Sonntag, 12. August 2018
Schutzumschlag für Schulbücher aus Wachstuch - ein Tutorial zum Schulanfang
Die großen Sommerferien neigen sich langsam dem Ende und mit dem neuen Schuljahr heißt es für viele nun wieder: Die neuen Schulbücher müssen eingebunden werden!
Stapel von geliehenen Büchern brauchen einen haltbaren Schutzumschlag und damit sich Aufwand und Kosten in Grenzen halten, habe ich für alle Selber-Näher ein kleines Tutorial gemacht.
Ihr findet es auf dem BERNINA Blog.
Diese Einbände aus Wachstuch sind wirklich superschnell und einfach genäht. So erhält jedes Schulbuch eine maßgefertigte strapazierfähige Schutzhülle und kann die Abenteuer des Schulalltags sicher überstehen.
Ich wünsche allen Schülern und Eltern einen guten Start in ein schönes Schuljahr!
Dienstag, 31. Juli 2018
Kleiderliebe – mein kleines Schwarzes
Und nun ist ein neues Kleid in meinem Schrank eingezogen, mit dem ich überglücklich bin.
Kleidersommer 2018
Sonntag konnte es auf einer sommerlichen Party zeigen, dass chic und luftig sehr gut zusammen geht. Der Schnitt ist ein altes Schätzchen, der hier schon Ewigkeiten liegt, doch nie genäht wurde.
Burda N7517 - ein ärmelloses, ungefüttertes Sommerkleid mit Falten in der Taille, die nach oben und unten aufspringen. Auch am U-Bootausschnitt springen vorn Falten auf und geben dem Kleid eine raffinierte Silhouette (Leider ist das Schnittmuster „out of print“ - der Schnitt ist von 2010)
Ich habe mein Kleines Schwarzes aus feinerem Leinen genäht in Gr. 40 ohne Anpassungen. Erst war ich etwas ängstlich, dass die Falten komisch fallen, aber wenn man darauf achtet, die Faltenbrüche NICHT einzubügeln, sondern nur die Nähte wie angegeben zur Seite bügelt, dann legt sich das Kleid wunderbar um den Körper. Anfangs kratze mein Leinenstoff leider ganz furchtbar und ließ die typische Leinenkühle sehr vermissen. Aber nach 10 Minuten Tragen hatte sich das Problem von selbst gelöst - nichts kratzte mehr und ich konnte die Feier sehr genießen.
Schlicht, aber nicht langweilig
Das Kleid ist so in uni wunderbar puristisch- aber es ist bestimmt auch großartig aus einem schönen Baumwollsatin mit Druckmotiv. Ein perfektes Webwarenmodell, das zwar figurbetont ist, aber trotzdem super bequem.
Übrigens habe ich ein klein wenig „unsichtbare Detailliebe“ beim Nähen aufgebracht. Der Beleg ist mit Kontrastgarn und Zierstichen betont- wer einen Blick auf das Innenleben werfen mag- auf dem Bernina Blog stelle ich das Detail näher vor: BERNINA-BLOG
Und, ist 2018 für Euch auch DER Kleidersommer? Sind neue Modelle sommerlichter Garderobe in Euren Schrank eingezogen oder konntet ihr endlich mal wieder Schätzchen hervorholen, für die die letzten Jahre einfach zu verregnet waren?!)
Samstag, 21. Juli 2018
Frische Bügel-Eier im Schneiderherz SHop
Herzlichen Dank für die rege Nachfrage- ihr seid klasse!
Alle Bügeleier sind verkauft- jetzt heißt es für mich ganz fleißig Pakete packen :)
Gut gebügelt ist halb genäht! Und mit dem Bügelei macht das Bügeln auch endlich richtig Spaß... ;)
Mittwoch, 4. Juli 2018
Crash Stoff kann sehr tückisch sein
Ich hatte mir einen hübschen Baumwollstoff in gekauft: Feine Streifen in grau-weiß, mit gecrashter und leicht körniger Stuktur. Ein richtiger Sommerstoff, sehr leicht und luftig, den ich einfach zu schön fand, um nicht ein Stück davon zu kaufen.
