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Sonntag, 20. Dezember 2020

Projekttasche für das Handgelenk – Nähen für Strickerinnen

So viele Jahre hatte ich mich erfolgreich dagegen gewehrt, in die Welt des Strickens einzutauchen. Doch 2019 war die Zeit dann offensichtlich reif und ich habe mich endlich an die Nadeln getraut. Und ich durfte feststellen, dass meine strickenden Freundinnen all die Jahre Recht gehabt hatten: 

Stricken ist echt klasse!

Ein ganz besonderen Vorzug vom Stricken ist, dass es – im Gegensatz zum Nähen – eine handliche Angelegenheit ist. Es reichen ein paar Stricknadeln und ein Knäuel Wolle und schon kann so ziemlich überall gewerkelt werden.

Für das diesjährige Adventskalendervergnügen habe ich mich von diversen Pins bei Pinterst inspirieren lassen und einen praktischen 'Immer-dabei-Beutel' genäht. Darin findet Wolle und ein kleines Strickprojekt Platz. Man kann es beim Stricken ans Handgelenk hängen- perfekt fürs Werkeln 'on the road'. So zumindest die Theorie- ich bin gespannt, wie praxistauglich das Ganze für die versierten Strickerinnen ist.

Projekttasche Stricken für das Handgelenk


Ich habe das Schnittmuster so gestaltet, dass z.B. ein handliches Sockenprojekt reinpasst und mit den Vortaschen noch ein wenig Platz für Zubehör bleibt. Der Außenstoff ist beschichtete Baumwolle in freundlichem Hellgrau, der dunkelblaue Tupfenstoff lockert die Optik auf und der tolle Plott (aus dem Silhouette Store) macht das Ganze zu einer runden Sache.

Schnittmuster Projekttasche

Mein Schnittmuster und ein ausführliches Tutorial bekommt Ihr übrigens in einem extra Beitrag. Aber gut Ding will Weile haben und so wird das erst im neuen Jahr was.
Aber bis 2021 ist ja nicht mehr weit...

Und, wie steht Ihr zum Stricken?
Ich habe es ja sehr spät für mich entdeckt, aber beim Handarbeiten ist es eben wie bei vielen anderen Dingen im Leben. Manches muss warten, bis es zu einem passt.





Montag, 23. Dezember 2019

Frau Müller- eine wirklich handliche Handtasche

Die Handtasche ist für viele Frauen ein Must-Have, wenn sie das Haus verlassen. Sie ist modisches Accesoire- aber auch die Schatzkammer für unterwegs. Beherbergt sie doch neben Schlüssel und Geldbeutel so manches vermeintlich unentbehrliche Ding...
Einige Taschen haben fast die Größe von Reisekoffern und so kommt es, dass man gern auch mal zuviel mit sich herumschleppt und die Tasche wortwörtlich zur Last wird.

Mit kleinem Gepäck


Oftmals würde es nämlich auch reichen, wenn man wirklich nur das Nötigste mit sich herum trägt. Beim Kinobesuch, bei der kleinen Spazierrunde oder wenn man bei Freunden eingeladen ist- da reichen Geldbeutel, Schlüssel, Smartphone und vielleicht noch Taschentücher. Und die passen wunderbar in eine kleine handliche Tasche, die einem nicht schwer an der Schulter hängt.

Nicht zu groß und nicht zu klein.


Schnittmuster für kleine Taschen finden sich im Internet reichlich. Vor einiger Zeit fand man vor allem diverse Varianten der HipBag, jetzt gibts den nächsten Trend, die sogenannten Handytaschen. Manche reichen grad fürs Smartphone- andere warten mit mehr praktischem Stauraum auf, ohne riesig zu sein. Und genau so ein Tasche habe ich nun als Geschenk genäht: "Frau Müller" von Malamü.


