Freitag, 17. Juni 2016

Tutorial mit Film! Tasche mit dem Bandeinfasser nähen

Ich habe für meine Nähmaschine ja den Bandeinfasser #88* zur Verfügung gestellt bekommen.
Da ich zu den Leuten gehöre, die ein neues Spielzeug gern ausgiebig testen, stapelte sich hier auf dem Tisch schnell ein kleiner Berg Probeläppchen. Doch immer nur Testnähte ist auch blöd und so schaute ich, was meine Stoffkiste so hergibt und nähte "aus dem Bauch heraus" ein kleines Täschchen. Mit schönen Schrägbandeinfassungen und kordelverstärkten Trägern. Man kann nämlich mit dem Einfasser ganz einfach direkt eine Kordel in den Henkeln zwischenfassen.

 Kleine Tasche selber nähen mit Bernina Bandeinfasser #88 Bias Binder

Und während ich daran nähte, dachte ich: Da könntest Du doch schön mal ein kleines Tutorial für den Blog draus machen. Hmmm- für ein einfaches Fototutorial waren es dann aber doch zuviele Schritte- wollte ich doch auch zeigen, wie man den Schnitt für die Tasche selber machen kann.
Und so habe ich beschlossen, mich zu filmen, wärend ich solch eine Tasche mache.
Einfach so...
Wenn ich es nicht so spontan gemacht hätte, dann wäre es wohl nie was geworden. Also einfach los- mit dem Handy, ohne Skipt und fast als "OneTake". Vieles ist nicht optimal, aber es hat Spaß gemacht und ich kann nun aus meinen Fehlern lernen und das nächste Filmchen besser machen:
Ich muss den Ton optimieren und die Position der Kamera, ich sollte im Vorfeld nicht zuviel Kaffee trinken und nicht so oft ÄHM sagen.
Doch nun schaut einfach selbst! Am besten in Groß (es ist HD) und den Ton hoch drehen ;)

Teil 1- Das Schnittmuster


 Und hier Teil 2- Das Nähen mit dem Bandeinfasser


Und hier noch mal die Tasche, die im Film entstanden ist:

Fertige Tasche aus Video - Selbernähen Anleitung Tutorial

Ich hoffe, mein Erstlingswerk hat Euch gefallen und Ihr könnt trotz der leider nicht ganz optimalen Kamerapositionen und der Tonqualität mit recht lauten Nebengeräuschen etwas damit anfangen.
Habt Ihr Lust auf mehr? Was würde Euch intersessieren? Was möchtet Ihr mal gezeigt bekommen?

Ich mache gern mehr Schneiderherz "in bewegtem Bild" und traue mich dann bestimmt auch mal, mein frischgepudertes Näschen in die Kamera zu halten... ;)






Donnerstag, 16. Juni 2016

Jerseyrock N°3 ist fertig- der Sommer kann weiter gehen.

Wir haben hier im Norden leider einen kleinen Wettereinbruch- es hat ordentlich Regen gegeben. Doch jetzt ist der Garten ausreichend gewässert und ich möchte den Sommer zurück...
Denn schließlich möchte ich meinen neusten Jerseyrock ausführen.

Ich hatte ja Stoff für drei Röcke gekauft und mit fest vorgenommen, ihn zügig zu verarbeiten. Ganz so fix wie gedacht, war ich nun nicht- aber ich bin mit den Ergebnissen sehr zufrieden.
Rock N°1 - in Blau mit Federmotiv
Rock N°2 - gewohnt Grau-Schwarz mit Ringeln
und nun N°3

Jersey Rock nähen floral

Diesmal in hellgau mit schönem floralen Muster. An die Saumkante habe ich eine Blende gesetzt, die gibt dem Ganzen noch einen Ticken Geradlinigkeit und ich bin damit sehr glücklich.
Der Schnitt ist der bewährte selbstgemachte in ganz leicher A-Linie.
Hier auch schon verwendet  KLICK
Zwei Nähte, Bündchen dran und säumen- fertig.

Eigentlich wollte ich meinen Rock schon gestern beim MeMadeMittwoch präsentieren - doch da ich in einem kleinen Anfall von Wagemut unter die YouTuber gehen wollte, kam so einiges dazwischen.
In erster Linie kam unser schneckenlahmes Internet dazwischen. Ich habe es immer noch nicht geschafft, die beiden Filme* hochzuladen...
Unfassbar, wenn man bedenkt, dass ich in der Stadt in einem relativ jungen Wohngebiet lebe...
Die Versatel ist Monopolist und während die Telekom im restlichen Stadtgebiet fein den Breitbandausbau vorangetrieben hat, tut sich hier NICHTS!