Manchen Stoff muss man eben einfach haben.
Daheim war ich erst etwas ratlos, was ich überhaupt davon nähen sollte, denn auch nach der Wäsche behielt der Stoff seinen eher steifen Fall- von daher ein guter Stoff für eine etwas sportliche Hemdbluse. Aber für solch eine Bluse war er mir dann doch zu dünn und transparent...Und irgendwie Stand mir der Sinn auch eher nach etwas unkompliziert sommerfluffigem...
Da ich von der Bluse "Frau Yoko" schon Varianten in diversen Stoffqualitäten gesehen hatte, die mir eigentlich alle gut gefallen hatten, entschied ich mich dann am Ende für das Modell mit der markanten Rückenfalte.
Aus Viskose hatte ich mir ja schon eine Yoko genäht: Frau Yoko ohne Schulterpasse
Der Zuschnitt vom Crash dauerte etwas länger, weil man besonders sorgsam legen und stecken muss- aber genäht war die Bluse dann sehr schnell.Doch die Anprobe war dann sehr ernüchternd. Die schlichte Vorderfront wirkte in dem feinen Streifenstoff einfach trist. Die Streifen verschwammen zu einer großen grauen Fläche, ohne jeden Pfiff. Da nutzte es auch nichts, dass die Rückenansicht mit der quergestreiften Passe und der Falte wirklich hübsch war. Dazu kam, dass der Crashstoff "immer mehr" wurde. Sobald man die Bluse anzog, gaben die feinen Falten nach und das ganze wurde leierig weit.
So ein steifer Crash aus Baumwolle ist also nicht nur beim Zuschnitt tricky, sondern er sorgt auch danach noch für so einige Überraschungen.
Da half nur der Griff zur Schere
Ich habe die vordere Mitte aufgeschnitten und dort insgesamt vier Zentimeter Weite weggenommen. Danach habe ich den Halsauschnitt zu einem dezenten V-Auschnitt nachgeschnitten und zum Schluss die Kanten mit einem Schrägstreifen eingefasst.
Et Voila!
Jetzt habe ich ein Blusenjäckchen- perfekt für laue Sommerabende.
Ich mag solche Teile wirklich sehr und merke immer wieder, dass ich bevorzugt zu der Kombi "Shirt + passendes Jäckchen" greife. Vielleicht liegt das daran, dass so eine Kombi den Körper mehr umspielt und nicht das betont, was ich nicht betont haben möchte, seit ich das Fitnessstudio schwänze... ;)
Wie ist das denn bei Euch?
Seid ihr totale Blusenfans und tragt sie ganz klassisch? Oder auch lieber mit Top und offen? Mögt ihr Oberteil-Kombinationen oder tragt Ihr lieber Solisten?
Ich bin gespannt.
Heute ist der erste Mittwoch im Monat und es ist MeMadeMittwoch. Schaut doch mal vorbei
Sonntag, 17. Juni 2018
McCall's 7387 – von der Leinentunika zur Kurzbluse
#slowsewing
Schon vor längerem hatte ich mir das Schnittmuster McCall's 7387 gekauft – ein vielseitiges Modell, bei dem die Varianten vom ärmellosen Blüschen bis hin zum langen Hemdblusenkleid reichen.
Ein gut abgelagerter Leinenstoff sollte zu einer sommerlichen Tunika (Mod.C) verarbeitet werden.
Doch leider hatte ich die Stoffmenge völlig falsch in Erinnerung- mir fehlte ein satter halber Meter für die gewünschte Modellvariante und auch für die nächst kürzere Version fehlte ein Stück für die Ärmel. So etwas Blödes... Doch nach etwas Abstand zum Projekt, ging es mit frischem Elan an ein wildes Schnittmuster-Tangram und ich konnte tatsächlich eine Bluse mit Ärmeln (Mod.B) zuschneiden.
