am Selbernähen ist, dass man sich so ziemlich alles individuell anpassen kann. Bei meiner Körpergröße von 178 cm muss ich mich also nicht über zu kurze Saumlängen bei gekauften Hosen ärgern, ich nähe mir eine Hose in Lieblingslänge selbst. Richtig lange Hosen liebe ich einfach- meine Marlenehosen schleifen also fast schon auf dem Boden. Vielleicht ein Jugendtrauma, als "Hosen shoppen" eher ernüchternd war, weil fast alle nur zum Knöchel gingen.
Meine Liebe zur Überlänge war jedoch bei meinem letzten Hosenprojekt eher hinderlich. Hier hatte ich Euch meine Hose vorgestellt:  Hose Arola .
Sie sollte 7/8 Länge haben- doch ich produzierte eine Hose in einer Wischiwaschi-Länge...
Die leichte "Hochwasserhose" wurde trotzdem getragen, aber überzeugte eben nicht 100%ig - also habe ich jetzt nochmal zur Schere gegriffen und die Hose um gute 5 cm gekürzt. Und weil die Zugabe es hergab, habe ich gleich noch kleine Seitenschlitze am Saum gemacht.

Et voilà




Nun bin ich glücklich und fühle mich wirklich wohl mit der Hosenlänge. Manchmal braucht es etwas Reifezeit und ich bin froh, mich langsam an die Lieblingslänge herangetastet zu haben. Mit dem Motto "Lieber erst mal zu lang" ist man ja auf der sicheren Seite, denn Abschneiden geht ja immer...






Mittwoch, 1. Juli 2020

Ausnahmsweise Blumen- mein neuer Hot Summer Dress

Der Sommer ist da und mit den steigenden Temperaturen fällt die Wahl der Garderobe meist auf "fluffige" Klamotten. Nichts soll einengen oder unnötig aufwärmen und daher stehen bei mir aktuell lockeres Leinen, leichte Jerseyröcke oder auch mal wieder die Rockbüx hoch im Kurs. Mit luftigen Sommerkleidern hingegen bin ich nicht so reich gesegnet. Da wäre das "Kleine Schwarze", aber das ist schnell mal zu schick für Alltag inkl. Hunderunde.

Sommerkleider


Schon im Jahr 2017 hatte ich mir jedoch einen "Hot Summer Dress" nach dem Schnittmuster von Schneidernmeistern genäht.  In Dunkelblau aus einem schwer fallenden, weichen Viskosestoff. Ein simples Schlupfkleid, in der Taille schön locker und mit dem abgerundeten Saum die Beine luftig umspielend. Kappnähte vorne und hinten lockern die schlichte Schnittführung auf. Seltsamerweise hat es das Kleid nie in den Blog geschafft- obwohl ich es im Sommer wirklich sehr gern und häufig trage.
Doch meine Version 2020 möchte ich Euch heute zeigen:



Blumenwiese


Wie Ihr sehen könnt, habe ich für das Kleid einen für mich doch eher ungewöhnlichen Stoff ausgesucht.  Blütenranken in Offwhite auf einem schönen Dunkelblau- eine glatte hochwertige Baumwolle, die dafür sorgt, dass das Kleid nicht knüllt und lumpig fällt und auch nichts durchscheint.
Ich habe die Saumlänge angepasst, der Schnitt sieht eigentlich Vokuhila* vor, aber das ist nicht so meins. Außerdem habe ich im Rücken zwei Abnäher eingefügt und den Auschnitt mit einem Beleg verarbeitet. *vorne kurz hinten lang


Im Kleiderschrank fand sich übrigens noch ein passendes Jäckchen - perfekt, wenn der nordische Sommerwind mal wieder auffrischt.

Ich bin wirklich sehr zufrieden mit meinem Sommerkleid. Es ist wunderbar für warme Tage und umspielt die Taille so locker, dass ein zusätzliches Sahneeis nicht direkt ins Auge fällt. Übrigens: Auch wenn ich das Motiv des Stoffes wirklich gerne mag, Muster wird trotzdem die Ausnahme bleiben. Über viele Jahre habe ich einfach eine zu große Uni-Liebe entwickelt...