Doch genug geärgert...
Ich geh jetzt erst mal zu RUMS und päsentiere dort meinen neuen Rock. Mal schauen, was es heute dort an DIY zu entdecken gibt...

*Lasst Euch überraschen. Wenn es doch noch klappt, könnt Ihr mir bei einem kleinen Projekt über die Schulter schauen und ich plaudere ein wenig aus dem Nähkästchen




Mittwoch, 8. Juni 2016

Ringel-Rock aus Jersey

Die Sonne macht bei uns im Norden heute tatsächlich mal ein kleines Päuschen...
Trotzdem zeige ich zum MeMadeMittwoch meinen nächsten Sommerwetter-Rock:
Diesmal aus freundlich schwarz-grauem Ringeljersey.
Der Jersey hat mein Nervenkostüm ein klein wenig strapaziert- rollte er doch noch fieser an den Kanten ein, als der blaue Federjersey, den ich letzte Woche vernäht hatte. Dazu kam, dass die Steifen bei der ersten Naht auf Anhieb PERFEKT passten und ich mich bei der zweiten Seite so schwer damit tat. Ich habe die Overlocknaht zweimal getrennt und noch immer sind die Streifen leicht verschoben. Ist ein wenig wie im Kinderbuch von Janosh, wo der Kleine Tiger krank ist- Diagnose: Streifen verrutscht... Aber es ist wirklich nur einen Hauch und so werde ich jetzt damit leben (Und ja, ich weiß- sieht vielleicht keiner außer mir- aber manchmal bin ich da ein wenig "monk"...)
Ringelrock Jersey kombiniert mit Wasserfallshirt
Den neuen Rock habe ich mit meinem fluffig leichten Wasserfallshirt von HIER kombiniert.
Schnittmuster Rock: Eigenes- diesmal mit grader Saumkante für den Streifen und breitem Bund bis zur Taille.
Schnittmuster Wasserfallshirt: etwas abgeändert- Burda 01/2013 (Mod.123)
Stoffe: Gekauft bei Jippel Flensburg

Und hier noch Detailbilder von der Schokoladenseite...
Ringeljersey Rock Detail Wasserfallshirt Streifen nähen

Und- wie pingelig seit Ihr? Könnt Ihr Euch auch manchmal an so kleinen Patzern aufhalten- oder könnt Ihr Euch leicht "locker machen"? Ich bin gespannt!

Sonntag, 5. Juni 2016

Sommer auf Stockseehof

Im Norden ist Sommer! Der Juni startete mit herrlichem Sonnenwetter und so war gestern mein erster Besuch der Park&Garden Ausstellung auf Gut Stockseehof besonders schön. Beschattet vom alten Baumbestand konnte ich gemeinsam mit Claudia von Reetselig und Minireet gemütlich über die weitläufige Fläche rund um das prächtige Gutshaus schlendern und allerlei Nettigkeiten für Heim und Garten bestaunen. Wir hatten einen tollen gemeinsamen Tag!

Park Garden Stockseehof Gutshaus

Auch für das leibliche Wohl war gesorgt und wenn es einem um die Verkaufpavillions zu wühlig wurde, konnte man in den Bereich der Themengärten wechseln und einfach nur in Grün und Blüten schwelgen.

Mittwoch, 1. Juni 2016

Mein 20-Minuten-Jersey-Rock

Ich wollte unbedingt mal wieder beim MeMadeMittwoch mitmachen...
Da der Leinenmantel leider noch nicht ganz im finalen Stadium ist, habe ich beschlossen, auf die schnelle einen fixen Jerseyrock zu zaubern...
Der Rock ist wirklich ein ganz simples Projekt- zwei Nähte, Bündchen dran, säumen und fertig. Durchaus in 20 Minuten zu schaffen- ich habe heute aber mal wieder länger gebraucht. Liegt wohl daran, dass ich einfach keine Jersey-Routine habe und das Zeug definitiv nie mein Lieblings-Nähmaterial werden wird. Und vielleicht auch daran, dass ich gerne stecke und Zwischenanproben mache. Ich finde, jeder Jersey verhält sich anders und so passe ich das Bündchen gern genau an die Dehnfähigkeit und meinen Bauch an. Ebenso die Rocklänge- da mag ich es am liebsten kniebedeckt und überprüfe das gern, bevor ich den Saum nähe.
Gesäumt habe ich übrigens mal wieder NICHT mit meiner Coverlock, sondern mit der Zwillingsnadel an der normalen Nähmaschine. Ich hatte einfach keine Lust, die Ovi umzubauen. Sollte ich nochmal wählen dürfen, würde ich immer eine separate Cover zusätzlich zur Overlock nehmen...