Das Modell ist nicht besonders aufwändig- einzig das Detail der verdeckten Knopfleiste fordert etwas mehr Zeit. An der Stelle hat mich übrigens die Anleitung fast in den Wahnsinn getrieben. Ich weiß, dass viele von Euch Anleitungen eh für überflüssig halten, aber ich schaue gerne rein. Eine gut gemachte Anleitung kann nämlich auch mal neue Verarbeitungsalternativen aufzeigen, denn nicht immer ist die Nähtechnik, die man schon ewig macht, der Weisheit letzter Schluss...
Ich breche also hier mal eine Lanze für gut gemachte Anleitungen!
Doch leider ist bei diesem McCalls-Modell die Technik der verdeckten Knopfleiste so unfassbar umständlich und die Skizzen in der Anleitung so furchtbar winzig, dass ich erstmal wirklich ratlos war. Und kurze Recherche im Netz zeigte, dass ich nicht als einzige dieses Problem hatte- z.B. Allison hier erging es nicht besser. Am Ende hat es zwar geklappt, aber SO werde ich nie wieder eine Leiste arbeiten!
Nach dem Kampf mit der Knopfleiste, ruhte das Projekt dann wieder eine ganze Weile.
Ich war unschlüssig, was die Ärmellänge und die Brusttaschen anging und auch die gerade Schlitze an den Seiten überzeugten mich nicht. Das alles nahm mir erst mal den Elan, weiter zu nähen.
Eine spontane Eingebung sollte dann zur Vollendung meiner neuen Bluse führen.
Ich fand die Idee von gerundeten Säumen ganz toll.
Doch der beherzte Griff zur Schere, war dann eher ein Griff in Klo...
Die Bluse war völlig aus der Form geraten, die Rundungen, die ich geschnitten hatte, waren einfach nicht schön im Verhältnis zur Blusenlänge.
Nach kurzer Pause habe ich dann trotzdem weiter genäht – habe den Kragen und die Ärmel fertig gemacht und ganz am Ende probeweise Länge weggesteckt. Und da zeigte sich dann, dass es mir am besten gefiel, wenn ich den Saum begradige. Dass ich für den gerundeten Saum an den Seitennähten schon sehr hoch geschnitten hatte, sorgte nun dafür, dass die Bluse am Ende kastig kurz geworden ist.
Ende gut, alles gut!
Mit den kleinen Perlmuttknöpfen und dem schönen Edelknitter ist das Ganze nun ein stimmiges Blusenjäckchen geworden und ich bin sehr zufrieden.
Ich mag die tiefe Rückenfalte und die dezent überschnittenen Ärmel. Die nächste Version werde ich wohl eine Nummer kleiner nähen - dies hier ist Gr. M und sie sitzt sehr leger. Bei meinem Schnittmuster waren die Größen XS, S und M enthalten und es gibt dann noch die Größenstaffelung L-XXL.
Die Schnittbögen sind, wie für amerikanische Hersteller üblich, auf hauchfeinem, ein wenig empfindlichem Seidenpapier gedruckt. Die Nahtzugaben sind im Schnitt enthalten und die Schnittbögen sehr gut beschriftet. Es finden sich reichlich Passzeichen und auch Angaben zur Weite des fertigen Modells. Das ist sehr praktisch, wenn man vorm Zuschnitt die Maße abgleichen möchte.
Ich bin wirklich sehr froh, das Projekt zu Ende gebracht zu haben. Es wäre doch wirklich schade gewesen, wenn das gute Stück ein UFO geworden wäre oder gar ein TFT!
Und, wie ist es bei Euch so? Seid Ihr auch ganz besonders stolz auf Euch, wenn Ihr ein Projekt trotz kleiner Hürden zu einem HappyEnd bringt?!
UFO = UnFertigesObjekt
TFT = TeilFürTonne
Donnerstag, 24. Mai 2018
Tutorial Paspel nähen
Wollt Ihr wissen, wie ihr mit der Overlock ganz einfach und schnell Paspelband selber machen könnt?!
Dann schaut doch mal auf dem Bernina Blog vorbei.
Dort habe ich ein kleines Tutorial dazu gemacht und zeige, wie ich meinen Vorrat an hübschen Zierbändern auffülle...