Mit diesem Beitrag reihe ich mich beim MeMadeMittwoch ein- mal sehen, womit die anderen Selberschneider ihre Sommergarderobe aufgestockt haben.

Bleibt gesund und kreativ!

Nachtrag: 
Ihr findet jetzt auf dem Bernina Blog auch einen Beitrag von mir, in dem ich zeige, wie ich die dekorative Kappnaht in der hinteren und vorderen Mitte genäht habe: Kappnaht bei leichten Stoffen

Mittwoch, 6. Mai 2020

Hose Arola und die Sache mit der 7/8 Länge

Der Wonnemonat Mai und die Tatsache, dass ich nicht schon wieder einen MeMadeMittwoch verpassen wollte, haben dafür gesorgt, dass ich endlich meine Hose Arola fertig genäht habe. Viel zu lange lag sie hier schon zugeschnitten auf dem Tisch, doch mein Näh-Elan ging Richtung Null.

Einfach mal machen


Der Schnitt von Schnittquelle ist eigentlich eher für Leinenstoffe oder ähnliche Webware ausgelegt- doch ich wollte ihn erst einmal antesten und griff zu einem Stück schwarzen Crepe, der schon ewig im Stoffregal schlummerte. Ich habe mich für die schmale Variante der Hose entschieden. Bei der Länge reichte der Stoff nicht für die sonst üblichen Zugaben für meine Körpergröße von 178cm, aber da ja der Sommer naht und ich schon massig eher überlange Hosen habe, entstand in meinem Kopf eine schmalere, leichte Hose in 7/8 Länge...

Alles eine Frage der Länge


Als es dann gestern an das finale Festlegen der Hosenlänge ging, war ich aber doch etwas feige. Wie ihr auf den Bilder seht, wirkt die gewählte Länge vielleicht eher etwas "Hochwasser", als bewusst kürzer. Ich werde mal sehen, wie ich mit welchen Schuhen und Oberteilen kombiniere und dann vielleicht noch einen Tick anpassen.

Schmale Hose in 7/8 Länge Schnittmuster Arola von Schnittquelle

Der Schnitt ist schnell genäht- auch wenn ich mich am klassischen Reißverschluss etwas schwer getan habe. Zu selten arbeite ich diese Verschlussvariante- ich greife meist zum nahtfeinen Reißer.
Aber Nähen ist ein wenig wie Radfahren- verlernen tut man es nicht und so klappte die Geschichte mit dem Untertrittbeleg und tatsächlich auch das gefürchtetet Knopfloch im Bund.
Ich habe Größe 40 genäht und nur den Hüftbogen etwas abgeflacht. Die Hose sitzt angenehm locker, aber trotzdem wunderbar schmal. Ich mag den Formbund, der bis knapp unter den Bauchnabel geht und die praktischen und dezenten Hüftpassentaschen.

Die richtige Hosenlänge finden

Diese Arola wird auf gar keinen Fall meine letzte sein. Schon länger suche ich nämlich eine Hose, die im Alltag etwas praktischer ist, als meine geliebten superweiten Marlenehosen. Bisher habe ich als Alternative dazu nur richtig enge Hosen und die (er)trage ich je nach Tagesform nicht all zu lange. So greife ich dann oft zur leierigen Jeans- aber die ist halt nur praktisch und nicht schön.

Hose:
Schnittmuster Arola von Schnittquelle in Gr. 40, schmale Beinvariante

Top:
Vor langer Zeit fertig gekauft. Ich mag die Farbe sehr- ist so ein schönes Zwischending zwischen Grau und Braun

Jeserseyjacke:
HIER ausführlich vorgestellt- und auch damals schon mit dem gleichen Top getragen ;)


So, jetzt geht es erstmal für eine Kaffeepause in den Garten- die Sonne lacht und der Standkorb wartet. Dazu werde ich mir mein iPad schnappen und beim MeMadeMittwoch in den Werken der anderen Selberschneider stöbern.
Außerdem gibt es ja im Rahmen des #MeMadeMay2020 gerade soviel kreatives Input für eine Selbstgenähte und nachhaltige Garderobe- vielleicht beflügelt mich das, meine Nähprojekte nicht immer so auf die lange Bank zu schieben, wie diese Hose.

