Und damit wir die schönen Dinge nicht aus dem Blick verlieren, gibt es heute endlich mal wieder einen Blogbeitrag zum Thema "Kleidung selber nähen". Ich habe mir nämlich zwei Neuzugänge genäht, die mich sehr zufrieden und glücklich machen.
Zunächst eine Blusenjacke nach McCall's 7387. Ich hatte das Schnittmuster hier schon einmal vernäht: Von der Leinentunika zur Kastenbluse
Das kurze und luftige Bluse trage ich ausgesprochen gerne - diesmal gab es eine längere Variante und ich habe eine Größe kleiner genäht. Letzteres war übrigens keine tolle Idee, denn um die Hüfte herum fehlt jetzt Platz. Bei der Kurzversion fiel das natürlich nicht auf- die kam mir ziemlich riesig vor. Wenn ich die lange Bluse in Größe S nun schließe, bildet sich durch die raffinierte doppelte Rückenfalte nämlich in Höhe Po eine O-Form, die nicht wirklich schmeichelhaft ist.
Auf gut Deutsch: Dat mokt en grooten Mors!
Da ich so eine Bluse aber eh am liebsten offen und wie eine lässige Jacke trage, bin ich trotzdem happy. Ich liebe die Ärmellänge, das Detail der verdeckten Knopfleiste und besonders die Rückenfalte. Und ich bin sehr glücklich mit der Stoffwahl.
Moonless Night von Zuleeg
Der Stoff ist ein Teil einer neuen Stoffkollektion der Weberei Zuleeg.
Das Outfit wird komplett mit meiner neuen Hose. Auch hier bin ich ein Wiederholungstäter- denn das Schnittmuster Assuan von Schnittquelle habe ich schon zwei Mal genäht. Beide Male aus Leinen und beides absolute Lieblingsteile: Blau ist mein bunt und Marlenehose aus Leinen
Diesmal habe ich die Hose aus einem Mischgewebe aus dem Werksverkauf bei Zuleeg genäht. Eigentlich hatte ich den Stoff bei meinem Besuch in der Wollweberei im letzten Jahr ja für ein Jackenprojekt gekauft- aber die melierte Optik und das etwas robustere Material schien mir perfekt für eine schicke Hose. Nach dem Nähen in bewährter Größe 38 musste ich leider feststellen, dass ich etwas mehr Hüftgold mit mir herumtrage und der Stoff nicht so nachgibt, wie die Leinenstoffe der Vorgängerhosen. Da hatte ich nämlich eher das Problem, dass sie beim Tragen zu weit leierten. Die neue Assuan sitzt nun etwas knackig, aber noch gut tragbar. Wenn mein Elan wieder für ein wenig Sport und Chipsdisziplin auf dem Sofa reicht, dann ist das perfekt.
So freue ich mich nun also über zwei vieleitig zu tragenden Kleidungsstücke. Perfekt in meinem recht unbunten Farbschema, das mich nun schon lange sehr zufrieden macht:
Genügsamkeit beim Nähen
Unbunt glücklich
Farbpalette
Bleibt gesund und stark. Versucht Euch an den kleinen, schönen Dingen unserers eingeschränkten Alltags zu erfreuen. Kreatives Werkeln kann wunderbar ablenken und helfen, den Kopf ein wenig frei zu bekommen. Und begrüßt den Frühling! Er zeigt, es geht immer weiter- irgendwie eh und irgendwann dann auch wieder gut.




Wow !!! Tolles Outfit !!! Wenn ich so gut nähen könnte ...
AntwortenLöschenHerzliche Grüße und eine gute Woche, helga