Hier geht es zum Tutorial "Paspelband mit der Overlock nähen"
Viel Spaß beim "Paspeln"
Dienstag, 22. Mai 2018
Beleg untersteppen - ein kleines Tutorial
Bevor es ans "Untersteppen" geht, noch ein paar grundsätzliche Dinge zur Belegverarbeitung:
Es ist ganz wichtig, den Beleg exakt zuzuschneiden und ihn mit einer dünnen Bügeleinlage zu verstärken (ich verwende gern die H180) in perfekter Form zu halten. Fakt ist nämlich, dass Ausschnittkanten wärend der Verarbeitung gerne mal etwas ausdehnen und wenn dann auch noch der Beleg aus der Form gerät, dann habt ihr am Ende einen verzogenen und ausgedehnten Ausschnitt. Und das will doch keiner, oder?!
Bei besonders flatterigen Stoffen kann es einfacher sein, ein größeres Stück Stoff vollflächig mit Einlage zu bebügeln (auch hier unbedingt darauf achten, den Stoff nicht zu verziehen)- und erst anschließend den Beleg auszuschneiden.
Gehen wir jetzt also davon aus, Ihr habt alles vorbereitet und seid nun soweit den Beleg rechts auf rechts an Eure Auschnittkante zu stecken...
Montag, 21. Mai 2018
Mein neues Top oder 'Wie bändigt man einen Beleg?'
Das Top Merselo von Schnittquelle
Das Untersteppen
Donnerstag, 17. Mai 2018
Jerseymantel Zsazsa – Basicteil im Doppelpack
Da lag es nahe, meinen Kleiderschrank mit zwei universellen Basics zu ergänzen.
Mein neues Duo in Hellgrau und Schwarz
Zsazsa von Susalabim ist ein schlichter Schnitt für einen Jerseymantel. Ich habe ihn ja schon einmal in einer Pusteblumen-Variante genäht und habe auch noch eine Version aus schwarzem Baumwolljersey. Die gemusterte Version trage ich (trotz Muster) liebend gern und ich habe auch nicht mehr das Gefühl, es sieht nach Bademantel aus... Die schwarze Variante ist nicht ganz so geliebt, weil sich zeigte, dass das Material furchtbar leiert. Direkt nach der Wäsche ist noch alles prima- aber nach kurzer Tragezeit beulen die Ellenbogen und am Ärmelsaum ist alles schlabberig weit. Da fehlt einfach kleiner Anteil Elastan im Stoff. Den Mantel trage ich deshalb jetzt nur noch als schluffiges Sofateil.
Meine beiden Neuen hier habe ich nun aus Romanit genäht. Ich hatte den Stoff bei einer Nähfreundin befummelt und fand die Haptik und Optik toll. Dazu noch ein unschlagbarer Preis- somit habe ich gleich was davon online geordert. Doch bei der Lieferung gab es dann einen kleinen Dämpfer…
Ich hatte überhaupt nicht auf die Materialzusammensetzung geachtet.

Der Stoff ist zwar schön- aber besteht zum größten Teil aus Polyester. Ich bin da jetzt nicht so empfindlich, was das Tragen angeht- doch ich fürchte, dass der Stoff sehr schnell seine Optik einbüßt. Die Kunstfaser neigt leider gern zu fieser Pillingbildung und ich möchte ja keine Wegwerfmode nähen.
Aber ich bin wirklich selber schuld- ich hätte bei dem Preis ja stutzen müssen. So kopflos werde ich auf jeden Fall nicht mehr kaufen- möchte ich doch, dass mich meine Kleidungsstücke eine ganze Weile begleiten. Mal sehen also, wie lange mir meine zwei Polytierchen treue Dienste leisten, bevor sie unansehnlich werden. Vielleicht hab ich ja Glück.
Trotz allem mag ich nämlich das Ergebnis- der Stoff ließ sich gut verarbeiten und fällt auch richtig schön. Der Schnitt war keine große Herausforderung und die zwei Mäntel wirklich schnell vollendet. Ich habe Größe 38 genäht und die Rückenabnäher weggelassen. An den Seitennähten habe ich Schlitze eingearbeitet.