Einfacher blauer Rock aus Jersey mit Federn, selbstgenäht

Mit dem Ergebnis dieser spontanen Mittwoch-Morgen-Näherei bin ich sehr zufrieden. Der Jersey ist für mich eher ungewöhnlich - gemusterte Stoffe gehören ja sonst nicht zu meinem Beuteschema. Aber der schöne Blauton und die hübschen Federn hatten es mir einfach angetan. Und jetzt, in Kombination mit dem Top und dem Bolero (beides fertig gekauft) fühle ich mich sehr wohl. Und ich hoffe, dass uns der Juni ordentlich Sonne bringt, damit meine Beine auch mal eine Tönung jenseits von Kalkweiß bekommen.

Einfacher Basisrock aus blauem Jersey genäht Federmotiv

Schnittmuster Rock: HIER schon einmal präsentiert- Marke Eigenbau
Top+Bolero: fertig gekauft 
Jersey: gekauft bei Jippel in Flensburg 

So, dann werde ich mich mit meinem Rock beim MeMadeMittwoch einreihen und schauen, was die anderen Selberschneiderinnen heute so an sommerlicher Garderobe zu zeigen haben.

Startet gut in den Juni!





Donnerstag, 26. Mai 2016

Ich hab die Nähte schön!


Ich bin ein Freund von sorgsamer Verarbeitung!
Da mein Mantel kein Futter bekommen wird und somit der Blick auf die Nahtzugaben frei bleibt, habe ich beschlossen, die Kanten mit einer sogenannten „HongKong-Einfassung“ zu verschönern. Dabei werden alle Zugaben mit Schrägband eingefasst…
„Boah- was für eine Arbeit! Wieso ratterst Du da nicht einfach mit der Overlock lang- ist doch auch ordentlich… Und innen sieht das doch keiner….“
Ja- stimmt schon- diese Art der Versäuberung ist etwas aufwändiger- aber ich finde sie einfach wunderschön. Ich möchte nämlich das Innenleben meiner Nähwerke nett haben- auch wenn nur ich drauf gucke. Macht mich einfach zufriedener und glücklich.
Und Nähen soll doch glücklich machen...

Hier also der aktuelle Zwischenstand- mit eingefassten Nähten:

Leinenmantel Honkkong Einfassung Bandeinfasser Bernina Blick aufs Innenleben

Die Einfassungen gingen wirklich flott von der Hand…
Dazu muss ich allerdings sagen, dass ich seit neustem tolle Helferlein habe, die solchen Schrägbandeinfassungen den größten Schrecken nehmen.

Dienstag, 17. Mai 2016

Overlockgarn auf Konen an der Nähmaschine verwenden

Bei Material und Werkzeug sollte man nicht am falschen Ende sparen.
Doch wer näht, hat bestimmt schon mal geschluckt, als er ein kleines Röllchen Markengarn bezahlt hat. Keine Frage, die Qualität ist super- die Farbauswahl reichlich...
Wirft man jedoch einen Blick auf die großen Konen Overlockgarn, kommt man schnell zu dem Schluss, dass da das Verhältnis Meterzahl/Preis stimmiger ist.
Doch wie die Overlockkone an der normalen Nähmaschine verwenden? Ganz einfach:

Einfach eine Blechdose/Becher/Glas seitlich hinter die Nähmaschine stellen und das Overlockgarn reinstellen. Eine Wäscheklammer an der Maschine befestigen und den Faden durch das Loch der Metallfeder führen. Dann die Maschine wie gewohnt einfädeln.

Viel Spaß beim Nähen!




Diesen Tipp gab es schon einmal auf meinem alten Blog - vor etwa 6 Jahren. Da ich mich aber immer, wenn ich eine Kone verwende, über diese Sparidee freue, habe ich mal neue Fotos gemacht und den Beitrag "geupcycelt".


Dienstag, 10. Mai 2016

Meine Outdoorküche (die so echt ja gar keine ist)

Der Mai verwöhnt uns hier im Norden mit traumschönem Wetter und so hatte ich Gelegenheit, endlich ein paar schöne Fotos von meiner Außenküche zu machen.
Wer sich die Bilder anschaut wird vielleicht sagen:
Naja- da steht ein Sideboard im Garten- das ist doch keine Outdoorküche...
Das stimmt natürlich.

