Mittwoch, 17. Mai 2017
Braucht Frau ein Wickelkleid?
Kleidungsstücke, die augenscheinlich keine Halbwertszeit haben.
Das Wickelkleid ist eines davon.
Es soll bequem, elegant, vielseitig, schmeichelhaft und überhaupt DAS Kleid der Kleider sein- ein unentbehrliches und unkompliziertes Basicteil...
Ich bin da allerdings schon immer skeptisch gewesen: Was man wickeln muss, kann nämlich so unkompliziert gar nicht sein... Ein paar Versuche hat es in meiner Nähkariere gegeben- aber Lieblingsteile wurden weder Wickelblusen noch Wickelröcke.
Doch manchmal bin ich ein wenig Lemming und der aktuell durch die Nähwelt geisternde Hashtag mit der Frage, ob es #nocheinwickelkleid braucht, erinnerte mich an ein Schnittmuster, das ich mir schon vor längerer Zeit mal gekauft hatte: Onion 2014
Urspünglicher Plan war, das Raglan-Modell als Basis für einen Jerseymantel zu verwenden- doch Taten folgten nie.
Also warum nicht?! In Frühlingslaune kaufte ich einen blauen Jersey mit kleinen Federmuster und nähte mir das Wickelkleid.
Tja und was soll ich sagen?!
Braucht Frau ein Wickelkleid?
Frau vielleicht- ich nicht unbedingt...
Warum?
Montag, 8. Mai 2017
Von ungeliebten Stoffen und halbherzigen Projekten
Einige Stoffe wurden aussortiert- unter anderem ein großzügiges Stück mausgrauen Hemdenstoffes. Baumwolle, mit einem Anteil an Polytierchen, gewebt als mikoskopisch kleines Hahnentrittmuster. Ich mag Herrenhemdstoffe eigentlich sehr gerne- denn wenn man Glück hat, findet man schöne Qualitäten, die sonst in der Konfektion zu hochwertigen Hemden verarbeitet werden.
Doch dieser Stoff war ein Fehlkauf. Irgendwie zu grau, zu dünn und leider keine reine Baumwolle, wie gedacht…
Nach den Stoffen, habe ich noch ein wenig in meinen Schnittmustern gestöbert und auch dort einiges ausgemistet. Dabei fiel mir ein Schnitt in die Hände, den ich vor vielen Jahren mehrmals vernäht hatte. Die Tuniken haben mir damals sehr gefallen- so sehr, dass ich eine davon wortwörtlich aufgeschlissen habe. Burda 8501, ein Easy Model-, mit Abnähern auf Figur gebracht, die Ärmel mit vernünftiger Armkugel und sogar mit kleinem Abnäher an den rückwärtigen Schulternähten, um auch diese Partie schön zu formen.
Damals hatte ich die Tunika in Gr. 38 genäht- das Ganze aber als sehr schmal in Erinnerung.
"Ob der Schnitt auch heute noch was für mich ist?! So eine Sommertunika aus Webware- das wäre doch was… Aber ob die nicht doch zu schmal sitzt?! Da könnte ich doch ein Testmodell nähen in Gr. 40- habe doch gerade diesen grauen Stoff aussortiert..."
Doch was soll ich sagen.
Irgendwie habe ich da wohl ein paar negative Wellen zuviel an den Stoff gesendet…
Das Projekt zeigte sich als fuchtbar zäh… Beim Zuschnitt dachte ich noch, es wird vielleicht eine tragbare Tunika- aber bis ich Lust (und Zeit) fand, die ersten Nähte zu nähen, war der Widerwille so gewachsen, dass ich jetzt aufgehört habe und die Tunika nicht weiternähen werde.
Immerhin reichte es, um festzustellen, dass ich die Größe 40 in den Schultern auf jeden Fall brauche, aber auch, dass mir bei der Tunika so in uni doch das „gewisse Etwas“ fehlt.
Wahrscheinlich sollte ich einfach nicht der Erinnerung an zwei alte Kleidungsstücke nachhängen- denn was damals so toll war, wird es heute vielleicht nie mehr werden…
Ich glaub, ich muss „Magic Cleaning“ nochmal lesen- denn Marie Kondo hätte den Stoff einfach weggeworfen, als feststand- er macht nicht glücklich...!