Zum hellgrauen Mantel trage ich übrigens das Shirt von HIER und diese Hose.
Der schwierigste Part an diesem Projekt waren jetzt am Ende die Bilder für den Blogbeitrag. Ich mache die Fotos ja fast immer als Solonummer und diesmal klappte die Verbindung zum Smartphone nicht. Also musste das iPad und der 12-Sekunden Timer herhalten, was die Sache manchmal etwas langatmig machte und am Ende zu leicht albernen Anwandlungen führte…
Aber Bloggen soll ja auch Spaß machen, oder?!
Also- verliert vor lauter DSGVO nicht den Spaß am Internet und lasst Euch die die Freude am Bloggen nicht nehmen...
Schönen Start ins Pfingswochenende!
Dienstag, 15. Mai 2018
Mein Lisbon Cardigan – (k)eine große Liebe
So ein Teil sollte gern in meinen Kleiderschrank einziehen...
Bei einem Nähtreff konnte ich sogar die Versionen von Kreamino (HIER und HIER) anprobieren und sehen, was mir gut gefiel. Damit stand meiner eigenen Version also nichts mehr im Wege.
Merke: Zierstiche trennen kannst Du voll vergessen!
Da lieb' ich #slowsewing und eben auch mal eine Handnaht.
Freitag, 4. Mai 2018
Frau Yoko ohne Schulterpasse
Schon oft habe ich verschiedene Versionen der hübschen Webwaren-Bluse mit der markanten Rückenfalte bewundert, doch erst jetzt ist eine in meinen Kleiderschrank eingezogen. Meine Version ist aus weißer Viskose mit winzigen schwarzen Möven. Ein dezent maritimes Motiv, dem ich einfach nicht widerstehen konnte – obwohl ich ja sonst Uni bevorzuge. Der Stoff ist viskosetypisch schön fließend und fühlt sich ganz wunderbar an.
Doch die Farbe hat so ihre Tücken.
Weiße Stoffe haben immer eine gewisse Transparenz. Und somit schimmert auch hier bei jeder doppelten Lage das schwarze Druckmotiv durch. An den Nähten und Saumkanten stört mich das nicht - aber Frau Yoko sieht eine doppelte Rückenpasse und einen Beleg vor. Und da hätte es mich einfach gestört. So habe ich bei meiner Version einfach auf die Schulterpasse verzichtet und die Kellerfalte im Rücken schon am Halsausschnitt aufspringen lassen. Und statt Beleg habe ich den Ausschnitt ganz dezent mit einem schmalen Schrägstreifen verstürzt.
Nun ist meine Bluse im Schulterbereich/Rücken natürlich durch diese Änderung üppig weit. Zunächst wollte ich diese Weite am Saum „auffangen“ und dem Ganzen mit einem schmalen Gummi am Saum etwas Blouson-Form verpassen. Aber das eingezogene Gummiband war nach einem kurzen Blick in den Spiegel ganz fix wieder aus dem Tunnel gezupft.
Manchmal muss man eben erst mal machen, um zu erkennen, dass eine Idee wirklich doof war…
Schnitt: Frau Yoko in Größe M von Fritzi Schnittreif (gekauft online und tatsächlich mal wieder einen DinA4 Schnitt geklebt- waren zum Glück nicht so viele Seiten...)
Stoff: 100% Viskose (gekauft bei Jippel Husum)
Ich freue mich darauf, wenn ich das neue Oberteil mit leichter Sommergarderobe kombinieren kann. Für die Fotos musste jetzt noch die (gekaufte) Jeans herhalten - mal sehen, wohin die Temperaturen in den nächsten Tagen klettern.
Ach ja- ob ich die Ärmellänge ein wenig kürzen werde, entscheide ich noch. Auch dort hatte ich Gummizug geplant- aber auch dort war das eine richtig blöde Idee. Die perfekte Länge soll mir jetzt lieber mal der Alltag zeigen.
Und, geht es Euch auch oft so, dass ihr eine Idee hattet, die Euch genäht dann doch nicht so gefällt?! Mir passiert das ziemlich oft und auch wenn es erstmal nervig ist, wachsen beim Probieren dann die Details, die ein Nähwerk zu einem Lieblingsstück werden lassen.