Bleibt gesund und fröhlich!



Nachtrag am 05.07.2020

Ich habe noch mal beherzt zur Schere gegriffen. Hier könnt Ihr die finale Länge sehen:
Endlich echte 7/8!


Freitag, 27. März 2020

Gute Laune garantiert - Dackel Detlef

Ich liebe Projekte, die gute Laune machen und gerade jetzt, wo die Nachrichten voll sind, mit Dingen die verunsichern und auch ein wenig Angst machen, ist es gut, wenn einem etwas einfach ein Lächelns in Gesicht zaubert. Deshalb habe ich nun auch endlich meinen Detlef genäht...

Dackel Detlef

Der kurzbeinige Kerl aus der Feder von Halfbird Mona wurde mittlerweile schon in sehr vielen Nähzimmern geboren und wirklich jedesmal, wenn bei Instagram so ein drolliger Dachshund auftauchte, musste ich breit grinsen. Er ist halt ein kleiner Charmeur.


Mein Detlef entstand aus Stoffresten und rein theoretisch könnte ich im Partnerlook mit ihm Gassi gehen. Vielleicht erkennt Ihr ja meinen Lieblings-Jerseyrock und die Jacke aus Nosh-Stoff?!
Ach ja- und das er seine Wurfkiste im Nähzimmer stehen hatte, kann man noch deutlich an der Unterseite seiner Ohren sehen... ;)


Das Stofftier ist wirklich einfach zu nähen- am Ende habe ich habe meinem Detlef noch ein besonders breites,  zufrieden charmantes Lächeln ins Gesicht gestickt und kann nur sagen: Es steckt an! Ein Blick auf den kleinen Kerl und man tankt etwas Leichtigkeit.

Und, habt Ihr auch schon einen Dackel Detlef? Wenn nicht- unbedingt einen Nähen. "Gute Laune Projekte" sind wirklich immer gut und in Zeiten wie dieser, vielleicht noch einen Ticken wichtiger.





Mittwoch, 25. März 2020

Ein neues Outfit und zwei vielseitige Neuzugänge im Keiderschrank

Hier im Norden strahlt die Sonne. Es scheint, als wolle sie uns Kraft spenden und die gegenwärtige große Sorge ein wenig von unseren Schultern nehmen. Damit wir hoffnungsvoll und zuversichtlich bleiben in dieser schweren Zeit.

Und damit wir die schönen Dinge nicht aus dem Blick verlieren, gibt es heute endlich mal wieder einen Blogbeitrag zum Thema "Kleidung selber nähen". Ich habe mir nämlich zwei Neuzugänge genäht, die mich sehr zufrieden und glücklich machen.

Outfit aus Zuleeg Stoffen

Zunächst eine Blusenjacke nach McCall's 7387. Ich hatte das Schnittmuster hier schon einmal vernäht: Von der Leinentunika zur Kastenbluse
Das kurze und luftige Bluse trage ich ausgesprochen gerne - diesmal gab es eine längere Variante und ich habe eine Größe kleiner genäht. Letzteres war übrigens keine tolle Idee, denn um die Hüfte herum fehlt jetzt Platz. Bei der Kurzversion fiel das natürlich nicht auf- die kam mir ziemlich riesig vor. Wenn ich die lange Bluse in Größe S nun schließe, bildet sich durch die raffinierte doppelte Rückenfalte nämlich in Höhe Po eine O-Form, die nicht wirklich schmeichelhaft ist.

Auf gut Deutsch: Dat mokt en grooten Mors!


Da ich so eine Bluse aber eh am liebsten offen und wie eine lässige Jacke trage, bin ich trotzdem happy. Ich liebe die Ärmellänge, das Detail der verdeckten Knopfleiste und besonders die Rückenfalte. Und ich bin sehr glücklich mit der Stoffwahl.