Und, geht es Euch auch manchmal so, dass Ihr Euch ein Projekt aufhalst, obwohl ihr eigentlich wisst, dass es kein HappyEnd geben wird?
Sonntag, 30. April 2017
Mein Bügel-Ei, ab jetzt im eigenen Shop!
Du weißt gar nicht, was ein Bügelei ist und wie es dir deinen Nähalltag erleichtert?! Hier mal ein paar Anwendungsmöglichkeiten:
Gut gebügelt ist nämlich halb genäht und das gilt auch in der Hobbyschneiderei.
Doch gerade an Rundungen wie z.B. bei Abnähern, an Prinzessnähten und der Armkugel scheitert die perfekte Ausführung oftmals an mangelndem Handwerkszeug. Das Bügelei von Schneiderherz schafft hier Abhilfe: Mit seiner handlichen Größe findet es Platz in jeder kleinen Nähecke und ist helfend zur Stelle, wenn es kniffelig wird. Das Ausbügeln von Rundungen jeder Art wird zum Vergnügen.
Das Schneiderherz-Bügelei zeichnet sich aus durch die hochwertige feste Füllung aus, die sich trotzdem noch leicht formen lässt. Somit kann dieses Bügelei auch seitlich aufrecht verwendet werden- ganz so, wie es die jeweilige Nahtstelle erfordert. Dazu kommt, dass dieses Bügelei nicht nur praktisch ist, sondern auch ein Schmuckstück im Nähzimmer- so macht Bügeln Spaß!
Ich hoffe, in naher Zukunft wird sich das Sortiment bei Schneiderherz nicht nur auf das Bügelei beschränken. Denn es gibt ja so viel Schönes und Praktisches, das jedes Schneiderherz erfreut.
Donnerstag, 13. April 2017
Über Probestücke, Wohlfühllängen und fehlende Kombipartner
Kennt Ihr das auch?
Da hat man einen Schnitt, den man unbedingt mal ausprobieren möchte und im Stoffvorrat findet sich nichts wirklich Optimales. Die Überlegung, ob man sich auf den Weg macht und was Passendes kauft wird natürlich gleich von der Vernunft durchkreuzt, denn man kann ja erst mal ein Probestück aus vorhandenem Stoff nähen.
Genau so enstand mein Rock Pretin von Schnittquelle.
Das Vernunftsstück Stoff war ein mauschelblauer Chambray von Stoff & Stil. Gekauft "nur mal so" in Dänemark, leider von nicht so traumhafter Qualität wie gedacht- zum Glück nur 1 Meter mitgenommen.
Der Meter reichte genau für die Originallänge vom Rockschnitt (Seitennahtlänge 54cm) und mir war schon beim Zuschnitt klar, dass das bei einen Sommerrock, den ich ohne Strumpfhose tragen will, nicht für meine persönliche Wohlfühllänge reichen wird. Ich bin da Eigen und finde "Knie natur" bei mir einfach nicht hübsch.
Doch erst mal eifrig genäht- um die Länge wollte ich mich später kümmern.
Gr.38 passte gut- einzig am Hüftbogen musste ich etwas weibliche Rundung wegnehmen. Da der Rock hinten mittig schließt und ich die Blenden vor dem Schließen der Seitennähte angenäht hatte, war die kleine Anpassung kein Problem. Die obere Rockkante sitzt bei mir in der Taille- ich denke, das nächste mal werde ich dort ein Zentimeterchen wegnehmen.
Das Längenproblem löste ich mir einer Blende- einen geraden Streifen im Bruch, den ich etwas in Form gebügelt habe, um in an die leicht gerundetet Saumkante nähen zu können. Bei der Wahl des passenden Streifens musste ich lange suchen, bis ich ein harmonisches Stück gefunden hatte, denn der Blauton des Chambray ist etwas speziell...
Donnerstag, 6. April 2017
Blau ist mein Bunt... Eine neue Leinenhose
Das schöne Leinen mit leichtem Glanz lagerte schon seit dem vorletzten Stoffmarkt bei meinen Schätzen. Zunächst dachte ich, ich nähe daraus nach meinem heißgeliebten, uraltbewährtem "Neue Mode-Schnitt" ein neues Beinkleid- aber zu meinem Glück entdeckte ich bei Schnittquelle Schnitt Assuan. Ganz mutig und nach kurzer Rücksprache mit Stefanie von Schnittquelle wählte ich den Schnitt in 38- obwohl ich laut Maßtabelle genau bei Größe 40 liege. Aber die Erfahrung hat mir schon so oft gezeigt, dass ich bei Größe 40 oft noch Weite wegnehmen muss, um mich wirklich wohl zu fühlen und außerdem neigt Leinen beim Tragen gern dazu, sich zu dehnen. Die leidige Erfahrung musste ich ja im letzten Jahr gleich bei zwei Hosen machen...