Gartenküche Outdoorküche DIY Buitenkeuken Reihenhausgarten

Und wenn ich ehrlich bin, hatte ich beim Start des Projektes auch etwas ganz anders als Ziel vor Augen. Aber Pläne sind zum Ändern da und wenn zufällige Gegebenheiten alternative Lösungen fordern, dann ist das eben so.
Angefangen hat das Ganze mit dem Wunsch, für unseren kleinen Weber Gasgrill einen Tisch nebst praktischer Arbeitsfläche zu haben. Ich begann Google und Pinterst mit den Suchbegriffen
Außenküche, Outdoor Kitchen, Buitenkeuken, Utekök oder auch Outdoorküche zu füttern und meine Pinwand füllte sich mit wunderschönen Bildern...

Mittwoch, 4. Mai 2016

Kurzmantel in Uniformstil- ein wiederentdecktes Lieblingsteil

Bei meiner Kleiderschrankdiät habe ich kritisch meine Schrankleichen unter die Lupe genommen.
Vieles, was ich wirklich lange nicht mehr getragen habe, wurde aussortiert. Dieser Mantel hier durfte  bleiben und kommt nun - mit den steigenden Temperaturen- wieder zu Ehren. Keine Ahnung, warum ich ihn so lange in der hintersten Ecke hängen hatte- ist er doch schwarz und aus tollem feinen Leinen und somit ein idealer Begleiter zu Jeans und auch mal zur Marlenehose.
Von nun an also wieder Mut zum Edelknitter:

Leinenmantel Pattern Company 04-181 Uniformstil Leinen Nähen

Schnittmuster: Pattern Company 04-181
Genäht vor etlichen Jahren - wiederendeckt in den Tiefen des Kleiderschrankes
Hose Burda Easy Fashion H/W 07 von HIER

Details PC 04-181 Mantel Leinen Nähen DIY

Mein neues-altes Lieblingsteil zeige ich heute beim Me Made Mittwoch- dem wöchentlichen Treffpunkt der kreativen Selberschneiderinnen. Homemade Fashion in Echt und Farbe.

Ich wünsche Euch morgen einen schönen Feiertag- genießt die Sonne und lasst den Frühling hochleben. Er ist und bleibt für mich die schönste Jahreszeit!




Montag, 2. Mai 2016

Schnittanpassung- (k)ein Problem!


Jeder Mensch ist ein Einzelstück!
Jeder hat seine eigene Persönlichkeit und auch seinen eigenen Körper.
Jeder Körper hat ganz individuelle Formen.
Blöd, dass fertig gekaufte Kleidung nicht auf individuelle Maße und Vorlieben an Passform eingehen kann. Es passt oder nicht. Kleine Änderungen sind zwar manchmal machbar- aber Spaß macht das nicht wirklich.
Wie gut, dass wir uns unsere Mode selber nähen können!
Schnittmuster ausgesucht und los geht es!
Doch STOPP.
So einfach ist es da nämlich leider auch nicht...
Denn auch die Schnittmusterhersteller greifen für ihre Konstruktionen auf standarisierte Maßtabellen zurück. Und somit sind wir jetzt genau wieder beim gleichen Punkt, wie bei der Kaufkleidung:
Passt oder passt nicht!
Großartig wäre es natürlich, wenn man Schnittkonstruktion beherrscht und sich sein perfektes Schnittmuster einfach selber erstellt. Schnittkonstruktion ist ein wirklich faszinierendes Thema und man kann es lernen. Es gibt Bücher und Schulungen- aber bis man wirklich soweit ist, seine Ideen richtig gut umzusetzten, geht viel Zeit ins Land. Dazu hat nicht jeder Lust...

Aber meist muss man ja auch gar nicht ein ganz neues Schnittmuster erstellen.
Oftmals reicht es nämlich aus, ein fertiges Schnittmuster an den Stellen anzupassen, wo die Maßtabelle von den eigenen Maßen abweicht.
Dazu sollte man seine persönlichen Formen kennen und sich und das Schnittmuster sorgsam vermessen. Wenn man die Abweichungen entdeckt hat, kann man dem Papierschnitt zu Leibe rücken.
Was man tun kann, findet sich in etlichen Anleitungen- z.B. in guten Nähbüchern und auch im Netz.

Vor vielen Jahren hatte Burda eine ganz tolle Sammelserie im Heft, in der verschiedene "Probleme"* am Schnitt behoben wurden. 
Zufällig habe ich nun beim Stöbern im Netz diese Serie wieder entdeckt. Man findet sie als .pdf Dateien (gut versteckt) auf der Burda Homepage.