Ich  bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden und werde mir auf jeden Fall auch noch eine eigene Variante nähen. Die Größe finde ich genau richig, wenn man "unbelastet" unterwegs sein möchte.
Frau Müller ist ca. 20cm hoch, 12cm breit und 5cm tief und damit kann man grad noch gnädig sein, wenn der Gatte fragt, ob man vielleicht noch Platz für seinen Schlüssel hätte...


Ich habe das Täschchen aus schwarzblauem, leichten Denim genäht und eine Vortasche zugefügt, die ich mit einem geplotteten Anker verziert habe. Das Innenfutter ist nachhaltig aus einem Herrenhemd genäht und so gab es auch gleich eine praktische Mini-Innentasche aus der Brusttasche des Hemdes. Bei der Verstärkung habe ich das erste mal mit kaschiertem Schaumstoff gearbeitet und ich muss sagen: Geiles Zeug! Dafür musste ich zwar die geplante Paspel streichen (das wäre einfach zu dick an den Nähten geworden)- aber das leichte Volumen und die Griffigkeit sind toll.



Hast Du schon Nähpläne geschmiedet für 2020- oder willst auch Du die Ruhe nach den Festtagen dafür nutzen?! 


Donnerstag, 15. August 2019

Besser spät als nie- endlich eine Hip-Bag


Gefühlt schmückt sich gerade die gesamte Nähbloggershpäre mit diversen Revival-Varianten eines Relikts der späten 80er:

Die Bauchtasche ist wieder da


Zum Glück mit zeitgemäßem Touch und durch verschiedenste Formen und Trageweisen nicht mehr unbedingt das figurtechnisch unvorteilhafte Beutelteil- sondern durchaus ein schicker und praktischer Händefreihalter. Dazu kommt, dass so ein kleines Modeaccesoire uns Selber-Schneidern jede Menge an Kreativpotenzial bietet. Bei geringem Stoffverbrauch kann die Restekiste geplündert werden und wer mag, zaubert sich mit Borten, Bändern, schicken Reißern und Metallkarabinern seine ganz individuelle Hip-Bag.
Etwas verspätet bin nun auch ich dem Trend erlegen- denn wenn ich diesen Samtag wieder mit auf Bloggertour zur dänischen Designmesse Formland bin, kommt "Hände frei" gerade recht.

Jede Menge Freebies


Eine kurze Google-Suche zeigte, dass man wirklich für fast jeden Geschmack ein nettes Taschen-Schnittmuster findet. Und sogar jede Menge Modelle gratis.
Ich entschied mich recht schnell für die "Fransi" von Delari, denn mir gefielen die kleinen Seitenblenden am Übergang zum Gurtband und die Tatsache, dass die Tasche sich wirklich schlank macht. Auf die namensgebenden Fransen konnte ich aber gut verzichten... ;)

Tragevarianten Fransi Hüfttasche

Den gratis Schnitt und die Anleitung findet Ihr HIER
Wer nachnähen möchte, sollte unbedingt das Video schauen- nur die Bilder auf der Seite fand ich erstmal verwirrend, das bewegte Bild schafft aber wunderbar Klarheit. Laut Intro ist die Fransi übrigens in einer Stunde genäht... Das setzt allerdings voraus, dass man pingelmäßig Mut zur Lücke hat. Im kurzweiligen Plauderton zeigt Nine, wie sie die Tasche näht- ganz nach ihrem Motto "Perfekt ist langweilig".

#slowsewing


Ich habe für meine Tasche einiges länger als eine Stunde gebraucht- habe aber auch Einlage benutzt und noch zusätzlich eine Innentasche für mein Handy eingearbeitet. Und ich habe mir beim Nähen einfach mehr Zeit genommen, denn ich mag es gern exakt und ordentlich.
Für den Oberstoff habe ich eine alte Jeans zerschnitten und für das Futter in die Restekiste gegriffen. Man braucht ja wirklich erfreulich wenig Stoff für so eine Tasche.