Donnerstag, 30. März 2017
Makerist-Mantel
Dieser Probemantel hat leider einen Patzer, der mich echt Nerven gekostet hat- ich schnitt nämlich in den Oberstoff, als ich das Belegschnitteil abtrennen wollte, um die Einlage zuzuschneiden. So etwas Dummes!
Der etwa 5cm lange Schnitt war exakt an der Umbruchkante, aber ich konnte ihn zum Glück "wegschummeln" und nun fällt die reparierte Stelle nur auf, wenn man die vordere Kante ganz genau beäugt.
Bei meinem Mantel habe ich übrigens das oberste Knopfloch weggelassen- einfach weil ich festgestellt habe, dass mir hier der Kragen hochgeklappt getragen besser gefällt. Selber nähen ist schon klasse- da kann man sowas eben selbst entscheiden ;)
So ist der Testmantel jetzt mein lässiger Begleiter für die Übergangszeit.
Auf meiner "To-Sew-Liste" steht jetzt noch eine weitere Version- und zwar in grauem Leinen.
Leinen ist einfach ein tolles Material für diesen Mantel- das könnt Ihr ja auch im Onlinekurs sehen.
Ich zeige Schritt für Schritt- vom Zuschnitt bis zum Abfüttern- wie der Mantel gemacht wird und ich bin schon so gespannt, bald die ersten Makerist-Mäntel von Euch zu sehen...
Heute bin ich mit meinem Mantel mal bei RUMS ;)
Mittwoch, 22. März 2017
Jäckchen und Leinenhose
Es ist ein kleines schlichtes Teil, mit dem ich sehr glücklich bin.
Der Stoff ist ganz wunderbar- eine tolle Qualität, vermutlich aus Wolle (das zumindest sagt die Brennprobe) und eine tolle Farbe. Das winzig kleine Hahnentrittmuster in Blau/Schwarz lässt sich super kombinieren, es macht sich toll zu Jeans, aber auch zur schwarzen Leinenhose.
Den Stoff hat mir ein netter Stoffmarktverkäufer übrigens geschenkt- es war ein sehr kleines verzipfeltes Stück auf einem großen Restehaufen. Damals hatte ich noch keine Idee, was man mit so einem Fetzen überhaupt anfangen soll- aber ich fand ihn schön und habe ihn wohl recht lange nachdenklich gestreichelt... Am Ende entschied ich mich aber gegen ihn und für drei andere Reststücke in projekttauglicher Größe.
Doch nach dem Bezahlen stopfte der Händler mit einem Lächeln und den Worten: "Den kriegst Du nun so dazu" das verschmähte Stück Stoff in meine Einkaufstasche...
Was für ein Glück für mich! Denn etwas später zeigte sich, dass es mit ordentlich Schnittmustergeschiebe tatsächlich für diese Jacke reichte.
Schnittmuster Jäckchen Burda 8806
(Gr.40 angepasst in der Gesamtlänge und Ärmellänge je 2,5 cm- ich bin 178cm groß)
Hose von Neue Mode, J22629
Jetzt endlich enger genäht- siehe hier : Leinenhose und die Leinenversion des Jäckchens
Und, hattet Ihr auch schon mal so ein "Unverhofft"-Teil, mit dem Ihr dann besonders glücklich wart?!
Bevor Ihr fragt:
Die coole Kette ist ein Glücks-und Zufallsfund von Great-Handmade über Dawanda
Heute ist Mittwoch- der Tag für die Me-Made-Linkparty
Schaut doch mal vorbei und stöbert, was kreative Selberschneiderinnen für sich genäht haben.
Dienstag, 21. März 2017
Ich bin Makerist-Trainer
Auf ein zeitloses Modell mit tollen schneiderischen Details wie Umlegekragen, Leistentaschen und Rückenschlitz- dazu noch komplett gefüttert?!