Moonless Night von Zuleeg


Der Stoff ist ein Teil einer neuen Stoffkollektion der Weberei Zuleeg. 

 

Hose Assuan Schnittquelle

Das Outfit wird komplett mit meiner neuen Hose. Auch hier bin ich ein Wiederholungstäter- denn das Schnittmuster Assuan von Schnittquelle habe ich schon zwei Mal genäht. Beide Male aus Leinen und beides absolute Lieblingsteile: Blau ist mein bunt und Marlenehose aus Leinen
Diesmal habe ich die Hose aus einem Mischgewebe aus dem Werksverkauf bei Zuleeg genäht. Eigentlich hatte ich den Stoff bei meinem Besuch in der Wollweberei im letzten Jahr  ja für ein Jackenprojekt gekauft- aber die melierte Optik und das etwas robustere Material schien mir perfekt für eine schicke Hose. Nach dem Nähen in bewährter Größe 38 musste ich leider feststellen, dass ich etwas mehr Hüftgold mit mir herumtrage und der Stoff nicht so nachgibt, wie die Leinenstoffe der Vorgängerhosen. Da hatte ich nämlich eher das Problem, dass sie beim Tragen zu weit leierten. Die neue Assuan sitzt nun etwas knackig, aber noch gut tragbar. Wenn mein Elan wieder für ein wenig Sport und Chipsdisziplin auf dem Sofa reicht, dann ist das perfekt.

Kombistarke Teile selber nähen- unbunt

So freue ich mich nun also über zwei vieleitig zu tragenden Kleidungsstücke. Perfekt in meinem recht unbunten Farbschema, das mich nun schon lange sehr zufrieden macht:
Genügsamkeit beim Nähen
Unbunt glücklich
Farbpalette



Bleibt gesund und stark. Versucht Euch an den kleinen, schönen Dingen unserers eingeschränkten Alltags zu erfreuen. Kreatives Werkeln kann wunderbar ablenken und helfen, den Kopf ein wenig frei zu bekommen. Und begrüßt den Frühling! Er zeigt, es geht immer weiter- irgendwie eh und  irgendwann dann auch wieder gut.



Sonntag, 1. März 2020

Plotterfreebie für Euch #enjoylife

Heute zum meteorologischen Frühlingsanfang gibt es mal wieder ein Freebie für Euch. Ich habe ein kleines Geschenk für einen angehenden Abiturienten gebastelt und als es vorhin vollendet war, noch fix ein paar Bilder davon gemacht. Gute Gelegenheit für einen Mini-Blogbeitrag und eine Nettigkeit für Euch.

Pimp my Klemmbrett



Plottermotiv für ein Klemmbrett

Ich habe meinen Plotter den Schriftzug aus matter schwarzer Klebefolie ausschneiden lassen und das Motiv dann auf ein schlichtes Klemmbrett geklebt.
Natürlich kann man auch ein T-Shirt damit verschönern und ich denke der #enjoylife macht sich auch sehr gut als Solonummer...

Ihr findet den Plott als .studio3 Datei hier bei Dropbox: Plotter Freebie #enjoylife

Denkt daran, dass ihr noch spiegeln müsst, wenn ihr es als Bügelmotiv aus Flexfolie plotten wollt. Die ungespiegelte Version ist für Aufkleber.

Ich wünsche Euch viel Freude mit meinem Freebie und ich freue mich natürlich, wenn Ihr diesen eifrig Beitrag pinnt und teilt.






Pin Plottermotiv für ein Klemmbrett

Mittwoch, 5. Februar 2020

Quasten - ein schnell gemachter Hingucker

Ich liebe mein gestricktes Dreiecks -Tuch sehr und kuschel mich aktuell wirklich gerne darin ein. Und jedesmal freue mich besonders, dass ich am Ende noch Quasten an das schön schlichte Tuch genäht habe. Diese drei Troddeln sind für mich das Tüpfelchen auf dem i.

Quaste. Troddel. Tassel.