Material Upcycling Hip-Bag, Schnittteile

Als Einlage habe ich Decovil I Light auf den Jeans und H200 auf die dünne Baumwolle gebügelt. Die Innentasche ist in das Futter-Rückenteil gearbeitet- dabei habe ich mein Handy als Maß genommen.
Beim Nähen zeigte sich das leicht brettige Decovil leider als etwas hinderlich- zumindest konnte ich  dadurch an einigen Stellen den Stoff nicht so gut zur Seite legen, um die Arbeitsschritte zu erleichtern. Aber mit Geduld und etwas Fluchen, hat es am Ende gut geklappt.
Entgegen der Anleitung habe ich die Wendeöffnung übrigens unten am Futterbeutel gemacht. So kann man dann am Schluss die oberen Nahtzugaben unsichtbar von innen verbinden, um das Verrutschen des Futters zu verhindern.

Für das Ziersteppen am Reißverschluss habe ich zum ersten Mal sogenannte Top-Stitch-Nadeln* verwendet. Damit war das schöne Stichbild mit dem etwas stärkerem Steppgarn* kein Hexenwerk mehr.

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Blick auf die Innentasche mit Reißverschluss

Meine Tasche ist übrigens ohne Verschluss-Karabiner- ich hatte leider keinen passenden zur Hand. Aber Dank kurzem Kreativinput von Kreamino habe ich nur mit zwei Schiebern gearbeitet und kann jetzt meine Tasche einfach überstreifen und dann am Gurt auf die richtige Länge einstellen.

Ich bin sehr glücklich mit meiner schlichten, formschönen Tasche und freue mich sehr, sie am Samstag in Dänemark auszuführen und zu testen, wie sie sich in der Praxis verhält.

Habt Ihr Euch auch schon eine Hüfttasche genäht? Vielleicht verratet Ihr ja auch, nach welchem Schnittmuster und erzählt, was Euch wichtig an so einem Beutel ist.
Bei mir zum Beispiel, war das die handliche Größe und eine Form, die sich schön anschmiegt...







Sonntag, 4. November 2018

Tasche Dany von Machwerk

Ich habe eine neue Tasche fertig.
Endlich, kann ich nur sagen, denn die Tasche lag ein Jahr zugeschnitten herum und wartete auf Vollendung. Letzte Woche war es dann endlich soweit und ich habe sie mir auf dem Nähdeerns-Nähwochenende vorgeknöpft. Mit der ausführlichen Bilderanleitung von Frau Machwerk auf dem iPad ging das Nähen wirklich gut von der Hand. Wie bei Machwerk gewohnt, führen einen die Fotos Schritt für Schritt sicher Richtung Ziel. Als ich den Boden einsetzte, hakte es allerdings etwas, denn mein Vorderteil war irgendwie ein gutes Stück zu groß. Irgendwo musste sich bei mir ein Fehler eingeschlichen haben, als ich die seitlichen Reißertaschen genäht habe.
Wenn ich noch eine Dany nähe, werde ich der Sache auf den Grund gehen. Bei dieser Tasche habe ich die Mehrweite jetzt beherzt auf der Gesamtstrecke verteilt und die leichte Wölbnung unten fällt  im Tragealltag nicht weiter auf.

Tasche Dany mit Ankermotiv Ansichten

Meine Dany ist sehr schlicht- ich habe auf die extra Riegel über den offenen Außentaschen verzichtet und einzige Zierde ist das Ankermotiv auf der Vorderseite.
Eigentlich hatte ich dort ein Siebdruckmotiv vorgesehen. Doch nach dem Drucken zeigte sich, dass das relativ filigrane Bild völlig im groben Stoff verschwand. Da hätte ich schon in Weiß drucken müssen, damit es sichbar würde, doch so auffällig wollte ich es dann auch wieder nicht...

Maritimes Plottermotiv


Ich hatte im Vorrat noch einige Plottermotive und so bekam das neu zugeschnittene Vorderteil einen Anker aufgebügelt. In Samtoptik aus Flockfolie wäre vielleicht noch netter gewesen, aber auch mit der matten Flexfolie bin ich zufrieden.