Bald geht mein Kurs bei Makerist online und Du kannst mit meiner Hilfe einen tollen Mantel nähen.
Schritt für Schritt begleite ich Dich durch das Projekt- vom Zuschnitt bis zum kompletten Abfüttern.
Ich freue mich auf Dich!
Übrigens- das Projekt Mantel war bisher eine sehr aufregende und spannende Zeit für mich.
Viel Gelegenheit und Muße, mein Abenteuer in Bildern festzuhalten, hatte ich allerdings nicht.
Da ich aber selber so kleine Making-Of Einblicke liebe, gibt es zumindest eine Minicollage.
Und ein DANKE an das tolle Team!
Morgens in der Maske aufgehübscht zu werden ist echt toll- Tschüß, müde Augenringe ;)
Mittwoch, 15. März 2017
Pusteblumenjerseymantel
Tadaaaa- mein Pusteblumenmantel.
Es ist schon der zweite Jerseymantel nach dem gleichen Schnittmuster. Das erste Model entstand in freundlichem Schwarz und wird viel und und mit großer Begeisterung getragen.
Auch diese Version hier mag ich gern- aber ich ertappe mich, das ganze eher als ein "Kuschelig fürs Sofa-Teil" zu sehen... Hat nämlich schon was von Morgenmantel, oder?!
Aber egal- ich mag ihn, meinen Pusteblumenmantel. Er ist gemütlich und macht einfach gute Laune.
Wenn es wärmer wird, finden sich bestimmt noch weitere Kombipartner für ihn - ein netter Rock und weißes Shirt z.B. und dann geht es runter vom Sofa und ab in die Sonne... :)
Mantel
Schnittmuster: Zsazsa von Lillestoff/Susalabim in Gr.38
Änderungen: nur Saum verlängert und seitliche Schlitze gearbeitet, Rückenabnäher weggelassen
Stretchröhre
Burda Easy Fashion H/W 07
schon in etlichen Varianten genäht z.B. siehe hier
Bei dieser Version jetzt den Bund höher gemacht- für besseren Tragekomfort
Damit geht es nun gutgelaunt zum MeMadeMittwoch - mal schauen, wie sich die anderen kreativen Selberschneiderinnen für die wärmere Modesaison benäht haben.
Sonntag, 12. März 2017
Kleines Gartenkissen selbstgenäht
Leider sind bei uns die Gartenmöbel noch eingemottet und die einzige Sitzmöglichkeit besteht aus den alten Holzkisten, die draußen überwintert haben.
Damit der Po nicht zu kalt wird, habe ich mir aus Stoffresten ein kleines weiches Kissen genäht.
Das Nähen ist kein großer Aufwand:
Einfach zwei Kreise mit einem Durchmesser von 20 cm und 10 Rechtecke mit den Maßen 12 x 21 cm zuschneiden. Die Rechtecke werden an den Längsseiten zusammengenäht. Bei der letzten Naht, die den entstandenen Streifen zu einem Ring schließt, lässt man mittig eine Öffnung zum Wenden und Füllen. Dann beim Ring Viertel markieren und einkräuseln. Beim Verteilen der Weite hilft es, auch die Kreise zu vierteln und erst an den Markierungen zu stecken. Immer vom Ring aus an den Kreis stecken- dann hat man die Kräusel gut im Griff. Kissen wenden und mit Füllwatte stopfen, bis es angenehme Sitzdicke hat und die Öffnung mit Handstichen schließen.
Und dann heißt es:
Ab in den Garten und Sonne genießen! :)
Mein Kissen hat einen handlichen Durchmesser von etwa 35cm. Man kann natürlich die Maße der Zuschnittteile beliebig variieren und somit auch die Größe und Optik des Kissens ganz nach eigenen Vorstellungen bestimmen.
Und- wie bereitet Ihr Euch auf den Frühlingsstart vor?
Ist schon luftige Garderobe in Arbeit? Oder näht Ihr Euch auch erst einmal mit einem kleinen Dekoprojekt in Frühlingslaune?!
Mit meinem Kissen und dem wohligen Gefühl ein Wetterglück-Wochenende gehabt zu haben- geht es heute mal zu Katrin's #Sonntagsglück auf 'Soulsister Meets Friends'
Montag, 6. Februar 2017
Formland - die inspirierendste Interior- & Designmesse des Nordens
Ich durfte mit auf Bloggerfahrt zur Formland in Herning DK.