Und damit Ihr nicht lange suchen müsst, habe ich hier eine Linkliste für Euch:

EDIT am 19.03.2018

Leider hat Burda die alten PDF Dateien aus dem Netz genommen :(

Wirklich schade, denn es war eine wirklich hilfreiche Sammlung

Nun findet sich leider nur noch das hier:  KLICK

Die folgenden Links führen leider nicht mehr direkt zu den Dateien...
Also, ran an den Schnitt! Was nicht passt, wird passend gemacht!






*"Problem" hier extra in Anführungszeichen- denn ich empfinde z.B. meine geringe Oberweite und meine langen Beine absolut nicht als Problem. Zum Problem wird das nur durch die "Norm" und da kann man ja zum Glück Abhilfe schaffen, wenn man selber näht.

Donnerstag, 28. April 2016

Nähzimmer-Deko - (inkl. Druckvorlage als Geschenk für Euch)

Die berühmte britische Durchhalteparole "Keep Calm and Carry on" kennt wohl jeder. Mittlerweile gibt es unzählige Wortspielereien mit dem markanten Schriftzug, die fast vergessen lassen, welch ernsten Hintergrund das Original hat...
Auch ich bin der Schönheit des schlichten Plakates erlegen und so habe ich mir meinen ganz persönlichen Motivationsspruch fürs Nähzimmer gemacht.

Plakat Keep Calm Sew On Freebie Druckvorlage gratis

Gewohnt unbunt habe ich das Plakat auf dezent gestreiftes Bastelpapier gedruckt und direkt auf der Rückwand meines Bilderrahmens befestigt. Voila!
Wenn auch Ihr Eure Nähecke mit diesem Poster aufhübschen möchtet, dann habe ich ein Geschenk für Euch:

Dienstag, 26. April 2016

Ich näh mir einen Trenchcoat: #3 Die Stoffwahl (und warum Pläne dazu da sind, geändert zu werden)

Weiter geht es mit meinem Projekt Trenchcoat.
Und eigentlich müsste ich jetzt erst mal das Projekt umbenennen...
Denn mein Trenchcoat wird irgendwie kein Trenchcoat:
Es wird ein Leinenmantel- leider ganz ohne die typischen Details des Modeklassikers.
Das dunkelblaue kräftige Leinen lagerte vorgewaschen und gebügelt in meinem Stoffschrank. Und es wurde Zeit, es endlich zu verarbeiten. Ganz vernünftig aufbrauchen, was man so hat und nicht extra neu kaufen. Leider zeigte sich jedoch, dass diese Stoffwahl bestimmte Wünsche für meinen neuen Mantel zunichte machte, denn ich hatte zwar ein großes Stück, aber für einige Details reicht es nicht.
Ich hatte mich ja nach intensiver Suche für den Schnitt Burda 10/2011 Model 106 enschieden.
Dieser Mantel sollte als Basis dienen und ich wollte ihn mit einigen Änderungen meinem Wunschmodell  anpassen. Nach einigen halbherzigen Versuchen, den Schnitt zu einem Einreiher zu ändern,  fand ich, dass Doppelreiher ja doch sehr nett wäre...
Also habe ich den Schnitt einfach 1:1 übernommen und am Papierschnitt gleich die Nahtzugaben angezeichnet. Kleines Bequemlichkeitsplus beim Zuschnitt und gerade wenn man knapp mit Stoff ist, wirklich hilfreich.

Zuschneidetisch Mantel zuschneiden Schnittmuster

Fürs Stecken habe ich mich auf den Fußboden begeben. So groß ist mein Zuschneidetisch nicht (auch wenn ich ihn noch ausziehen könnte) Leider musste ich wirklich tüfteln, um alle Grundteile rauszubekommen- für einen Rückenkoller, den ich so gerne zugefügt hätte und auch für einen Schlitz, reichte es leider nicht. Es ist nur noch ein Stück für die Taschenbeutel da und die Patten und den Gürtel muss ich wohl aus Schnipseln zaubern.

Ich bin wirklich gespannt, ob ich glücklich mit meiner Planänderungen werde.
Aber es hält mich ja nichts davon ab, mir zum Herbst noch einen richtigen Trenchcoat aus schwarzer Popeline zu nähen. Tolle Schnittmuster hatte ich bei meiner Recherche ja zuhauf gefunden...

Und, wie ist es bei Euren Nähprojekten?
Alles immer genau geplant und dann konsequent durchgeführt? Oder immer ganz locker- gucken, wie die Lage ist und einfach mal umentscheiden?





Heute verlinkt beim Creadienstag- der Plattform für kreatives Tun am Dienstag.