Detail Tasche Dany Anker Plottmotiv und Metallteile

Dany ist wirklich ein tolles Taschenmodell. Ich mag die vielen Taschen und die beiden seitlichen Reißertaschen bieten sogar die Möglichkeit, sich eine Mufftasche zu nähen.
Mal sehen, ob ich bei der nächsten einfach weichen Plüsch als Taschenfutter nehme- dann kann man beim Einkaufsbummel die Tasche auch mal vorm Bauch tragen und die Hände weich und warm vergraben.

Tasche Dany von Machwerk Details der Reißertaschen

Das einzige was zu meinem Taschenglück jetzt noch fehlt, ist ein Schieber, um den Träger verstellen zu können. Der war in "Gunmetal" grad nicht lieferbar, aber er ist ja auch nachträglich einfach anzubringen.

Wenn ihr noch mehr schöne Versionen der vielseitigen Tasche sehen wollt, dann bemüht einfach mal die Google Bildersuche. Da ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

Und, was für Taschen mögt Ihr so? Gerne auch eine mit vielen Extrataschen und Innenfächern, um alles einigermaßen geordnet zu verstauen? Oder seid Ihr eher der Typ: Hauptsache groß und einfach alles rein?!






Meine Materialquellen zu Eurer Information:

Schnittmuster: Tasche Dany gekauft bei Machwerk
Stoff: Gut abgelagerter Polsterstoff, den ich noch vom Wohnwagenpolster nähen übrig hatte - gekauft bei Stoff & Stil
Reißer in der Farbe "Gunmetal": gekauft bei Wittsich
Metallteile Gunmetall: Gekauft bei Snaply

Donnerstag, 2. November 2017

Grete N°5

Eigentlich wäre es an der Zeit, einen neuen Geldbeutel für mich zu nähen. Mein Erstlingswerk nach dem Schnittmuster Grete von Frau Machwerk, ist nämlich schon arg abgegrabbelt...
Doch meine N°5 wird- genau wie meine Version 2, 3 und 4 - wieder ein Geschenk für einen lieben Menschen.

Grete Geldbeutel nähen Frau Machwerk Reißverschluss

Ich kann Euch diesen Schnittklassiker wirklich sehr ans Herz legen. Die Anleitung ist super detailiert und das Ergebnis absolut alltagstauglich und praktisch.
Und durch individuelle Stoffwahl wird jede Grete einzigartig.

Meine 1. Grete (mit ungewohnten Farbakzenten) KLICK
Grete 2 (für einen JaneAusten Fan) KLACK
Grete 3 (dezent farbig) LINK
Grete 4 (mit richtig ungewöhnlichen Farbakzenten) HIER

Das Schnittmuster bekommt Ihr bei Frau Machwerk im Shop (wo ihr übrigens noch jede Menge andere toller Schnitte und auch super Material zum Taschen nähen findet)



Freitag, 7. Oktober 2016

Drei Taschen im Origami-Stil

Origami (jap. 折り紙, von oru = falten + kami = Papier) ist die Kunst des Papierfaltens. Ausgehend von einem zumeist quadratischen Blatt Papier entstehen allein durch Falten zwei- oder dreidimensionale Objekte wie z. B. Tiere, Papierflieger, Gegenstände und geometrische Körper.
Quelle Wikipedia

OK- diese drei hübschen Taschen haben jetzt nicht so wirklich was mit "echtem" Origami zu tun- aber für mich haben sie eine asiatisch anmutende Optik und ein wenig "Faltarbeit" steckt auch drin...

Ich habe in letzter Zeit drei verschiedene kostenlose Taschenschnittmuster ausprobiert und möchte sie Euch hier einmal vorstellen und von meinen Erfahrungen erzählen (und Euch natürlich auch meinen Favoriten verraten).