Amalie Loves Denmark hatte wieder dafür gesorgt, dass ein ganzer Schwung begeisterter Bloggermädels die Messehallen auf den Spuren der neusten Trends und geliebter Klassiker durchstreifen durften.
Ich persönlich ertappte mich mal wieder dabei, dass ich hin und hergerissen war.
Einerseits liebe ich Dänisches Design mit klaren Linien, verblüffend raffinierter Zweckmäßigkeit und zeitlos anmutender Moderne...
Aber andererseits schlägt mein Herz auch für einen Hauch Nostalgie mit einer Prise Industrie-Stil.
Und das können die Dänen auch ganz hervorragend...
Ich tendiere tief im Herzen aber wohl doch mehr zum "modernen Landhausstil" und so suchte ich besonders dort nach Inspiration für meine neue Küche.
Dienstag, 31. Januar 2017
Von nun an immer griffbereit...
Ich suche eine Schere, eine Nähnadel oder ein paar Stecknadeln und seit einiger Zeit suche ich auch noch nach meiner Lesebrille...
"Mensch- jetzt näh' Dir doch endlich mal so ein Hüfttäschchen! Da kannst Du alles rein tun und hast es im Nähkurs immer griffbereit."
So oft gedacht und nun endlich getan.
Das tolle Freebook von Schnabelina für die HipBag schlummerte schon ewig auf der Festplatte.
Zuerst kam die Qual der Wahl, denn die Anleitung beinhaltet nicht nur 3 Größen der Hüfttasche, sondern auch jede Menge Varianten für die aufgesetzten Taschen und das Innenleben.
Ich entschied mich, nur die Reißverschlusstasche zu machen und keine extra Tasche aufzusetzten. Im Inneren sollte es ein Steckfach geben. Soweit der Plan und auch der Zuschnitt.
Doch es zeigte sich, dass mir die Kräusel im vorderen Taschenteil, die für die etwas bauchige Form sorgen, ohne aufgesetzte Extratasche, gar nicht gefielen. Außerdem hatte ich das Siebdruckmotiv dafür ungünstig platziert... Also schnitt ich die rückwärtigen Teile neu zu und zwar nach dem Schnittmuster der Vorderen Taschenteile.
Nach dem Verstürzen inkl. Paspel merkte ich etwas ernüchtert, dass mein Hüfttäschchen jetzt aussah, wie diese Wäsche- Klammerbeutel... Ich hätte die Rundungen (die ja beim Einkräuseln verschwinden würden, wenn man nach der Vorlage arbeitet) nachschneiden sollen. Doch nun war die Tasche ja so gut wie fertig und Lust auf Trennen hatte ich nicht. Also tobte ich mich noch ein wenig mit der (funktionellen) Deko aus und hatte mein Nähkurstäschchen.
Am nächsten Morgen störten mich diese unnötigen Kurven aber so sehr, dass ich doch noch mal trennte und die Form etwas anpasste. Dank der Paspel war das gar nicht so schlimm wie befürchtet,
und ich bin zufrieden.
Besonders gefällt mir übrigens die Lösung, meinen Nähring mit Hilfe eines Buchbinderinges sicher, aber schnell zugänglich, parat zu haben. Und dort, wo jetzt die kleine Schere ist, kann man auch die Lesebrille einstecken. Optisch empfinde ich die Tasche übrigens fast schon als Reizüberflutung- aber immerhin ist das Farbkonzept typisch Schneiderherz ;)
Nun muss meine Nähtasche zeigen, wie sie sich im Alltag bewährt. Meine Kursteilnehmer dürften sich auf jeden Fall freuen, wenn ich meine Helferlein blitzschnell zur Hand habe.
Heute beim Creadienstag und den DienstagDingen.
Und damit Ihr sehen könnt, welche Kurven ich überhaupt meinte, hier noch ein kleines Vorher/Nachher-Bild.
Wenn man die HipBag nach der (toll bebilderten und sehr ausführlichen) Anleitung näht, sorgen die Kurven eingekäuselt für mehr Innenvolumen und man hat natürlich NICHT diese Wäscheklammer-Beutel-Form. Die entstand nur, weil ich keine Kräuselung wollte und nicht dran gedacht hatte, etwas nachzuschneiden ;)




