Heute möchte ich Euch zeigen, wie schnell und einfach man diese Verzierung aus einem Wollrest selber machen kann.


Alles was man braucht ist ein Wollrest, ein Stück Pappe und eine Häkelnadel.

Montag, 3. Februar 2020

Bezug für ein Ärmelbrett nähen- ganz einfach

Ich bin ja leidenschaftlicher Näh-Bügler und der Spruch "Gut gebügelt ist halb genäht" ist für mich ein Mantra im Nähzimmer. Entsprechend häufig nutze ich mein Bügel-Equipment und gerade die Bügelbretter brauchen öfter man einen frischen Bezug.
Jetzt war mein Ärmelbrett dran und ich habe die Gelegenheit genutzt und ein kleines Tutorial für Euch gemacht.

Detailbilder Bügelbrettbezug


Ihr findet meine bebilderte Anleitung inkl. Nähfußtipp auf dem HIER auf dem Bernina Blog. Schaut doch mal vorbei.

Wenn Ihr das große Bügelbrett beziehen wollt, habe ich übrigens noch ein easy Tutorial im Blogarchiv.
Blitz Tutorial Bügelbrettbezug

Vielleicht ist ja frischer Bezug für Eure Bügelbretter eine gute Idee und gleich der erste Schritt beim Frühjahrsputz im Nähzimmer...

Ich wünsche Euch einen guten Start in die Woche und in den Februar.



Dienstag, 14. Januar 2020

Stricktuch Nordwind- mein Langzeitprojekt mit Happy End

Voller Stolz kann ich zum Jahresanfang verkünden, dass ich endlich mein Nordwindtuch fertig habe. Wer mir auf Instagram folgt, der hat vielleicht mitbekommen, dass ich eine wahre Strickschnecke bin und schon ziemlich lange an diesem Tuch herumnadel.
Auf der Bustour zur Formland am 17. August 2019 ging es mit den ersten Maschen los. Ich hatte auf der Fahrt - außer der netten Gesellschaft- sogar ein persönliches Strickcoaching von Stine & Stitch Kerstin, aus deren Feder eben nicht nur tolle Strickbücher*, sondern auch die kostenfreie Anleitung für das Nordwindtuch stammen.

Mein 1. Anlauf


Wie im Original, hatte ich mich für Fine Wool von Stoff & Stil in hellgrau entschieden und mir eine schöne Zing Rundstricknadel in Metall* gekauft. Leider zeigte sich, dass ich mit der Kombination aus dieser Wolle und den sehr glatten Metallnadeln als Anfänger nicht klar kam. Irgendwie zu rutschig... Zwischendurch brachte mich die Wolle zur Verzweiflung- das verflixte Zeug riss mir beim Stricken. Als Anfänger der Supergau und ich startete mehrmals komplett neu mit dem Tuch. Verzweifelt kaufte ich mir eine neue Rundstricknadel, deren spezielle Spitzen die Hoffnung in mir weckten, dass es nun besser klappen würde. Es war die Ergonomics von Prym*, aber wir wurden leider keine Freunde. Die Wolle rutschte nun nämlich gar nicht mehr. Irgendwann riss dann wieder die Wolle und ich beschloss, nochmal komplett bei Null anzufangen.

Neustart


Im hiesigen Wollfachgeschäft kaufte ich nach netter Beratung neue Wolle und neue Nadeln. Mit Merino Yak von Schachmayr* und der Holzstricknadel Ginger*  startete ich frisch. Mittlerweile war ich ja geübt mit der etwas kniffeligen Anfangsphase des Tuches. Und was soll ich sagen- nun ging es wunderbar. Kein Fadenriss- tolle Haptik und die Nadeln hatten genau die Griffigkeit, die ich für mich brauchte. Mit der fusseligen und empfindlichen ersten Wolle hatte ich mir wahrlich keinen Gefallen getan- solche Anfängererfahrungen muss man wohl mal machen. Es zeigt sich jedoch, dass gute Qualität bei Material und Werkzeug sich auszahlen.