Sonntag, 15. April 2018
Meine neue Frühlingsbluse
Ich habe Frühlingssehnsucht!
Ich möchte endlich ohne Mütze und dicke Jacke unterwegs sein.
Ich habe Lust auf Klamotten aus Viskose, Leinen und leichter Baumwolle.
Doch wo bleibt der Frühling hier im Norden?!
Wir hatten es am letzten Wochenende ja tatsächlich schon mal wunderbar mild, doch leider verzog sich die Wärme prompt, als ich mein neues, luftiges Oberteil fertig genäht hatte.
Das Nähprojekt war so in dieser Form übrigens gar nicht geplant. Aber manchmal finden Schnitt und Stoff sich einfach und das Ergebnis macht mich wirklich sehr glücklich.
Der wunderschöne Stoff von Zuleeg war nämlich ursprünglich für eine lässige, lange Hemdblusentunika gedacht- doch da hier auch gerade der Schnitt Avy von Schnittquelle eintraf, habe ich ganz fix meine Pläne überworfen. Mit dem dezenten Glanz und der Leichtigkeit passte der Stoff so viel besser zu den weichen Kellerfalten dieser Bluse, als zum sportlichen Stil des zunächst geplanten Schnittes.
Passzeichen sind Freunde!
Die Bluse ist nicht schwierig zu nähen- allerdings macht der Schnitt einem bewusst, wie wichtig Passzeichen sind. Sowohl beim Einfassen der Faltenpartie am vorderen Saum, als auch an den Seitennähten, wäre „einfach drauflos Nähen“ fatal. Durch die besondere Schnittführung sind die Nähte am Vorderteil nämlich im schrägen Fadenlauf und somit sehr dehnbar- die im Rückenteil haben einen normalen Fadenlauf. Also- schön aufgepasst, dass man die schrägen Nähte nicht ausdehnt- sonst passt Vorn nicht an Hinten. Doch wer auf die Markierungen achtet, ist auf der sicheren Seite.
Wie gut also, dass Passzeichen und Genauigkeit der Schnitteile bei Schnittquelle stets zuverlässig sind.
Ich hatte die Ärmel meiner Avy erst in original Länge zugeschnitten und genäht- doch es zeigte sich, dass sie mir am Handgelenk durch die eingenähte Falte viel zu eng waren. Ich habe dann ein wenig probiert und mich entschieden, sie einfach auf Ellenbogenlänge zu kürzen.
Die rückwärtige Schulterpartie ist übrigens ziemlich schmal- hier werde ich mir bei der nächsten Version auf jeden Fall einen Hauch mehr Breite einbauen. Ich scheine mittlerweile "jerseyverwöhnt" zu sein, was die Bewegungsfreiheit angeht. Und da muss ich bei Webware halt ein wenig ausloten und meinen perfekten Wohlfühlpunkt zwischen 'bequem' und 'schön schmal' finden
Stoff: Webware Viskose/Leinen Mischung von Zuleeg
Schnittmuster: Bluse Avy von Schnittquelle, genäht in Gr. 40 ohne Änderungen, Ärmel gekürzt
* Stoff und Schnittmuster wurden mir nach meinen Wünschen von den Firmen zur Verfügung gestellt.
Nun warte ich also mit meiner neuen Bluse sehnsüchtig auf die Rückkehr des Frühlings. Und ich überlege schon, wie ich das marineblaue Stück noch kombinieren kann. Eine weiße Jeans wäre bestimmt toll (... aber "weiße Hose" ist als Hundebesitzer ja nicht unbedingt praktisch. Andererseits kann man Jeans aber gut waschen und ein Schnittmuster hätte ich doch auch schon liegen...)
Und, seid Ihr schon voll im Frühling? Oder ist Euch das Wetter auch nicht hold und der Umstieg auf Frühlingsgarderobe verzögert sich noch ein wenig – so wie bei mir hier in Flensburg?!




