Die mit * gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate Links. Kommt über einen solchen Link ein Einkauf zustande, werde ich mit einer Provision beteiligt. Für Dich entstehen dabei keine Mehrkosten. Wo, wann und wie Du ein Produkt kaufst, bleibt natürlich Dir überlassen.


Bis ich mich in mein tolles Tuch wickeln konnte, sollte es dann noch eine ganze Weile dauern.

Mittwoch, 1. Januar 2020

Moin 2020

Neujahrsgruß 2020 Nähzimmer







Basis der verwendeten Grafiken Designed by Freepik

Donnerstag, 26. Dezember 2019

Alle Jahre wieder: Freebie Silvesterdeko

 „The same procedure as last year, Miss Sophie?“ – „The same procedure as every year, James.“

In diesem Jahr ohne viele Worte- aber wirklich sehr gerne und voller Freude- stelle ich Euch wieder meine Druckvorlage für Eure Silvester-Partydeko zur Verfügung.

VErsion 2024: HIER ENTLANG KLICK

Druckvorlage Sillvester Wunderkerzen Glückskekse 2020

Einfach auf kräftiges Papier/Pappe drucken, aussschneiden und damit Wunderkerzen verpacken, Glückskekse verzieren, Geschenktütchen bekleben, Serviettenringe basteln oder die Tickets in der MiniVariante, als hübsche Streudeko nutzen.

Montag, 23. Dezember 2019

Frau Müller- eine wirklich handliche Handtasche

Die Handtasche ist für viele Frauen ein Must-Have, wenn sie das Haus verlassen. Sie ist modisches Accesoire- aber auch die Schatzkammer für unterwegs. Beherbergt sie doch neben Schlüssel und Geldbeutel so manches vermeintlich unentbehrliche Ding...
Einige Taschen haben fast die Größe von Reisekoffern und so kommt es, dass man gern auch mal zuviel mit sich herumschleppt und die Tasche wortwörtlich zur Last wird.

Mit kleinem Gepäck


Oftmals würde es nämlich auch reichen, wenn man wirklich nur das Nötigste mit sich herum trägt. Beim Kinobesuch, bei der kleinen Spazierrunde oder wenn man bei Freunden eingeladen ist- da reichen Geldbeutel, Schlüssel, Smartphone und vielleicht noch Taschentücher. Und die passen wunderbar in eine kleine handliche Tasche, die einem nicht schwer an der Schulter hängt.

Nicht zu groß und nicht zu klein.


Schnittmuster für kleine Taschen finden sich im Internet reichlich. Vor einiger Zeit fand man vor allem diverse Varianten der HipBag, jetzt gibts den nächsten Trend, die sogenannten Handytaschen. Manche reichen grad fürs Smartphone- andere warten mit mehr praktischem Stauraum auf, ohne riesig zu sein. Und genau so ein Tasche habe ich nun als Geschenk genäht: "Frau Müller" von Malamü.


Ich  bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden und werde mir auf jeden Fall auch noch eine eigene Variante nähen. Die Größe finde ich genau richig, wenn man "unbelastet" unterwegs sein möchte.
Frau Müller ist ca. 20cm hoch, 12cm breit und 5cm tief und damit kann man grad noch gnädig sein, wenn der Gatte fragt, ob man vielleicht noch Platz für seinen Schlüssel hätte...


Ich habe das Täschchen aus schwarzblauem, leichten Denim genäht und eine Vortasche zugefügt, die ich mit einem geplotteten Anker verziert habe. Das Innenfutter ist nachhaltig aus einem Herrenhemd genäht und so gab es auch gleich eine praktische Mini-Innentasche aus der Brusttasche des Hemdes. Bei der Verstärkung habe ich das erste mal mit kaschiertem Schaumstoff gearbeitet und ich muss sagen: Geiles Zeug! Dafür musste ich zwar die geplante Paspel streichen (das wäre einfach zu dick an den Nähten geworden)- aber das leichte Volumen und die Griffigkeit sind toll.



Hast Du schon Nähpläne geschmiedet für 2020- oder willst auch Du die Ruhe nach den Festtagen dafür nutzen?!